Filmkritik zu Inland Empire
Story
Nikki Grace ist Schauspielerin und bekommt eine große, neue Rolle in dem Film "Ins Licht einer finsteren Zukunft" zugeschrieben, die sie wieder unter die Top Stars bringen kann. Was sie nicht weiß ist, dass der Film ein Remake eines früheren Filmes ist, der nicht beendet werden konnte, da beide Hauptprotagonisten während des Drehs ermordet wurden. Ursprünglich entstammt die Story einer polnischen Geschichte und hieß "47". Es scheint so etwas wie ein Fluch darauf zu liegen, denn schon die vorigen Schauspieler, die sonst nichts miteinander zu tun hatten, verlieben sich während des Drehs. So geschieht es auch dieses Mal. Nikki, die verheiratet ist, durchlebt ab dem ersten Szenendurchlauf eine Odyssee durch ihre Vergangenheit, die Vergangenheit ihrer Eltern, und ihrer eigenen Zukunft.
"Es ist als hätte mir jemand ins Gehirn gepisst"
Dies ist nicht nur ein Zitat aus dem Film, sondern auch ein Gefühl des Zuschauers, während er sich den Film anschaut. Mit meist erdrückenden Nahaufnahmen von den agierenden Personen schafft es Lynch, dass der Zuschauer sich unwohl fühlt. Man wartet Zeit des Films auf eine Schlüsselszene, die dem Ganzen doch endlich einen Sinn geben möge. Allerdings vergebens, weil vermutlich jede Szene für sich eine Schlüsselszene ist. Inland Empire ist wie ein Gemälde, das man sich in einer Galerie anschaut. Bei Gemälden versucht der Künstler dem Rezipienten eine Nachricht zu übermitteln, die individuell ausfallen kann. Bei Inland Empire scheint das genauso der Fall zu sein, es gibt nicht "die Message", sondern es sollte jeder seine eigenen Schlüsse aus dem Gesehenen, bzw. Gezeigten ziehen.
Laura Dern, die schon in Jurrassic Park 1 eine gute Darbietung als Paläonthologin gab, übernimmt in Inland Empire die Hauptrolle der Nikki Grace. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, die viel schauspielerisches Können abverlangt, welches Dern ohne Zweifel hat.
Man sollte dennoch David Lynch Filme mögen .. nein sollte sie vielleicht sogar lieben, so scheint es. Man sollte auf ein mögliches Durcheinander gefasst sein, wenn man sich die Mühe macht und seine Zeit in einen solchen Lynch-Film investiert. Um das mal eben festzuhalten, tut sich da eine kleine Utopie auf, denn man müsste sich, um den Film zu verstehen, jede "Sequenz" einzeln anschauen, und danach sich die Zeit nehmen und die Szene analysieren und in ein bestimmtes Verhältnis zu den anderen setzen. Jedoch beträgt die Spielfilmlänge an sich schon fast 3 (DREI!!) Stunden, was es also nervenraubenderweise unmöglich macht den Film komplett zu verstehen.
Wie im Lynch-Film Mullholland Drive wird auch diesmal eine wichtige Szene nicht ausgelassen: Die Schauspieler spielen selber eine Schauspielrolle. Bei dieser ist die Spannung zwischen den Protagonisten wahrlich zum greifen nah und filmisch wirklich wertvoll. Im Gegensatz aber zu Mullholland Drive fehlt Inland Empire eine gesamtheitliche, aufbauende Story, die sich wünschenswerter Weise über mindestens eine Stunde hingezogen hätte. So baut der Film gewisse Szenenfragmente mit Eseln ein, die sich in einem Wohnzimmer befinden und bei einem gewöhnlichen Satz Lacher, wie in einer Sitcom, ernten. Diese Szene, so wie andere auch, tritt immer mal wieder im Verlauf des Films auf, und ist, soviel kann verraten werden, noch nicht einmal die am meisten verwirrende.
w
Nikki Grace ist Schauspielerin und bekommt eine große, neue Rolle in dem Film "Ins Licht einer finsteren Zukunft" zugeschrieben, die sie wieder unter die Top Stars bringen kann. Was sie nicht weiß ist, dass der Film ein Remake eines früheren Filmes ist, der nicht beendet werden konnte, da beide Hauptprotagonisten während des Drehs ermordet wurden. Ursprünglich entstammt die Story einer polnischen Geschichte und hieß "47". Es scheint so etwas wie ein Fluch darauf zu liegen, denn schon die vorigen Schauspieler, die sonst nichts miteinander zu tun hatten, verlieben sich während des Drehs. So geschieht es auch dieses Mal. Nikki, die verheiratet ist, durchlebt ab dem ersten Szenendurchlauf eine Odyssee durch ihre Vergangenheit, die Vergangenheit ihrer Eltern, und ihrer eigenen Zukunft.
"Es ist als hätte mir jemand ins Gehirn gepisst"
Dies ist nicht nur ein Zitat aus dem Film, sondern auch ein Gefühl des Zuschauers, während er sich den Film anschaut. Mit meist erdrückenden Nahaufnahmen von den agierenden Personen schafft es Lynch, dass der Zuschauer sich unwohl fühlt. Man wartet Zeit des Films auf eine Schlüsselszene, die dem Ganzen doch endlich einen Sinn geben möge. Allerdings vergebens, weil vermutlich jede Szene für sich eine Schlüsselszene ist. Inland Empire ist wie ein Gemälde, das man sich in einer Galerie anschaut. Bei Gemälden versucht der Künstler dem Rezipienten eine Nachricht zu übermitteln, die individuell ausfallen kann. Bei Inland Empire scheint das genauso der Fall zu sein, es gibt nicht "die Message", sondern es sollte jeder seine eigenen Schlüsse aus dem Gesehenen, bzw. Gezeigten ziehen.
Laura Dern, die schon in Jurrassic Park 1 eine gute Darbietung als Paläonthologin gab, übernimmt in Inland Empire die Hauptrolle der Nikki Grace. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, die viel schauspielerisches Können abverlangt, welches Dern ohne Zweifel hat.
Man sollte dennoch David Lynch Filme mögen .. nein sollte sie vielleicht sogar lieben, so scheint es. Man sollte auf ein mögliches Durcheinander gefasst sein, wenn man sich die Mühe macht und seine Zeit in einen solchen Lynch-Film investiert. Um das mal eben festzuhalten, tut sich da eine kleine Utopie auf, denn man müsste sich, um den Film zu verstehen, jede "Sequenz" einzeln anschauen, und danach sich die Zeit nehmen und die Szene analysieren und in ein bestimmtes Verhältnis zu den anderen setzen. Jedoch beträgt die Spielfilmlänge an sich schon fast 3 (DREI!!) Stunden, was es also nervenraubenderweise unmöglich macht den Film komplett zu verstehen.
Wie im Lynch-Film Mullholland Drive wird auch diesmal eine wichtige Szene nicht ausgelassen: Die Schauspieler spielen selber eine Schauspielrolle. Bei dieser ist die Spannung zwischen den Protagonisten wahrlich zum greifen nah und filmisch wirklich wertvoll. Im Gegensatz aber zu Mullholland Drive fehlt Inland Empire eine gesamtheitliche, aufbauende Story, die sich wünschenswerter Weise über mindestens eine Stunde hingezogen hätte. So baut der Film gewisse Szenenfragmente mit Eseln ein, die sich in einem Wohnzimmer befinden und bei einem gewöhnlichen Satz Lacher, wie in einer Sitcom, ernten. Diese Szene, so wie andere auch, tritt immer mal wieder im Verlauf des Films auf, und ist, soviel kann verraten werden, noch nicht einmal die am meisten verwirrende.
Fazit
Ein Film, der zu den filmischen Meisterwerken 2007 gehört, den man aber deshalb nicht gleich in seine Top-List aufnehmen muss. Undurchsichtig, Verwirrend, zu langatmig, nicht sehenswert solange man nicht Lynchfan oder Filmstudent ist.
walle Bilder © Concorde
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Inland Empire |
| Land/Jahr: | USA/Polen/Frankreich 2006 |
| Genre: | Drama, Mystery |
| Regie: | David Lynch |
| Drehbuch: | David Lynch |
| Studio: | Concorde |
| Länge: | 172 min. |
| Deutschlandstart: | 26.04.2007 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): |
Produkte
Schauspieler und Rollen
YouTube Videos zu Inland Empire
mehr









