Filmkritik zu Exorzist: Der Anfang
Besessene sind gelenkig
Am Ende des 2. Weltkrieges ist Pater Lankaster Merry in seinem Glauben gebrochen und hat Gott aufgrund der unmenschlichen Verbrechen abgeschworen. Er hat in Oxford Archäologie studiert und reist nach Kairo, wo er gleich wieder als Berater für eine Ausgrabung einer uralten Kirche in Kenia angeheuert wird. Dort haben die Briten Stellung genommen und hoffen, eine uralte Reliquie zu finden.
Doch in dieser Gegend stimmt irgendwas nicht. Menschenfressende Hyänen treiben ihr Unwesen und die Arbeiter haben Angst davor, in die Kirche weiter vorzudringen. Pater Merry jedoch will es genau wissen und dringt tiefer in die Kirche ein, bis er in einem Grab einen geheimen Gang entdeckt. Dieser führt in eine unterirdische Kultstätte, wo Dämonen angebetet und Menschenopfer erbracht wurden.
Mittlerweile ist an der Ausgrabungsstätte Panik ausgebrochen. Nachdem schon etliche Arbeiter auf mysteriöse Weise ums Leben kamen oder verrückt wurden, fürchten die Briten einen Aufstand der Kenianer und beordern Soldatentrupps, um die Lage zu sichern. Doch das bewirkt genau das Gegenteil, denn nun spitzt sich die Lage immer mehr zu. In dem kleinen Jungen Joseph soll sich aufgrund von mehreren Anzeichen der Dämon Pazuzu manifestiert haben und nun wollen die Eingeborenen ihn und somit das Böse in ihm töten. Pater Merry und Pater Francis wollen den Jungen an den einzig sicheren Ort bringen, die Kirche. Denn da trauen sich die Eingeborenen ja nicht rein und somit wär Joseph zumindest theoretisch in Sicherheit. Doch was Pater Merry da erwartet, kann er sich zu dem Augenblick noch gar nicht vorstellen.
Hintergrund
Die Ereignisse, die sich vor der eigentlichen Produktion des Films abspielten, sind fast unterhaltender als der eigentliche Film. Kurz vor dem Drehstart des Films sagten der Regisseur John Frankenheimer, der inzwischen schon verstorben ist, und der Schauspieler Liam Neeson aus unbekannten Gründen ab. Nun musste Ersatz gefunden werden und man entschied sich für Paul Schrader als Regisseur und für den Schweden Stellan Skarsgard als Pater Merrin. Für ein Budget von 30.000.000$ drehte Schrader den Film und somit konnte der Film eigentlich gezeigt werden.
Doch nach der Ansicht des Produzenten James S. Robinson war viel zu wenig Action und Gewalt im Film und so entschied man sich für den Grobschlächter Renny Harlin, der für weitere 50.000.000$ eine komplette Neufassung des Films drehte. Paul Schrader wurde natürlich gekündigt.
Zum Glück konnte Schrader durchsetzen, dass seine Version des Films, die bei weitem mehr auf die psychologischen Aspekte des Films eingeht, demnächst auf DVD erscheinen wird.
Doch nun zum eigentlichen Film. Das Drehbuch ist mittelmäßig und nur ein weiterer Versuch der Hollywoodproduzenten, mit einem schon ausgelutschten Thema immer noch ein paar Dollar herauszuquetschen. Die Atmosphäre ist einigermaßen gut gelungen und es gibt auch Schockeffekte, die gut, aber leider zu oft vorhersehbar sind.
Die Geschichte des Pater Merrin ist zwar sehr gut ausgebaut und hintergründig erklärt, aber es stellt sich die Frage, ob es interessant ist, wenn man zum x-ten Mal die Nazis als Buhmänner hinstellt. Die Polin Izabella Scorupco macht auch sprichwörtlich eine gute Figur im Film als Dr. Sarah Novack und harmoniert mit Pater Merry, der von Stellan Skarsgard sehr gut verkörpert wird.
Leider kommt das Ende viel zu schnell und unspektakulär, denn die kurzen Szenen, in denen es um den eigentlichen Exorzismus geht, sind die einzigen, die den Zuschauer erschrecken und das Fürchten lehren. Sonst kann der Film in dem Hauptstrang keine richtige Spannung aufbauen und billige CGI-Effekte, wie etwa das an ein mittelmäßiges PC-Spiel erinnernde Kairo am Anfang, sind für die Atmosphäre nicht sehr produktiv.
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Am Ende des 2. Weltkrieges ist Pater Lankaster Merry in seinem Glauben gebrochen und hat Gott aufgrund der unmenschlichen Verbrechen abgeschworen. Er hat in Oxford Archäologie studiert und reist nach Kairo, wo er gleich wieder als Berater für eine Ausgrabung einer uralten Kirche in Kenia angeheuert wird. Dort haben die Briten Stellung genommen und hoffen, eine uralte Reliquie zu finden.
Doch in dieser Gegend stimmt irgendwas nicht. Menschenfressende Hyänen treiben ihr Unwesen und die Arbeiter haben Angst davor, in die Kirche weiter vorzudringen. Pater Merry jedoch will es genau wissen und dringt tiefer in die Kirche ein, bis er in einem Grab einen geheimen Gang entdeckt. Dieser führt in eine unterirdische Kultstätte, wo Dämonen angebetet und Menschenopfer erbracht wurden.
Mittlerweile ist an der Ausgrabungsstätte Panik ausgebrochen. Nachdem schon etliche Arbeiter auf mysteriöse Weise ums Leben kamen oder verrückt wurden, fürchten die Briten einen Aufstand der Kenianer und beordern Soldatentrupps, um die Lage zu sichern. Doch das bewirkt genau das Gegenteil, denn nun spitzt sich die Lage immer mehr zu. In dem kleinen Jungen Joseph soll sich aufgrund von mehreren Anzeichen der Dämon Pazuzu manifestiert haben und nun wollen die Eingeborenen ihn und somit das Böse in ihm töten. Pater Merry und Pater Francis wollen den Jungen an den einzig sicheren Ort bringen, die Kirche. Denn da trauen sich die Eingeborenen ja nicht rein und somit wär Joseph zumindest theoretisch in Sicherheit. Doch was Pater Merry da erwartet, kann er sich zu dem Augenblick noch gar nicht vorstellen.
Hintergrund
Die Ereignisse, die sich vor der eigentlichen Produktion des Films abspielten, sind fast unterhaltender als der eigentliche Film. Kurz vor dem Drehstart des Films sagten der Regisseur John Frankenheimer, der inzwischen schon verstorben ist, und der Schauspieler Liam Neeson aus unbekannten Gründen ab. Nun musste Ersatz gefunden werden und man entschied sich für Paul Schrader als Regisseur und für den Schweden Stellan Skarsgard als Pater Merrin. Für ein Budget von 30.000.000$ drehte Schrader den Film und somit konnte der Film eigentlich gezeigt werden.
Doch nach der Ansicht des Produzenten James S. Robinson war viel zu wenig Action und Gewalt im Film und so entschied man sich für den Grobschlächter Renny Harlin, der für weitere 50.000.000$ eine komplette Neufassung des Films drehte. Paul Schrader wurde natürlich gekündigt.
Zum Glück konnte Schrader durchsetzen, dass seine Version des Films, die bei weitem mehr auf die psychologischen Aspekte des Films eingeht, demnächst auf DVD erscheinen wird.
Doch nun zum eigentlichen Film. Das Drehbuch ist mittelmäßig und nur ein weiterer Versuch der Hollywoodproduzenten, mit einem schon ausgelutschten Thema immer noch ein paar Dollar herauszuquetschen. Die Atmosphäre ist einigermaßen gut gelungen und es gibt auch Schockeffekte, die gut, aber leider zu oft vorhersehbar sind.
Die Geschichte des Pater Merrin ist zwar sehr gut ausgebaut und hintergründig erklärt, aber es stellt sich die Frage, ob es interessant ist, wenn man zum x-ten Mal die Nazis als Buhmänner hinstellt. Die Polin Izabella Scorupco macht auch sprichwörtlich eine gute Figur im Film als Dr. Sarah Novack und harmoniert mit Pater Merry, der von Stellan Skarsgard sehr gut verkörpert wird.
Leider kommt das Ende viel zu schnell und unspektakulär, denn die kurzen Szenen, in denen es um den eigentlichen Exorzismus geht, sind die einzigen, die den Zuschauer erschrecken und das Fürchten lehren. Sonst kann der Film in dem Hauptstrang keine richtige Spannung aufbauen und billige CGI-Effekte, wie etwa das an ein mittelmäßiges PC-Spiel erinnernde Kairo am Anfang, sind für die Atmosphäre nicht sehr produktiv.
Fazit
Ein mittelmäßiger Horrorfilm, der den Zuschauer nur in ein paar ausgewählten Szenen durch Schock- und Schreckeffekte mitnimmt, sonst aber nichts herausragendes leistet. Kommt nicht annähernd an das Niveau des Originals heran.
palle Bilder © Warner
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Exorcist: The Beginning |
| Land/Jahr: | USA 2004 |
| Genre: | Horror |
| Regie: | Renny Harlin |
| Drehbuch: | Alexi Hawley |
| Musik: | Trevor Rabin |
| Studio: | Warner |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 113 min. |
| Budget: | 0 |
| Deutschlandstart: | 18.11.2004 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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