Filmkritik zu Apocalypto
Eine Zivilisation vor dem Untergang
Im 15. Jahrhundert lebt Pranke des Jaguars friedlich mit seinem Stamm auf der Halbinsel Yucatan im Einklang mit der Natur. Eines Tages wird sein Stamm jedoch von den kriegerischen Holcane unter der Führung von Leitwolf überfallen und die meisten Dorfbewohner gefangen genommen und versklavt. Pranke des Jaguars erleidet das gleiche Schicksal, doch er kann seine Frau und sein Kind in einem Erdloch verstecken, aus dem sie ohne fremde Hilfe jedoch nicht wieder herauskommen. Die Gefangenen werden von den Holcane zu einer Stadt aus Stein gebracht, bei der sie für ihren Gott geopfert werden sollen. Pranke des Jaguars kann jedoch bei einem grausamen Spiel der Holcane entkommen, indem er den Sohn von Leitwolf tötet. Nun wird er, auf dem Weg zurück zu seiner Familie, von einem von Wut und Rachegelüsten getriebenen Leitwolf gejagt.
Regiearbeit
Mel Gibson interessierte sich schon immer für epische Themen, was man an Filmen wie "Braveheart", "Die Passion Christi" oder nun "Apocalypto" sehen kann. Er suchte Rat und erweiterte sein Wissen zu der Maya-Kultur bei dem Archäologen Dr. Richard Hanson, welcher sich intensiv mit dieser beschäftigt. In nur zweieinhalb Jahren entstandt von der ersten Seite des Drehbuches bis zur endgültigen Kinofassung der fertige Film. Die Arbeit, die in diesem Film steckt, ist jedoch deutlich zu sehen und die handwerkliche Umsetzung von "Apocalypto" kann sich sehen lassen. Allein die Maske und die Kostüme des Films sind außerordentlich und die atemberaubende Kulisse des mexikanischen Urwalds verstärkt den visuellen Eindruck des Films.
Schauspieler & Kamera
Da ausschließlich Laiendarsteller aus der mexikanischen Bevölkerung engagiert wurden, kann man nicht mit außergewöhnlichen charakterischen Leistungen rechnen. Sie bestechen eher durch ihre physischen Leistungen und ihre Natürlichkeit wirkt sich auf den Film nur positiv aus. Des weiteren passt Rudy Youngblood sehr gut in die Rolle des sorgenden Familienvaters, welcher über sich hinauswächst und auf die Probe gestellt wird. Die besondere Kamerafahrt von Dean Semler reiht sich passend in die temporeiche Verfolgungsjagd ein und unterstreicht den Realismus.
So exzeptional die Action und Kamerafahrten auch sein mögen, was man "Apocalypto" vorwerfen kann ist, dass man die Story und besonders das Auftauchen der Spanier besser und ausführlicher hätte gestalten können. Außerdem fehlt dem Zuschauer der Zusammenhang, wieso die Holcane-Krieger derartige Dinge machen und was ihre Hintergründe und ihr Ursprung sind.
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Im 15. Jahrhundert lebt Pranke des Jaguars friedlich mit seinem Stamm auf der Halbinsel Yucatan im Einklang mit der Natur. Eines Tages wird sein Stamm jedoch von den kriegerischen Holcane unter der Führung von Leitwolf überfallen und die meisten Dorfbewohner gefangen genommen und versklavt. Pranke des Jaguars erleidet das gleiche Schicksal, doch er kann seine Frau und sein Kind in einem Erdloch verstecken, aus dem sie ohne fremde Hilfe jedoch nicht wieder herauskommen. Die Gefangenen werden von den Holcane zu einer Stadt aus Stein gebracht, bei der sie für ihren Gott geopfert werden sollen. Pranke des Jaguars kann jedoch bei einem grausamen Spiel der Holcane entkommen, indem er den Sohn von Leitwolf tötet. Nun wird er, auf dem Weg zurück zu seiner Familie, von einem von Wut und Rachegelüsten getriebenen Leitwolf gejagt.
Regiearbeit
Mel Gibson interessierte sich schon immer für epische Themen, was man an Filmen wie "Braveheart", "Die Passion Christi" oder nun "Apocalypto" sehen kann. Er suchte Rat und erweiterte sein Wissen zu der Maya-Kultur bei dem Archäologen Dr. Richard Hanson, welcher sich intensiv mit dieser beschäftigt. In nur zweieinhalb Jahren entstandt von der ersten Seite des Drehbuches bis zur endgültigen Kinofassung der fertige Film. Die Arbeit, die in diesem Film steckt, ist jedoch deutlich zu sehen und die handwerkliche Umsetzung von "Apocalypto" kann sich sehen lassen. Allein die Maske und die Kostüme des Films sind außerordentlich und die atemberaubende Kulisse des mexikanischen Urwalds verstärkt den visuellen Eindruck des Films.
Schauspieler & Kamera
Da ausschließlich Laiendarsteller aus der mexikanischen Bevölkerung engagiert wurden, kann man nicht mit außergewöhnlichen charakterischen Leistungen rechnen. Sie bestechen eher durch ihre physischen Leistungen und ihre Natürlichkeit wirkt sich auf den Film nur positiv aus. Des weiteren passt Rudy Youngblood sehr gut in die Rolle des sorgenden Familienvaters, welcher über sich hinauswächst und auf die Probe gestellt wird. Die besondere Kamerafahrt von Dean Semler reiht sich passend in die temporeiche Verfolgungsjagd ein und unterstreicht den Realismus.
So exzeptional die Action und Kamerafahrten auch sein mögen, was man "Apocalypto" vorwerfen kann ist, dass man die Story und besonders das Auftauchen der Spanier besser und ausführlicher hätte gestalten können. Außerdem fehlt dem Zuschauer der Zusammenhang, wieso die Holcane-Krieger derartige Dinge machen und was ihre Hintergründe und ihr Ursprung sind.
Fazit
"Apocalypto" ist wahrscheinlich kein Film für die breite Masse. Gnadenlos brutal, zeigt er den Realismus und die altbekannte Regel "Der Schwächere verliert", fasziniert aber auch durch eine atemberaubende Optik und gute Action.
palle Bilder © Constantin
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | Apocalypto |
| Land/Jahr: | USA 2006 |
| Genre: | Drama, Action |
| Regie: | Mel Gibson |
| Drehbuch: | Mel Gibson, Farhad Safinia |
| Musik: | James Horner |
| Studio: | Constantin |
| FSK: | ab 18 |
| Länge: | 138 min. |
| Deutschlandstart: | 14.12.2006 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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