Filmkritik zu Mrs. Doubtfire
Verzweifelter Vater
Der Stimmenimmitator Daniel Hillard führt mit seiner Frau Miranda seit
einigen Jahren eine Ehe, die nur noch augenscheinlich gut funktioniert.
Nachdem er seinen letzten Job verloren hat und "unerlaubt" eine übergroße
Geburtstagsparty für seinen Sohn schmeißt, hat er das Fass zum überlaufen
gebracht und Miranda lässt sich von ihm scheiden.Nicht nur, dass seine Ehe zu Bruch gegangen ist, sondern auch dass das Sorgerecht für seine drei Kinder Miranda zugesprochen wird, macht ihm nun zu schaffen. Er darf sie ab jetzt nur noch einmal die Woche sehen, bis er einige Auflagen des Gerichts erfüllt, sodass die Sorgerechtsverteilung neu beurteilt werden kann.
Das ist für einen Vater, der seine Kinder die letzten 14 Jahre tagtäglich gesehen hat natürlich viel zu wenig. Als er jedoch erfährt, dass seine überforderte Ex-Frau eine Haushälterin per Annonce engagieren will, die sich nun um die Kinder kümmern soll, während sie auf Arbeit ist, heckt er einen Plan aus, denn das ist die Gelegenheit für ihn, seine Kinder häufiger zu sehen. Ein Glück ist sein Bruder Maskenbildner, und so wird Daniel Hillard nach einigen Versuchen zu Mrs. Doubtfire.
Maskerade
Die Idee, Männer in Filmen als Frau zu verkleiden, wie z.B. in Billy Wilders "Manche mögen's heiß" mit Tony Curtis und Jack Lemmon, ist natürlich nicht komplett neu. Neu hingegen in Mrs. Doubtfire ist die Art der Verkleidung, denn diese muss den Umständen entsprechend (lange Ehezeit) natürlich ausgefeilt und einfach perfekt sein. So musste für den Film eine Komplettmaske hergestellt werden, die Robin Williams während des Großteils des Filmdrehs trug, um als Mrs. Doubtfire durchzugehen. Für diese Verwandlung hat der Film 1994 nicht umsonst einen Oscar für bestes Make-Up gewonnen.Die Schauspieler um Williams wie Sally Field oder die drei Kinder Lydia, Chris und Nattie geben eine hervorragende Performance als (obgleich getrennte) Familie ab. Pierce Brosnan als der erfolgreiche Unternehmer, der sich so einige Wortgefechte mit dem neuen Kindermädchen liefert, bringt seinen Part gut herüber.
Fazit
Mrs. Doubtfire ist eine lustige Komödie, mit sowohl guten Dialogen als auch einer tollen schauspielerischen Leistung. Die Story lässt für Actionfans allerdings einige Wünsche übrig. Somit ein Familienfilm für Groß und Klein, .. na eher für Groß mit Klein.
walle Bilder © Fox
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Mrs. Doubtfire |
| Land/Jahr: | USA 1993 |
| Genre: | Komödie |
| Regie: | Chris Columbus |
| Drehbuch: | Randi Mayem Singer, Leslie Dixon, Anne Fine |
| Studio: | Fox |
| FSK: | ab 0 |
| Länge: | 125 min. |
| Deutschlandstart: | 27.01.1994 |
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