Filmkritik zu Tyrannosaur - eine Liebesgeschichte
Joseph ist das, was man in England "people with a temper" nennt: ein jähzorniger Pub-Bruder in Feinripp und Jogginghose - im Grunde seines Herzens humorvoll und gerecht, allerdings nie abgeneigt, einen Konflikt handgreiflich auszutragen. Als Joseph nach einem erneuten Wutausbruch nicht weiß wohin, findet er in Hannahs Laden Zuflucht. Sie scheint das exakte Gegenteil von Joseph zu sein: kontrolliert, liebevoll, warmherzig und unerschütterlich in ihrem Glauben an das Gute im Menschen. Vorbehaltlos begegnet die verheiratete Frau aus besseren Verhältnissen dem grobschlächtigen Arbeiter und bringt sein zynisches Weltbild ins Wanken. Und auch wenn Joseph sich anfangs dagegen wehrt, berührt ihn Hannahs selbstlose Art. Sein harter Panzer beginnt ganz langsam zu bröckeln und eine zarte Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden. Als aus Freundschaft aber Zuneigung wird, muss Joseph erkennen, dass der Weg in die Zukunft durch die Untiefen des Lebens führt.
Fakten
| Originaltitel: | Tyrannosaur |
| Land/Jahr: | Großbritannien 2011 |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Paddy Considine |
| Drehbuch: | Paddy Considine |
| Studio: | Kreuzkölln |
| Länge: | 91 min. |
| Deutschlandstart: | 13.10.2011 |
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