Filmkritik zu I'm Still Here

I'm Still Here I'm Still Here
Im Herbst 2008 kündigt der Schauspieler und Golden-Globe-Preisträger Joaquin Phoenix („Walk the Line“) seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft an, um sich als Hip-Hop-Musiker neu zu erfinden. „I'm Still Here“ ist das eindrucksvolle Regiedebüt des Schauspielers Casey Affleck, der das darauf folgende, turbulente Jahr mit der Kamera begleitet und Dinge zeigt, die man so noch nicht gesehen hat: grandios scheiternde Liveauftritte, entsetzte Agenten, irritierte Kollegen, Ben Stiller, der Phoenix zu einer Rolle in „Greenberg“ überreden will, ein grotesker Versuch, P. Diddy als Produzenten zu gewinnen, Phoenix beim Koksen und mit Prostituierten, während seine Haare immer länger werden und sein Körper immer ungepflegter. Ein verdammt komisches Panorama der Entgleisungen, Fehltritte, größerer und kleinerer Schnitzer. Casey Affleck dokumentierte den imaginären Abstieg des Hollywoodstars als bösen Kommentar zu den Fiktionen des Alltags im guten alten Hollywood. Zwei Jahre seiner Karriere hat Joaquin Phoenix für dieses Projekt, in dem von Anfang an alles inszeniert wurde, gewidmet. Zwei Jahre spielte er eine seiner größten Rollen. Der Einsatz hat sich gelohnt.

 

Fakten

Originaltitel:I'm Still Here
Land/Jahr:USA 2010
Genre:Drama,Komödie,Musik
Regie:Casey Affleck
Drehbuch:Casey Affleck, Joaquin Phoenix
Studio:Neue Visionen
Länge:108 min.
Deutschlandstart:11.08.2011

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David Letterman David Letterman
als "Himself"
Antony Langdon Antony Langdon
als "Anton"

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