Filmkritik zu Der gute Deutsche
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Kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges ist Berlin
Schauplatz von großen Verhandlungen der Besatzungsmächte,
die in Potsdam zusammentreffen, um über die Aufteilung der
deutschen Gebiete zu verhandeln.Zu diesen Gesprächen kommt auch der Reporter Jack Geismer angereist, der früher schon einmal in Berlin wohnte. Als Fahrer wird ihm Tully zur Seite gestellt, der unter anderem auch befugt ist, zwischen den Besatzungs-Zonen zu wechseln, und so schmuggelt Tully öfters Güter auf die jeweils andere Seite, und wird dafür natürlich auch gut entlohnt.
Ein besonderes Interesse haben beide Weltmächte daran, deutsche Wissenschaftler für sich zu gewinnen und für ihre Zwecke arbeiten zu lassen. Wissenschaftler, die vormals für Nazideutschland arbeiteten. Ein solcher ist der Raketentechniker Franz Bettmann, den die Alliierten in Berlin versteckt halten, bis sie seinen Assistenten Emil Brandt gefunden haben, ohne den Bettmann Deutschland nicht verlassen möchte.
Zufällig ist Tullys momentane Freundin Lena Brandt die "Ex-Frau" von Bettmanns Assistent Emil Brandt. Auch Jack kennt Lena von früher ...und das nicht nur flüchtig.
Wer war gerade noch mal der gute Deutsche?
Tully ist nach außen hin ein netter Mensch, vielleicht sogar
etwas einfältig, was allerdings nur der Fassade dient, im
Innern ist er schon recht skrupellos und denkt nur an sich,
was Jack später auch herausfinden wird.
Ebenso Jacks Ex-Freundin Lena, die, wie er selber zu berichten weiß, jeden für sich manipulieren kann, ohne dass derjenige es merkt.
Über mehrere Ecken werden Gerüchte aufgenommen und detektivisch verfolgt. Nur langsam bekommt der Zuschauer die ganze Wahrheit hinter den Machenschaften der agierenden Personen mit. Stets aus der Sicht von Jack Geismer, der von George Clooney wirklich gut gespielt wird. Tobey Maguire, obwohl gut geschauspielert, passt meiner Meinung nach einfach nicht ganz in die Rolle eines hinterhältigen Tully.
Steven Soderbergh zeigt mit diesem Thriller eine Geschichte über die Anfänge des kalten Krieges, die erste Zwistigkeiten und Wettkämpfe zwischen den Großmächten zeigt.
Der Film ist zudem komplett in Schwarz-Weiß gehalten, und erinnert damit an ältere Hollywood Erfolge aus den 40ern und 50ern, wie zum Beispiel "Casablanca".
Vielleicht sollte man sich den Film auch in der Originalsprache anschauen, denn durch die Übersetzung geht hier mit Sicherheit ein Teil des Flairs verloren.
Fazit
Nach dem Roman "In den Ruinen von Berlin" von Joseph Kanon erzählt
"Der gute Deutsche" eine durchweg spannende Geschichte über einen
Reporter, der nach Berlin kam, um über die Potsdamer Konferenz
zu berichten, jedoch mitten in die verstrickten Machenschaften der
beiden Großmächte um einen Raketentechniker kommt. Nicht so sehr als Historienfilm, sondern mehr für Kriminalfans zu empfehlen.
walle Bilder © Warner
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | The Good German |
| Land/Jahr: | USA 2006 |
| Genre: | Drama, Thriller |
| Regie: | Steven Soderbergh |
| Drehbuch: | Paul Attanasio, Joseph Kanon |
| Studio: | Warner |
| FSK: | ab 16 |
| Body Count: | 3 |
| Deutschlandstart: | 01.03.2007 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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