Filmkritik zu District 9
Ungeladene Gäste
Vor über 20 Jahren nahmen Außerirdische das erste Mal Kontakt mit der Erde auf, indem ein riesiges Raumschiff in die Atmosphäre eintrat und sich über Johannisburg stationierte. Die Menschen rechneten daraufhin mit einem feindlichen Angriff oder einem gigantischen technologischen Fortschritt. Doch nichts davon trat ein. Stattdessen waren die Kreaturen Flüchtlinge ihres Heimatplaneten und gestrandet, ohne Aussicht auf Zukunft. Während die Nationen der Welt darüber diskutierten, was mit ihnen geschehen soll, wurden sie in einem Notauffanglager interniert – im District9. Jetzt, nach Jahren ergebnisloser Verhandlungen, sind alle Nationen mit ihrer Geduld am Ende.Die Kontrolle über die nicht-menschliche Spezies wird einem privaten Unternehmen übertragen, der Multi-National United. Sie bestimmen und regeln alles, was mit den Aliens zu tun hat oder worauf diese Einfluss nehmen. Der Konzern ist jedoch nicht am Wohl der ungeliebten Besucher interessiert, sondern verfolgt nur ein Ziel: Mit den mächtigen Waffen der Aliens großen Profit zu machen. Um die Menschen in der Umgebung zu schützen wird geplant, die gesamte Horde in ein ca. 200 Kilometer entferntes Lager umzusiedeln. Dabei infiziert sich jedoch in Mitarbeiter, Wikus Van De Merwe, mit einem fatalen Virus.
Erzählweise
Die erste Hälfte des Films wird wie ein Dokumentarfilm eingeleitet, doch nach der Infektion des Mitarbeiters schlägt dies wieder um in die normale Erzählweise eines Spielfilms. Es wird im Verlauf des Films jedoch nicht geklärt, wieso die Aliens sich auf der Erde befinden oder woher sie kommen. Weiterhin beherrschen die meisten Menschen die Aliensprache und andersrum, scheint dies jedoch etwas unrealistisch bei den komplett verschiedenen Arten.Eine Kritik an die großen Wirtschaftsmächte und vor allem an die Waffenindustrie findet sich natürlich auch wieder: Es wird versucht, aus allem Geld zu schlagen, egal wie inhuman oder grausam man auch gegen die eigene Rasse vorgehen muss. Dies resultiert in der Flucht des Mitarbeiters Van De Merwe in das "feindliche Gebiet", dem District 9, denn nur da ist er zumindest vorübergehend sicher. Daraus entwickelt sich ein bitterer Überlebenskampf und ist fast in "Starship Troopers"-Manier mit allerlei platzenden Körperteilen und viel Blut inszeniert, ist jedoch vor allem durch die sehr guten Effekte und durch die ausgezeichnete Darstellung des Hauptdarstellers Sharlto Copley nett anzusehen.
Fazit
"District 9" ist durch den hochgeschraubten Gore-Grad zwar kein Film für die Familie, aber überzeugt durch seine innovative Story mit nur wenig Schwächen und sehr guten Effekten.
palle Bilder © Sony
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | District 9 |
| Land/Jahr: | Neuseeland/Südafrika 2009 |
| Genre: | Science Fiction, Action |
| Regie: | Neill Blomkamp |
| Drehbuch: | Neill Blomkamp, Terri Tatchell |
| Studio: | Sony |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 112 min. |
| Deutschlandstart: | 10.09.2009 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
Produkte
Schauspieler und Rollen
YouTube Videos zu District 9
mehr





