Filmkritik zu Alien vs. Predator

Die Jagd ist eröffnet!

Der Film beginnt damit, dass ein Satellit in der Antarktis eine Wärmequelle ausfindig macht, die aus dem nichts zu kommen scheint. Dann finden Experten heraus, dass es sich um eine unterirdische Pyramide handelt, die sehr alt sein muss. Woher allerdings die Wärme kommt, weiß immer noch keiner, aber das ist für den todkranken Milliardär Charles Weyland kein Grund, die Pyramide nicht erobern zu wollen. Also trommelt er kurzerhand ein Team voller Spezialisten zusammen, mit denen er sich auf die Reise machen will, um sich geschichtlich unsterblich zu machen, denn dieser große Pyramidenkomplex weist sowohl ägyptische, kambodschanische als auch aztekische architektonische Merkmale auf. Unter der Leitung der hübschen Expeditionsexpertin Alexa Woods begibt sich die Crew auf die Reise.

Als die Crew in der Antarktis ankommt, finden sie schon ein großes Loch vor, was direkt durch das 700 Meter dicke Eis zu der Pyramide führt. Die Tatsache, dass da vor 24 Stunden kein Loch war und dass keine Maschine der Welt so schnell ein so großes Loch bohren kann, hält die Crew immer noch nicht ab, in die Pyramide herabzusteigen. Sie gehen wohl nach dem Motto vor: "Probieren geht über studieren." Den Lohn für ihre Unvorsichtigkeit sollen sie bald bekommen...

Sie steigen also in die Pyramide herab und finden sich ziemlich schnell zurecht, dank der exzellenten Sprachexperten im Team. So haben sie bald die ganze Pyramide erkundschaftet und ein Teil der Gruppe kommt auch in die sogenannte "Opferungskammer". Die Crew kann damit noch nichts anfangen und weiß nur soviel, dass früher hier Menschen geopfert wurden, damit die Jagd beginnen konnte. Aber wer wen jagt, das ist noch ungewiss. Doch als sich bald die Türen verschließen und große, schleimige Alieneier in den Raum transportiert werden, wird den Menschen langsam klar, welche Rolle sie in dieser Pyramide spielen.

Die Pyramide wurde vor Tausenden Jahren unter der Anleitung von den Predators gebaut, damit diese dort ihren Spaß haben und Aliens jagen konnten. Die Menschen sahen die außerirdischen Wesen natürlich als Götter an und opferten sich selbst. Sie wurden zu Wirten für Aliens, die dann aus ihrem Körper "schlüpften" und die Pyramide unsicher machten. Ein paar junge Predator jagen dann diese Aliens und werden so zu erfahreneren Jägern. Wenn sie sie denn überlebten, denn ohne ihre Waffen waren auch für Predators die Aliens eine ziemliche Bedrohung.




Dieses Ritual findet alle 100 Jahre statt und nun ist wieder die Zeit gekommen, um die Jagd zu eröffnen. Wer diesmal den Kampf gewinnt, und ob vielleicht sogar ein paar Menschen das Gemetzel überleben, das sollte man sich selbst anschauen.
Fazit
So wie vor kurzem die Comicverfilmung Mode war, bricht wohl nun die Zeit der Filme an, in denen man bekannte Filmmonster aufeinanderhetzt, um so Geld in die Kassen zu bekommen. Ein gutes Beispiel dafür ist "Freddy vs. Jason". Zwei altbekannte Horrorwesen treffen aufeinander und das Schlachten beginnt. Der Film war erfolgreich, also wieso nicht nochmal versuchen? Das dachte sich bestimmt Paul Anderson, als er den Film plante.

Der Film hat mit den Kult-Vorgängern eigentlich nur soviel gemeinsam, dass die beiden Figuren darin vorkommen. Mehr leider nicht. Die Handlung ist leider mies, man hat zwar versucht, durch ein paar Zwischensequenzen alles ein bisschen interessanter zu gestalten, aber das ist viel zu kurz gekommen. Die Crew hat so gut wie keinen Charakter und reißt einen nicht vom Hocker.

Es gibt auch ein paar Fehler im Film. Z.B. als den Experten die virtuelle Pyramide zum ersten mal gezeigt wird, erkennt einer der Experten sofort, dass dort 3 verschiedene Kulturen enthalten sind - und das anhand einer groben Skizze. Oder was die "Brützeit" der Alienparasiten im menschlichen Körper angeht... In diesem Film schlüpfen die Aliens schon nach einer halben Stunde und sind nach etwa der gleichen Zeit auch voll ausgewachsen. Im originalen Alien Film dauert der ganze Prozess etwa 2-3 Tage. Aber davon sehen wir mal ab.

Die schwache Handlung und die paar Fehler bedeuten aber nicht, dass man an dem Film keinen Spaß hat - im Gegenteil. Ein paar Kampfszenen sind gut gemacht und die Figuren der beiden Monster sind gut designt. Für Fans der Alien und Predator Filme ist dieser Film ein Muss, und für die, die einfach mal einen ausgelassen Abend im Kino verbringen wollen, ist dieser Film gut. Für alle, die auf tiefgründigere Story stehen und die diesem Genre schon im vornherein nichts abgewinnnen können, ist der Film nichts. /pp

alle Bilder © Fox


Cinefreaks Wertung:


 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:Alien vs. Predator
Land/Jahr:USA 2004
Genre:Action, Horror
Regie:Paul W.S. Anderson
Drehbuch:Shane Salerno
Studio:Fox
FSK:
ab 16
Länge:101 min.
Budget:0
Deutschlandstart:04.11.2004
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  
Script zum Film:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Sanaa Lathan Sanaa Lathan
als "Alexa Woods"
Raoul Bova Raoul Bova
als "Sebastian de Rosa"
Lance Henriksen Lance Henriksen
als "Charles Bishop Weyland"
Ewen Bremner Ewen Bremner
als "Graeme Miller"
Tommy Flanagan Tommy Flanagan
als "Mark Verheiden"
Joseph Rye Joseph Rye
als "Joe Connors"
Carsten Norgaard Carsten Norgaard
als "Rusten Quinn"

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