Filmkritik zu Armored
Amateure und Raubüberfälle
Das hat man schon des öfteren gesehen: Eine Gruppe normaler Leute erfahren von einer "Lücke" im System und wollen diese geschickt ausnutzen, um sich einen kleinen Nebenverdienst zu sichern. Doch irgendwas geht schief und alles endet in einem riesengroßen Desaster.Bei "Armored" ist es das Gleiche. Eine Gruppe von eingesessenen Geldtransporter-Fahrern will den eigenen 42 Millionen schweren Transporter klauen und alles als einen Raubüberfall tarnen. Der kürzlich aus dem Iran zurückgekehrte Kriegsveteran Ty Hakkett hat erst, zurecht, große Zweifel an der Sache und will nicht mitmachen. Doch er lebt seit dem Tod seiner Eltern mit seinem kleinen Bruder alleine in dem schuldenüberladenen Haus und er wird indirekt dazu gezwungen, um nicht auf der Straße zu landen. Außerdem versichert ihm sein bester Kumpel Mike, dass alles reibungslos ablaufen wird und keiner verletzt wird, denn es sind ja nur "gute" Leute dabei und keine echten Gangster. Doch es läuft alles gehörig schief und Ty verschanzt sich in einem der Transporter, während ihm seine ach so guten Kollegen an den Kragen wollen. Ihnen bleiben jedoch nur 50 Minuten, denn dann merkt die Zentrale, dass die Transporter nicht an ihrem ursprünglichen Ziel angekommen sind.
Beste Kumpels werden zu Feinden
Während der Anfang des Films noch gefällt und die Freundschaft zwischen den beiden realistisch dargestellt und auch Ty's finanziellen Probleme glaubhaft geschildert werden, ist die zweite Hälfte des Films umso enttäuschender. Mike hat von einem Moment auf den nächsten absolut kein Problem mehr damit, Ty kaltzumachen. Soviel zu besten Kumpels. Der Cast von vielen bekannten und auch guten Schauspielern verspricht viel, kann aber die Erwartungen nicht halten. Columbus Short ist zwar noch relativ unbekannt, stellt jedoch den von Problemen geplagten und "guten" Ex-Soldat solide dar. Matt Dillon macht seine Sache im Prinzip gut, obwohl sein Charakter absolut unglaubwürdige Sachen durchzieht. Laurence Fishburne und Jean Reno spielen ihre leicht idiotischen und schiesswütigen Charaktere glaubwürdig, aber es kommt einfach keine Spannung auf.Fazit
"Armored" hätte mit einem Ensemble dieser Art die Möglichkeit gehabt, ein sehr guter Film zu werden. Am Ende ist es jedoch nur ein durchschnittlicher, konventioneller Action-Thriller ohne überzeugende Überraschungen oder Wendungen.
palle Bilder © Sony
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | Armored |
| Land/Jahr: | USA 2009 |
| Genre: | Thriller |
| Regie: | Nimród Antal |
| Drehbuch: | James V. Simpson |
| Studio: | Sony |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 88 min. |
| Deutschlandstart: | 04.02.2010 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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