Filmkritik zu Hostel 3

Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas
Man sollte annehmen, dass der Wechsel von den schmierigen, widerlichen Hostels in Osteuropa hinüber in die Stadt der Sünden frischen Wind in die Hostel-Trilogie bringt. Immerhin ist dies ein Ort, an dem alles erlaubt ist, wo die Zeit quasi still zu stehen scheint, die Casinos rund um die Uhr ihre Black-Jack Tische im Gang halten, wo das Rouletterad sich immer weiter dreht und die Wetteinsätze weltweit die größten sind, wo die schönsten Frauen nachts ihre Runden drehen und an jeder Ecke Elvis-Imitatoren und Hochzeitskapellen stehen.

Damit hätte der Film auch eine Hommage an die Stadt werden können – an den perfekten Ort für den Junggesellenabschied, den der zukünftige Bräutigam Scott mit seinen drei Freunden Mike, Justin und Carter feiern möchte. Und durch sein Handlungsschema erinnert Hostel 3 tatsächlich an den Film Hangover – es wird ein Herrenabend mit schwerwiegenden Folgen. Doch dieses Mal ist es nicht der Bräutigam, der den Freunden abhanden geht.

Wie auch in Hangover gehen die Freunde die Geschehnisse des vergangenen Abends noch einmal durch, um herauszufinden, was passiert ist und wo der Freund mitsamt seiner Begleitung abgeblieben ist, mit der man ihn zuletzt sah.

So ist die erste Hälfte des Films ein Versteckspiel mit den Mitgliedern des so genannten Elite Hunting Club. Es entwickelt sich ein Detektivspiel, dessen Ziel darin besteht, herauszufinden wer Bösewicht und wer Opfer ist, wer sich die blutigen Spiele ausdenkt und wer sie veranstaltet. Leider müssen die besonders blutrünstigen Zuschauer etwas warten, bis Sie auf ihre Kosten kommen und ihnen die typische Hostel-Kost vorgesetzt wird.

Gegenstand des Films sind die Folterspiele der gelangweilten „Elite“ des gleichnamigen Hunting Clubs. Diese schließen z. B. Wetten darüber ab, wer mit welchen Worten um Gnade bettelt, wer mit welchen Instrumenten gefoltert und umgebracht wird, und wie lange es dauert, bis eines der Opfer aufhört, sich zu wehren.

Wenn man einige Szenen, die im Übrigen an die Splatterfilme der 60er Jahre erinnern, einmal ausnimmt, fließt in diesem Teil nicht besonders viel Blut. Der Ekelfaktor ist niedriger, und die Folterszenen werden nicht allzu detailliert gezeigt.

Es ist fast ein Horror-Action-Krimi-Liebesfilm, dessen Happy End vor allem die romantischer veranlagten Zuschauer erfreuen dürfte.

Trotz der eher schwächeren Gewalt- und Folterdarstellungen regt die Frage danach, wer denn nun der eigentliche Bösewicht hinter den Killerspielen ist, die Zuschauer zum mitdenken und mitraten an.

Fazit
Trotzdem wäre es für die Protagonisten wohl besser gewesen, einfach Zuhause zu bleiben, in den Online-Casinos sein Glück zu versuchen und sich den Verlockungen von Las Vegas gar nicht erst hinzugeben? /dd

alle Bilder © Sony Pictures


Cinefreaks Wertung:


 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:Hostel: Part III
Land/Jahr:USA 2011
Genre:Thriller, Horror
Regie:Scott Spiegel
Drehbuch:Michael D. Weiss, Eli Roth
Studio:Sony Pictures
FSK:
ab 18
Länge:88 min.

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