Filmkritik zu Short Cut to Hollywood
Shortcut to death
Johannes Selinger, Mattias Welbinger und Christian Hannawald sind schon seit der Kindheit sehr gute Freunde und haben außer ihrem Hobby zur Musik nichts großartiges vorzuweisen im Leben, und selbst damit läuft es eher schlecht als recht. Johannes fasst einen Entschluss und will in die USA und unter seiner neuen Identität John F. Salinger einen Film drehen, wie es ihn noch nie gegeben hat. Mit seinen beiden Freunden reist er an die Ostküste und opfert vor laufender Kamera einen Körperteil nach dem anderen, um an Berühmtheit zu gelangen. Der Tod soll das Ziel sein...Die ersten Minuten des Films verlaufen etwas im Sand und man denkt, man sitzt in einem schlechten Musical-Film. Doch sobald die wahre Richtung sich darstellt, ist man von der Story verblüfft und entsetzt zugleich. In Deutschland zu nichts gebracht zu haben, aber ohne jegliches richtiges Talent zu Ruhm zu kommen, das ist nur in den USA möglich. Denn da ist die Medienmaschine um einiges größer und "Freaks" werden akzeptiert.
Auf seinem Weg zu den letzten Operationen lernt John die hübsche und junge Shannon kennen, welche ihm erneut den Spaß und die Freude im Leben zeigt. Dies führt zu Zweifeln in John's Denken, ob sein eingeschlagener Weg der richtige ist, doch der Medienrummel ist bereits zu groß. Es gibt keinen Ausweg mehr vor dem sicheren Tod.
Der "Muxmäuschenstill"-Macher Jan Henrik Stahlberg hat mit "Short Cut to Hollywood" einen aggressiven Film entworfen, welcher die Medienhysterie heutzutage, und vor allem in den USA, aufs Korn nimmt. Sein Charakter ist ab der zweiten Hälfte des Films vulgär und nimmt kein Blatt vor den Mund, denn er hat ja nichts mehr zu verlieren und ist ohnehin schon ein Star. Und das radikale und erwartete, aber trotzdem überraschende Ende setzt ein dickes Tüpfelchen auf den ohnehin schon sehr starken I-Strich.
Fazit
"Short Cut to Hollywood" ist ein erfrischender Film, der mit seiner innovativen Story und direkten Erzählweise zum Nachdenken anregt.
palle Bilder © Senator
Cinefreaks Wertung:
IMDB Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | Short Cut to Hollywood |
| Land/Jahr: | Deutschland 2009 |
| Genre: | Komödie |
| Regie: | Marcus Mittermeier, Jan Henrik Stahlberg |
| Drehbuch: | Jan Henrik Stahlberg |
| Musik: | Rainer Oleak |
| Studio: | Senator |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 94 min. |
| Deutschlandstart: | 24.09.2009 |
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