Filmkritik zu Jud Süss - Film ohne Gewissen

Berlin 1939. Der mittelmäßig erfolgreiche, aus Österreich stammende Schauspieler Ferdinand Marian bekommt direkt von Joseph Goebbels die Rolle des „Jud Süß“ in dem gleichnamigen NS-Propagandafilm angeboten. Die Regie soll Veit Harlan übernehmen. Eine einmalige Karrierechance für Marian. Hin- und hergerissen weigert er sich zunächst, vor allem wegen der Einwände seiner Frau Anna (MARTINA GEDECK) und seiner Befürchtung, danach auf jüdische Rollen festgelegt zu werden. Doch nachdem Minister Goebbels (MORITZ BLEIBTREU) immer stärkeren Druck auf ihn ausübt, willigt er ein. Marian versucht, sich und seiner Frau einzureden, er könne die Rolle so spielen, dass der Titel-Bösewicht zum Sympathieträger würde. Doch selbst diese fromme Absicht macht sich der Film geschickt zunutze – sie steigert am Ende sogar noch dessen Wirkung auf die Massen. Marians Verstrickung in die Folgen dieser genau geplanten filmischen Propagandawaffe ist nicht mehr aufzuhalten.

 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:Jud Süss - Film ohne Gewissen
Land/Jahr:Österreich/Deutschland 2010
Genre:Drama
Regie:Oskar Roehler
Drehbuch:Klaus Richter, Michael Esser, Friedrich Knilli
Studio:Concorde Filmverleih
FSK:
ab 12
Länge:114 min.
Deutschlandstart:23.09.2010
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