Filmkritik zu 2:37

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Highschool Unsozial

Das Leben in der Pubertätsphase ist schon hart. In einem spielen die Hormone verrückt und bringen die Gefühlswelt gehörig durcheinander. So ergeht es 6 Schülern in Australien, die auf dieselbe High School gehen. Zwar scheint es, als haben diese anfangs wenig miteinander zu tun, allerdings wirken sie doch gegenseitig über 1 bis 2 Ecken aufeinander ein. Auch auf dieser Schule gibt es Gruppen: die Fußballstars; Cheerleader -die hübschen, aufgetakelten Bulimikerinnen also-; und zu guter letzt die Freaks. Da wäre Steven, der sich aufgrund eines angeborenen und chirurgisch nicht zu behebenen Harnproblems öfters am Tag einstrullert, und deswegen auch ordentlich von allen, besonders aber den coolen Typen der Schule, aufgezogen wird.
So wie Luke, der durchtrainierte Supersportler der Schule, der, obwohl er eine Liebesbeziehung mit seiner Freundin Sarah führt, eher auf Männer steht, dies aber schön für sich behält.
Im Gegensatz zu dem Außenseiter Sean, ein Kiffer, dem alles egal zu sein scheint, und der seine schwulen Neigungen offen kund tut, und am liebsten mit Luke zusammen Hand in Hand durch die Gegend laufen würde.

Nur ein normaler Tag

Die Endhandlung an den Anfang gestellt, und mit diversen Zwischenszenen in Form von Kommentaren der Schüler versehen, die, in einem Schwarz/Weiß-Stil gehalten wie ein Verhör wirken, bietet der Film erstmal eine gute Abwechslung. Womit wir auch schon beim Titel wären, denn "2:37" ist die Uhrzeit, in der einer, der gerade erwähnten Schüler stirbt. Mit einem gut gelungenen Filmaufbau gelingt es Thalluri, diesen Tag an der High School aus verschiedenen, individuellen Perspektiven der Schüler zu zeigen, und sowohl jeden einzelnen Handlungsablauf als auch die Überschneidungen aufzuzeigen.
Eifersucht, Liebe, Homosexualität, Feigheit, Verachtung, Selbstmordgedanken - und alles das, was bei Teenagern an einer High School noch so eine Rolle spielt, verbirgt sich auch in diesem Film hinter jedem einzelnen Charakter. Größtenteils ist die schauspielerische Leistung der australischen Jungdarsteller gut, die Veranschaulichung jedes Ereignisses aus der Perspektive jeder Figur ist eine nachvollziehbare Wahl des Filmaufbaus, obgleich sich dadurch natürlich einiges in der Story doppelt und es womöglich dem einen oder anderen schnell langweilig werden kann.

Fazit
Ein etwas melodramatischer aber dennoch gut gelungener Film über Teenager, die alle ihre eigenen Probleme haben, und auch in einer noch so perfekten Schule sich nicht aufeinander einlassen und daran zugrunde gehen. Sehenswert auch für Eltern, die noch nie verstanden haben, was in ihren Kindern vorgeht. /ww

alle Bilder © Senator


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:2:37
Land/Jahr:Australien 2006
Genre:Drama
Regie:Murali K. Thalluri
Drehbuch:Murali K. Thalluri
Musik:Mark Tschanz
Studio:Senator
Länge:95 min.
Deutschlandstart:19.07.2007
Internetseiten:

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Schauspieler und Rollen

Michael Griffin Michael Griffin
als "Hausmeister"
Dominic Pedlar Dominic Pedlar
als "Beratungslehrer"
Chris Olver Chris Olver
als "Tom"
Xavier Samuel Xavier Samuel
als "Theo"
Gary Sweet Gary Sweet
als "Mr. Darcy"
Sarah Hudson Sarah Hudson
als "Julie"

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