Filmkritik zu I, Robot

Revolution der Roboter
Gesetz Nr. 1

Ein Robot darf keinem Menschen Schaden zufügen oder darf zulassen, dass einem Menschen Schaden zugefügt wird.

Gesetz Nr. 2

Ein Robot muss den Befehlen der Menschen Folge leisten, es sei denn, dies führt zu einem Konflikt mit der ersten Regel.

Gesetz Nr. 3

Ein Robot muss seine eigene Existenz schützen, es sei denn, dies würde das erste oder zweite Gesetz der Robotik verletzen.


Wir befinden uns im Jahre 2035 und die Menschheit hat in Sachen Technik einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Roboter, die den 3 Gesetzen unterliegen und ihnen ohne Ausnahme gehorchen müssen, erledigen den Großteil der Arbeit der Menschen.
Sie sind für die Menschheit ungefährlich, sehen fast wie Menschen aus und sind aus dem alltäglichen Leben fast nicht mehr wegzudenken.
Doch einer steht ihnen misstrauisch gegenüber. Es ist Detective Del Spooner, gespielt von Will Smith, der den Maschinen nicht vertraut und ihnen gegenüber einen Groll hegt. Er versteht die anderen Menschen nicht, dass sie so sorglos mit den Maschinen umgehen und macht sich damit auf dem Revier und überall anders keine Freunde.
Eines Tages wird der Erfinder der Robots, Dr. Alfred Lenning, tot in der Empfangshalle von der Robot-Firma USR aufgefunden und ein von ihm hinterlassenes Hologramm verlangt nach Spooner. Alles sieht nach Selbstmord aus und keiner bis auf Spooner ist einer anderen Meinung. Spooner kann aus dem Gespräch mit dem Hologramm vorerst keine Schlüsse ziehen und es kommen Fragen auf, die Spooner die Überzeugung gibt, dass Dr. Lenning keinen Selbstmord beging.

Zusammen mit der Roboterpsychologin Dr. Susan Calvin (Bridget Moynahan) untersuchen sie das Labor des Dr. Lenning, aus dem er sich offensichtlich in den Tod gestürzt haben soll. Bei der Untersuchung werden sie beide von einem NS 5 angegriffen, der neuesten Robotermarke, die demnächst die gesamte Welt revolutionieren und die alten NS 4 ablösen soll. Es ist offensichtlich, dass dieser Roboter nicht den 3 Gesetzen unterliegt und hält ihn für den Mörder. Der Roboter flüchtet, wird jedoch bald darauf gefangen genommen.
Keiner will Detective Spooner seinen Verdacht glauben, da noch nie auf der Welt ein Verbrechen von Robotern begangen wurde.

Bei der Verhörung des Roboters stellt Spooner einige interessante Sachen fest. Z.B., dass Sonny, so nennt sich der Roboter selbst, Träume und Emotionen hat. Doch bevor er weiteres herausfinden kann, kommt der Chef von USR, Robertson und holt den Roboter ab. Denn wenn die Öffentlichkeit erfahren würde, dass seine Roboter nicht sicher sind, könnte er sein Geschäft schließen. Also entschließt er sich, den Roboter als Fehlproduktion abzustempeln und zu zerstören.

Spooner ist überzeugt, dass der Tod von Dr. Lenning nur der Anfang einer Fährte ist, die ihn schließlich zur Lösung des Falls führen wird und dass Robertson ihm etwas verheimlicht. Bei der Untersuchung von Sonny fallen Dr. Susan Calvin äußerst schockierende Sachen auf, die Spooner nach und nach zu dem Ergebnis führen, dass Sonny der Schlüssel zu der Auflösung des Geheimnisses ist, z.B. dass Sonny nicht den 3 Gesetzen unterlegen ist.

Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn Tausende NS 5 sind schon an die Bevölkerung verkauft wurden und selbst Spooner's Oma, die ihm immer leckeren Süßkartoffelkuchen bäckt, hat sich einen NS 5 zugelegt.
Wie schon erwähnt wurde, hat Sonny Träume. In einem dieser Träume geht es um eine Revolution der Roboter und dieser Traum führt Spooner zu einem Lagerplatz, wo die alten NS 4 gelagert werden. Dabei muss er zusehen, wie die NS 5 die alten NS 4 zerstören. Er kann mit seinem "altmodischen" Motorrad flüchten und informiert sein Revier, doch in diesem Augenblick stürmen weitere NS 5 die Polizeistation und nehmen die Polizisten gefangen.



Irgendjemand steckt hinter der Sache und will die Weltbeherrschung an sich reißen. Ist es Roberston, der Chef von USR... oder doch jemand anderes?

Analyse

Die Geschichte basiert auf einem Roman von Isaac Asimov und beginnt zunächst ruhig und unauffällig, doch nach und nach wird die riesige Verzweigung hinter der ganzen Sache sichtbar und die Handlung gewinnt viel mehr Hintergrund, als zunächst erwartet.
Es wird geklärt, warum Detective Spooner einen Groll gegen alle Roboter hegt, denn dieser kommt nicht von ungefähr, sondern hat mit seiner schmerzlichen Vergangenheit zu tun. Auch Sonny's Gefühle nehmen immer neue Gestalten an und überraschen den Zuschauer.

Der Film gibt einem auch in der Art zu denken, dass man über die Technisierung der Menschheit nachdenkt. Ist es wirklich gut, wenn man total von den Maschinen abhängig ist? Und wenn schon so viel Technik im Spiel ist, muss aber die totalle Kontrolle immer noch bei den Menschen sein. Im Film gibt es einen riesigen Hauptcomputer, der die Roboter ständig mit neuen Treibern versorgt und so deren Handlungen steuert. Was dabei herauskommt, sieht man im Film. Die Folgen sind nicht abzusehen, wenn man einer so hoch entwickelten künstlichen Intelligenz freien Lauf lässt und dieses Thema wird im Film klar angesprochen.

Die Special Effects des Films haben es wirklich in sich und die Roboter, allen voran Sonny, wirken beängstigend real. Die Actionszenen sind sehr aufregend und zeigen Szenen, wie sie es so noch nie vorher im Kino gab. Ein besonderes Augenmerk sollte auf das Auto von Spooner geworfen werden, ein Audi der Zukunft. Er ähnelt der äußeren Optik einem Audi TT, doch er fährt nicht auf Rädern, sondern auf Kugeln und erreicht so atemberaubende Geschwindigkeiten, von denen heutige Rennwagen nur träumen.

Cast
Will Smith beweist in diesem Film mal wieder, dass er sehr große schauspielerische Fähigkeiten hat und diese auch extrem gut ausspielen kann. Seine Sprüche sind erste Klasse (I'm allergic to bullshit), er spielt den missverstandenen und verletzten Polizisten sehr gut und er hat für den Film sehr hart trainiert, was beim ersten Blick sofort auffällt, wenn man ihn aus seinen jüngeren Tagen aus "Der Prinz von Bel Air" kennt.



Bridget Moynahan, welche man vielleicht aus dem Film "Coyote Ugly" kennt, bringt in diesem Film eine gute Leistung. Nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Sie spielt die intelligente Roboterpsychologin Dr. Susan Calvin von US Robotics und lernt Detective Spooner kurz nach Anfang des Films kennen und hilft ihm im Verlauf des Films, die widerspenstigen Roboter zur Strecke zu bringen.




Alan Tudyk war die Vorlage für das Gesicht von Sonny und übernimmt in der Originalfassung des Films dessen Synchronisierung.

Bruce Greenwood spielt den Boss von US Robotics und hat dem Anschein nach etwas zu verbergen. Er ist bereits der reichste Mann der Welt, doch er will seine Macht noch weiter ausbauen und Bruce Greenwood passt sehr gut in die dunkle Rolle des geheimnisvollen Firmenchefs.





James Cromwell, welcher die Rolle des Bosses von Spooner übernimmt, leistet auch volle Arbeit. Für ihn geht Spooners Paranoia zu weit und schließlich suspendiert er ihn vom Dienst. Doch seine anfängliche Skepsis verfliegt rasch, als die Roboter die Oberhand übernehmen.




Fazit
I, Robot ist auf jeden Fall ein sehenswerter Film, denn der Mix aus Action, Humor und Spannung ist fast perfekt. Die Roboter sind, wie schon gesagt, wunderbar animiert und wirken total lebensecht. Es ist auch nicht wie in den meisten Filmen eine Liebesbeziehung zwischen den beiden Hauptpersonen, Spooner und Dr. Calvin, dem Publikum aufgezwungen worden, welche die Handlung nur unnötig beladen hätte und sowieso nicht gepasst hätte. Der Ausflug in die Zukunft in Chicago war sehr interessant und aufschlussreich, außerdem nicht realitätsfern, denn ich denke, dass die Technik in 30 Jahren einen großen Sprung nach vorne gemacht haben wird.

Das etwas offene Ende lässt dem Publikum die Freiheit, sich eigene Gedanken über die Roboter und die Zukunft, die uns bevorstehen wird, zu machen. /pp

alle Bilder © Fox


Cinefreaks Wertung:


 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:I, Robot
Land/Jahr:USA 2004
Genre:Science Fiction, Action
Regie:Alex Proyas
Drehbuch:Jeff Vintar, Akive Goldsman
Musik:Marco Beltrami
Studio:Fox
FSK:
ab 12
Länge:117 min.
Budget:0
Deutschlandstart:05.08.2004
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  
Script zum Film:

Produkte

Schauspieler und Rollen

James Cromwell James Cromwell
als "Dr. Alfred Lanning"
Alan Tudyk Alan Tudyk
als "Sonny"
Bridget Moynahan Bridget Moynahan
als "Susan Calvin"
Will Smith Will Smith
als "Del Spooner"
Bruce Greenwood Bruce Greenwood
als "Lawrence Robertson"

Verbindungen

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