Filmkritik zu Shopgirl

Zusammen ist man weniger allein
Mirabelle lebt in Los Angeles. Dort führt sie ein ziemlich einsames Leben, geht zur Arbeit, verkauft dort (bei Saks Fifth Avenue) in ihrer Abteilung Damenhandschuhe, knüpft hin und wieder Kontakte, alles in allem jedoch kein sehr erfüllender bzw. spannender Tagesablauf. Und so sagt sie einer Verabredung mit dem recht verschrobenen Jeremy, den sie in einem Waschsalon kennenlernt, relativ schnell zu. Jeremy ist zwar liebenswert aber ziemlich unbeholfen, was Verabredungen angeht und so wird dieses Date zum wohl schlechtesten Date in der Geschichte der schlechten Dates.
Bald darauf wird Mirabelle von einem älteren Mann auf eine sehr eigentümliche Weise zum Essen eingeladen. Ray Porter, (erfolg)reicher und charmanter Mitfünfziger, macht auf den ersten Blick als der mysteriöse Unbekannte einen faszinierenden Eindruck. Nach ein paar Verabredungen macht Ray Mirabelle klar, dass er nichts festes sondern lediglich eine Bettbeziehung möchte. Mirabelle kommt mit dieser Situation vorerst noch zurecht, macht sich jedoch ständig unerfüllte Hoffnungen, dass doch mehr daraus werden könnte, was immer mal wieder für Spannungen zwischen den beiden sorgt.
Jeremy, währenddessen auf Tournée mit einer Band, lernt einiges dazu, wie man mit Frauen umgehen sollte und verwandelt sich charakterlich zum Besseren.

Jason Schwartzman als der durchgeknallte und recht unsoziale Jeremy passt richtig gut in seine Rolle. Die Eigenarten kommen sehr gut zum Vorschein, die auch noch nach der zwischenzeitlichen Pause von Mirabelle durchschimmern.
Der Film hat ab und an auch mal witzige Momente zu bieten, vorwiegend durch Situationskomik, die vor allem durch Jeremys Handlungsweise entsteht.
Claire Danes, die spätestens seit Romeo & Julia mit Leonardo DiCaprio bekannt sein dürfte, spielt hier die einsame Mirabelle mit ihren vielen Facetten sehr gut. Sowie Steve Martin, der Buch und Screenplay schrieb, passt in die Rolle des wohlhabenden, aufrichtigen, etwas älteren jedoch unsensiblen und stückweit egozentrischen Manns wie kaum ein anderer.
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Fazit
Unter dem Titel Shopgirl kann man sich im ersten Augenblick keinen besonders tiefsinnigen Film vorstellen. Jedoch täuscht dieser erste Eindruck, Shopgirl bietet eine recht ausgefeilte Story, die Schauspieler sind zudem hervorragend, und die Kameraführung fängt die emotionalen Momente in wirklich schönen Bildern ein. Die musikalische Untermalung tut ihr Übriges. Vielleicht nicht ganz so gut wie Lost in Translation, jedoch absolut sehenswert. /ww

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Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Shopgirl
Land/Jahr:USA 2005
Genre:Drama, Romantik
Regie:Anand Tucker
Drehbuch:Steve Martin
Musik:Barrington Pheloung
FSK:
ab 0
Länge:99 min.
Internetseiten:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Steve Martin Steve Martin
als "Ray Porter"
Claire Danes Claire Danes
als "Mirabelle"
Jason Schwartzman Jason Schwartzman
als "Jeremy"
Bridgette Wilson Bridgette Wilson
als "Lisa Cramer"
Clyde Kusatsu Clyde Kusatsu
als "Mr. Agasa"
Sam Bottoms Sam Bottoms
als "Dan Buttersfield"
Frances Conroy Frances Conroy
als "Catherine Buttersfield"

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