Filmkritik zu Monster

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Aileen Wuornos wurde am 29.02.1956 in Michigan, USA geboren. Sie wurde als siebenjährige zum ersten mal vergewaltigt, und war seit dem 13. Lebensjahr eine Prostituierte. Mitte der 80er verübt diese Frau eine Mordserie und tötet 7 Männer. Ja, wir reden hier von einer realen Person, die Anlass für mehrere Filme war. "Aileen Wuornos: The Selling of a Serial Killer" (1992), "Aileen: Life and Death of a Serial Killer" (2003) und "Overkill: The Aileen Wuornos Story" (1992) diese Filme wurden schon von dieser realen Gestalt inspiriert. Aileen hatte eine schreckliche Kindheit und als Sie am Tiefpunkt Ihres Lebens angelangt ist, kurz vorm Selbstmord, lernt Sie ein Mädchen kennen und versucht ein allerletztes mal geliebt zu werden.
Hier setzt die Story im Film ein. Aileen, gespielt von Charlize Theron trifft Selby (Christina Ricci) und verliebt sich in Sie. Sie überredet das unerfahrene naive Mädchen mit Ihr durchzubrennen und einfach nur Spass zu haben, aber als Sie dann merken, dass das Geld knapp wird geht Aileen wieder anschaffen. Ihr letzter Freier hätte Sie beinahe umgebracht, doch Sie kann sich befreien und erschießt Ihn aus Notwehr. Aileen möchte nun für Selby sorgen und versucht einen anständigen Job zu bekommen, was mangels Ihrer beruflichen Erfahrung, die praktisch nicht vorhanden ist, nicht möglich war. Da aber nun trotzdem Geld ran musste, blieb Ihr wieder nur der Strich übrig. Angewidert und verängstigt von Ihrem letzten "Kunden", den Sie erschossen hatte, nimmt Sie nun eine Pistole mit auf Ihre nächtlichen Touren - und erschießt Ihre Freier um Ihnen das komplette Geld und den Wagen zu stehlen. Eine Weile lang geht das für Sie gut, aber irgendwann muss mal was schiefgehen...


Die Schauspieler sind alle gut, aber vor allem Charlize Theron spielt so unglaublich wirklichkeitsnah und gibt der Person von Aileen Wuornos so viel Tiefe, dass man als Zuschauer kaum besser in den Bann und die Psyche dieser Frau hineingezogen werden könnte.

Der Dreh

Die Drehorte sind so weit es ging Original gehalten, also an den Plätzen, an den auch die echte Aileen einst Ein und Aus ging. Bevor Aileen Wuornos im Jahr 2002 mit einer Giftspritze hingerichtet wurde, saß Sie 12 Jahre lang im Todestrakt und schrieb unzählige Briefe. Diese wurden von der Drehbuchschreiberin Patty Jerkins und von Charlize Theron ausgiebig studiert, um ein besseres Bild vom Wesen Aileens zu bekommen.
Fazit
Der Film hat eine interessante Hintergrundgeschichte, basiert auf einer wahren Begebenheit und die Schauspieler sind große Klasse. Warum trotzdem nur 6.5 Punkte? Die Geschichte wiederholt sich, ist weitestgehend vorraussehbar und baut nur wenig Spannung auf. Die Konzentration liegt eher auf der Darstellung der Psyche von Aileen. /dd

alle Bilder © 3L


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Monster
Land/Jahr:USA/Deutschland 2003
Genre:Drama
Regie:Patty Jenkins
Drehbuch:Patty Jenkins
Musik:BT
Studio:3L
FSK:
ab 16
Länge:110 min.
Budget:0
Awards/Preise:61. Golden Globe für Charlize Theron als Beste Darstellerin (Drama)
54. Internationale Filmfestspiele in Berlin: Silberner Löwe für beste Darstellerin an Charlize Theron
76. Oscar-Verleihung:Oscar für die beste Hauptdarstellerin Charlize Theron
Deutschlandstart:15.04.2004
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Schauspieler und Rollen

Charlize Theron Charlize Theron
als "Aileen Wuornos"
Christina Ricci Christina Ricci
als "Selby Wall"
Bruce Dern Bruce Dern
als "Thomas"
Scott Wilson Scott Wilson
als "Horton, letzter Freier"
Pruitt Taylor Vince Pruitt Taylor Vince
als "Gene, stotternder Freier"
Lee Tergesen Lee Tergesen
als "Vincent Corey"
Annie Corley Annie Corley
als "Donna Tentler"

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