Filmkritik zu Verblendung

Verblendung Verblendung
Eine zähe Suche
Als 1966 Harriet Vanger spurlos verschwindet stürzt das ihren Onkel Henrik Vanger in tiefe Trauer. Die Polizei konnte Harriets Leiche nirgends finden und stellt die ganze Familie auf den Kopf. Doch ergebnislos. Henrik bekommt von diesem Jahr an, zu seinem Geburtstag eine getrocknete Blume von Harriets Mörder. Er sammelt alles was mit ihr zu tun hat und entscheidet sich noch ein letztes Mal sie oder ihren Mörder nach über 40 Jahren ausfindig zu machen. Dafür engagiert er den begabten Journalisten Mikael Blomkvist, der sich nun durch Berge von Akten wälzen kann, doch schon bald bekommt er Unterstützung von Lisbeth Salander, einer Hackerin...

Atmosphäre
Durch die lange Spielzeit von zweieinhalb Stunden und die tollen Charaktere, schafft es Verblendung eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Sowohl die Geschichte als auch die Charaktere sind sehr nahe an Stieg Larssons Roman angelehnt. Das Buch verbringt mehr Zeit damit die Familiengeschichte der Vangers genauer zu beleuchten, im Film kann selbstverständlich nicht so tief ins Detail gegangen werden, dennoch wird das wichtigste kompakt erzählt.

Lust auf mehr
Die Hintergrundgeschichten der Hauptcharaktere Mikael und Lisbeth werden nur beiläufig erzählt, sie werden jedoch auch in den Fortsetzungen eine Rolle spielen und noch mehr Tiefgang erhalten. Am Ende des Films möchte man gerne noch mehr über die Charaktere und den Fortgang der Geschichte erfahren, insgesamt ist der Schlussteil ein wenig stark gestaucht, macht somit aber auch Lust auf die nächsten Teile.

klick für SPOILER 
Fazit
Charaktere mit Tiefgang, eine dichte Atmosphäre und eine gute Umsetzung machen den verfilmten Roman "Verblendung" von Stieg Larsson zu einem Genuss für alle Fans von Kriminalfilmen. Die drei Teile der Milleniumreihe sind allesamt abgedreht, daher muss man auch nur bis Februar 2010 warten um "Verdammnis" sehen zu können. /dd

alle Bilder © NFP


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Män som hatar kvinnor
Land/Jahr:Deutschland/Schweden/Großbritannien/Vereinigte Staaten von Amerika 2011
Genre:Thriller 2009
Regie:Niels Arden Oplev
Drehbuch:Nikolaj Arcel, Rasmus Heisterberg, Stieg Larsson
Musik:Jacob Groth
Studio:NFP
FSK:
ab 16
Länge:153 min.
Budget:100,000,000
Deutschlandstart:12.01.2012
Internetseiten:

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Schauspieler und Rollen

Daniel Craig Daniel Craig
als "Mikael Blomkvist"
Stellan Skarsgård Stellan Skarsgård
als "Martin Vanger"
Rooney Mara Rooney Mara
als "Lisbeth Salander"
Robin Wright Robin Wright
als "Erika Berger"
Christopher Plummer Christopher Plummer
als "Henrik Vanger"

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