Filmkritik zu Happy New Year

Happy New Year Happy New Year Happy New Year
10..9..8..7..6..5..4..3..2..1. Happy New Year!

Eigentlich hätte ich mit 2 stoppen können, weil ich den Film Happy New Year [New Year's Eve] bestimmt nicht mehr als eine 2,5 geben würde.

Happy New Year geht um die Stadt New York während Silvester und folgt viele New Yorkers über den Ablauf des Abends, als ihre Leben sich verflechten.

Wenn man die Schauspieler anschaut, sieht man viele von den größten Stars Hollywood- Glee's Lea Michele, Hilary Swank, Michelle Pfeiffer, Zac Efron, Ashton Kutcher, Katherine Heigl, Sarah Jessica Parker, Robert De Niro, Halle Berry und das ist immer noch nicht die vollständige Liste! Selbst Robert DeNiro oder Halle Berry könnte allerdings diesen Film nicht retten, vielleicht weil sie 6:36 beziehungsweise 5:25 Minuten "screen-time" hatte (Hier ist die komplette "screen-time" Aufteiling). Mit so vielen Stars, die fast alle "Hauptrollen" spielen, ist es so gut wie unmöglich für ein oder zwei Schauspieler eine große Wirkung zu erzielen.

Man findet in Happy New Year nicht nur eine ganze Menge berühmte Schauspieler in Hollywood. Leider findet man auch fast das ganze Repertoire von Hollywood-Klischee. Ein paar Plots: Konflikt zwischen Mutter und jugendlicher Tochter, verborgener Konflikt zwischen Vater und Tochter, unwahrscheinliche Romanze zwischen zwei Menschen, die sich einander zuerst falsch beurteilt haben, sogar ZWEI "bad boys", die sich für die richtigen Frauen reformieren, und und und. Die einzige Geschichte, die ich am Anfang ein kleines Bisschen interessant gefunden habe, war die zwischen Zac Efron und Michelle Pfeiffer, in der ein junger lebenslustiger Kerl die "Bucket List" einer etwas aeltereren, verklemmten Frau in Erfüllung gehen lässt, um Karten zu der größten Silvesterpartys New York City zu bekommen. Ich habe aber schnell bemerkt, dass dieser Briefträger unglaublich viele Ressourcen zur Verfügung hat (und mit Rücksicht darauf, wieso könnte er keine Karten selber bekommen, wenn er offensichtlich so kontaktreich ist?) und soweit als ich es verstanden habe, wird das nie richtig erklärt.

Ganz zu schweigen von dem Themen Vergebung, Liebe, zweite Chancen, und schließlich, ein glücklicher Abschluss für jeden. Diese Themen sind natürlich universal, und wenn sie raffiniert behandelt werden, sind sie richtig rührend. In Happy New Year wird man aber mit der Feststimmung der Silvester ständig über dem Kopf geschlagen.

In dem Abspann werden zwei DVDs von Valentinstag [Valentine's Day] gezeigt. Ach, ja, das stimmt-- wir haben diesen Film vor einem Jahr zum Valentinstag gesehen… zumindest von dem Film erinnere ich mich noch was die Handlung wirklich war. Frag mich nächstes Jahr an was ich mich von Happy New Year noch erinnern kann.

Eine klare Handlung ist natürlich keine Bedingung für einen guten Film. So viele berühmte Schauspieler zu haben-- und damit so viele Figuren/Handlungen irgendwie intergrieren zu müssen-- ist kein Todesurteil. Man muss aber wirklich erfinderisch sein, und hier fehlt es an allen Ecken. Ich habe Tatsächlich... Liebe [Love Actually] in der letzter Zeit schon empfohlen, aber ich nenne den Film trotzdem als ein gutes Beispiel. Der Film hat Alan Rickman, Hugh Grant, Emma Thompson, und Liam Niesen (unter anderem) in den Hauptrollen. Die verschiedene Geschichte sind kreativ und nahtlos integriert (man wird manchmal überrascht davon, wer kennt wen durch wen), und es gibt nicht so unheimlich viele Figuren, dass man kein richtiges Interesse für die Figuren und Handlungen entwicklen kann. Auch eine Verbesserung: die Figuren befinden sich in Situationen, die für erwachsene Menschen wirklich angemessen sind. Es ist keine perfekte Weihnachtsfantasie-- der Film ist tatsächliche eine Komödie, aber trotzdem finden wir einen Man, dessen Frau neulich gestorben ist, eine Frau, deren Mann beinahe eine Affäre hatte, und zwei Menschen, die eine Romanze anfangen nachdem sie sich einander durch einen Job als total nackte "stand-ins" für Schauspieler in Sexszene kennenlernten.

Wer an diesen Filmtrend interessiert ist, dem würde ich auch Pulp Fiction, New York, I Love You, und ernsthaftere Filme wie Babel, Sieben Leben [Seven Pounds], L.A. Crash [Crash], und Magnolia weiterempfehlen. Happy New Year bietet gar nichts neues an.

Fazit
Happy New Year verlässt sich vollkommen auf die Starpower seine riesengroßes Ensemble, aber letztlich stürzt der Film unter dem Gewicht der zahllose Figuren und Handlungen. /dd

alle Bilder © Warner Bros


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:New Year's Eve
Land/Jahr:USA 2011
Genre:Komödie,Romanze
Regie:Garry Marshall
Drehbuch:Katherine Fugate
Studio:Warner Bros
FSK:
ab 0
Länge:118 min.
Deutschlandstart:08.12.2011
Internetseiten:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Robert De Niro Robert De Niro
als "Harry"
Katherine Heigl Katherine Heigl
als "Laura Carrington"
Ashton Kutcher Ashton Kutcher
als "Randy"
Lea Michele Lea Michele
als "Elise"
Zac Efron Zac Efron
als "Paul"
Josh Duhamel Josh Duhamel
als "Sam"
Jessica Biel Jessica Biel
als "Tess"

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