Filmkritik zu Wie sehr liebst du mich?

Wie sehr liebst du mich? Wie sehr liebst du mich? Wie sehr liebst du mich?
Ein unmoralisches Angebot
Francois, ein unscheinbarer Büroarbeiter, hat im Lotto gewonnen und möchte sich jetzt damit seine Einsamkeit wegkaufen. Dazu stattet er dem örtlichen Freudenhaus einen Besuch ab und unterhält sich mit der hübschen Daniela, welche normalerweise für 150€ in der Stunde zu haben ist. Francois bietet ihr jedoch an, mit ihm für 100.000€ pro Monat zusammenzuleben, bis sein komplettes Geld verbraucht ist. Sie willigt, ohne groß zu überlegen ein, doch ob die beiden da so einen guten Deal gemacht haben ist fraglich, denn mit Francois' Herzproblemen und Daniela's Zuhälter hat der jeweilige Partner nicht gerechnet. Außerdem ist Daniela nunmal eine Prostituierte und ob sie es lange mit dem stinknormalen Büromenschen aushält, ist fraglich.

Hin und Her
Daniela nimmt Francois Angebot an, doch schon nach wenigen Tagen hält sie es nicht mehr aus und kehrt wieder in ihr gewohntes Milieu und zu ihrem Zuhälter, gespielt von Gérard Depardieu, zurück. Kurz darauf entscheidet sie es sich jedoch wieder anders und kehrt wieder zu Francois zurück. Dieses Spielchen geht einige Male so, bis Daniela sich ihre Liebe zu Francois zugesteht und endgültig bei ihm bleibt. Dieses hin und her langweilt den Zuschauer nur noch mehr und bringt den Film nicht vorwärts. Die gesellschaftskritische Satire jedoch ist aus "Wie sehr liebst du mich?" deutlich herauszulesen, denn Francois und Daniele passen in jeder Hinsicht überhaupt nicht zusammen, Daniela verliebt sich schlussendlich trotzdem in ihn.

Der leichte Hauch von schwarzem Humor tut dem Film ganz gut, doch die merkwürdigen surrealen Szenen, die immer wieder im Film vorkommen, erzeugen eher eine verwirrende Wirkung, denn man weiß nicht genau, ob diese Szene nun "echt" passiert ist oder irgendeine Art Traum oder Imagination ist. Bernard Campan gibt als Francois eine eher beschränkte Rolle zur Schau, denn viel mehr ist aus einem Loser, der sich eine Hure erkauft, auch nicht herauszuholen. Monica Bellucci verdreht hauptsächlich mit ihren ausladenden Oberweite den Männern den Kopf, als viel zu schauspielern. Es gibt Momente, wo sie emotional ist, doch größtenteils spielt sie eher das gehorchende Mädchen. Gérard Depardieu gibt folglicherweise immer noch die beste Darstellung. Auch wenn seine Rolle viel kleiner ist, hat sein Charakter mehr Tiefe und Humor als Francois und Daniela zusammen.

Fazit
Nicht sehenswert, doch wer französische Filme mag, über französischen Humor lachen kann und sich von den Schwächen des Films nicht stören lässt, der kann mal eine Ausnahme machen. /pp

alle Bilder © Concorde


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Combien tu m'aimes?
Land/Jahr:Frankreich 2005
Genre:Komödie
Regie:Bertrand Blier
Drehbuch:Bertrand Blier
Studio:Concorde
FSK:
ab 12
Länge:94 min.
Deutschlandstart:31.08.2006
Internetseiten:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Monica Bellucci Monica Bellucci
als "Daniela"
Bernard Campan Bernard Campan
als "Francois"
Gérard Depardieu Gérard Depardieu
als "Charlie"
Edouard Baer Edouard Baer
als "Eduoard"

Verbindungen

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