Filmkritik zu Der Fluch der goldenen Blume

Der Fluch der goldenen Blume Der Fluch der goldenen Blume Der Fluch der goldenen Blume
Fluch der Langeweile

In Fluch der goldenen Blume geht es um die familiären Verhältnisse des Kaiserpaars Ende des ersten Jahrtausends im Palast der Tang Dynastie. Der Kaiser kehrt mit seinem Sohn Prinz Jai zu seiner Kaiserin und seinen anderen Söhnen zurück. Das Verhältnis zwischen dem Kaiserpaar ist nicht besonders herzlich, im Gegenteil der Kaiser lässt seine Frau heimlich, heimtückisch und langsam vergiften. Als diese sich immer schlechter fühlt kommt sie hinter die grausigen Absichten ihres Mannes und zettelt ein Komplott gegen den mächtigen Herrscher an...



Eintönig

Los geht es damit, dass der Film ca. eine halbe Stunde braucht um überhaupt klar zu machen was die Handlung sein soll. Nach kurzer Einführung der wenigen relevanten Charaktere wiederholen sich die Handlungen ständig ohne dass sich der Handlungsbogen aufspannen würde. Hinzu kommt, dass 90% des Films in dem zugegebenermaßen prächtig in Szene gesetzten Palast spielen, besser gesagt in zwei bis drei Zimmern davon. Normalerweise kann diese Art der Ortsgebundenheit zu einer intensiven Atmosphäre führen, dass aber auch nur dann wenn die Charaktere interessant genug dafür sind und die Dialoge entsprechend bedacht gewählt. Beides können die Mitglieder der Kaiserfamilie leider nicht bieten.

Stereotypen

Wie bereits erwähnt sind die Charaktere, da auch nicht intensiv genug dargestellt, sehr profilarm und somit uninteressant. Es gibt einen mächtigen Herrscher der scheinbar unbesiegbar ist und immer eine Weisheit parat hat, die Kaiserin die verbitterte Intrigen schmiedet und die Söhne die mehr oder weniger nur Spielbälle im Machtkampf der Eltern darstellen.

Optik

Einen Pluspunkt kann der Film in Sachen Optik bieten. Die Sets sind mit riesigem Detailreichtum ausgestattet, kaum ein Film kann mit dem Farbreichtum der Zimmer und Gänge des Tangpalastes mithalten. Problem ist, dass die Sets sich ständig wiederholen und damit an Eindrucksstärke verlieren.
Die Kampfszenen bieten sehr gute visuelle Effekte wobei kein einziges Element an die von "House of flying daggers" heranreicht. Auch aus martial art Sicht gibt es millionen Filme die mehr zu bieten haben.

Fazit
Was neben prächtiger Optik bleibt ist eine langweilige Handlung die sich mit den profillosen Charakteren abmüht und sich nur mit ein paar Kampfszenen am Ende des Films noch rechtfertigen kann.
In Sachen Intrigen, Verrat und ganz besonders Kampfszenen ist "House of flying daggers" definitiv die bessere Wahl. /dd

alle Bilder © Tobis


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Man cheng jin dai huang jin jia
Land/Jahr:China 2006
Genre:Action
Regie:Zhang Yimou
Drehbuch:Zhang Yimou, Wu Nan, Bian Zhihong
Studio:Tobis
Länge:114 min.
Deutschlandstart:26.04.2007
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

Produkte

Schauspieler und Rollen

Chow Yun-Fat Chow Yun-Fat
als "Kaiser Ping"
Gong Li Gong Li
als "Kaiserin Phoenix"
Jay Chou Jay Chou
als "Prinz Jai"
Ye Liu Ye Liu
als "Kronprinz Wan"
Dahong Ni Dahong Ni
als "Kaiserlicher Berater Jiang"
Junjie Qin Junjie Qin
als "Prinz Yu"
Man Li Man Li
als "Jiang Chan"

Verbindungen

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