Filmkritik zu Slumming
Der Titel
Das Wort bezeichnet hier sowohl einen Nachmittagsvertreib in Spielehallen und Kneipen in den eher heruntergekommenen Vierteln, als auch einfach Leuten auf die Nerven zu gehen, indem man nahe neben ihnen herläuft und dessen Leben lauthals analysiert. Insbesondere bezeichnet es aber einfach nur rumgammeln und mit seinem Leben nichts anzufangen. Genau diese Dinge sind die Lieblingsbeschäftigungen der beiden Wiener Jugendlichen Alex und Sebastian. Der eine Politikstudent kurz vor dem Examen, der andere ein eingebildeter, selbstsicherer, und nicht zuletzt reicher Taugenichts. Diese beiden scheren sich um Nichts und Niemanden, sondern wollen einfach nur Spaß haben. Bis dieser Spaß Sebastian eines Nachts dazu verleitet, einen besoffenen Obdachlosen in sein Auto zu laden und ihn schnurstracks in den nächstgelegensten Ort namens Znaim hinter der tschechischen Grenze zu fahren.
"Was isn da loous?"
Fragte er, während er seinen eigenen Augen nicht mehr trauen konnte, nachdem er am nächsten Tag am Znaimer Bahnhof aufwachte. Ab hier beginnt für Kallmann, der seines Zeichens ein an der Gesellschaft gescheiteter Dichter ist und zu allem Überfluss auch noch gänzlich dem übermäßigen Alkoholkonsum verfallen, eine Zeit der Selbstfindung. Dies geschieht über eindrucksvolle Bilder durch die verschneite Landschaft Tschechiens, auf dem Weg zurück in seine Heimat Österreich.
Währenddessen hat Sebastian die Lehrerin Pia kennengelernt, die ihn ganz besonders zu reizen scheint, und konnte mit ihr einige schöne Augenblicke verleben. Bis, ja bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Tschechiengeschichte ans Tageslicht kommt. Angewidert von der puren Idee des hinterhältigen Streichs, versucht Pia zusammen mit einer Freundin Kallmann in Tschechien aufzusuchen und zu retten.
Die schauspielerische Umsetzung aller Personen lässt wirklich nicht viel zu wünschen übrig. Autor und Regisseur Glawogger schafft es, die Eigenschaften, die die einzelnen Charaktere unterscheidet, dem Zuschauer nicht nur plump vor die Füße zu werfen, sondern mit sehr viel Liebe zum Detail nahe zu bringen.
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Das Wort bezeichnet hier sowohl einen Nachmittagsvertreib in Spielehallen und Kneipen in den eher heruntergekommenen Vierteln, als auch einfach Leuten auf die Nerven zu gehen, indem man nahe neben ihnen herläuft und dessen Leben lauthals analysiert. Insbesondere bezeichnet es aber einfach nur rumgammeln und mit seinem Leben nichts anzufangen. Genau diese Dinge sind die Lieblingsbeschäftigungen der beiden Wiener Jugendlichen Alex und Sebastian. Der eine Politikstudent kurz vor dem Examen, der andere ein eingebildeter, selbstsicherer, und nicht zuletzt reicher Taugenichts. Diese beiden scheren sich um Nichts und Niemanden, sondern wollen einfach nur Spaß haben. Bis dieser Spaß Sebastian eines Nachts dazu verleitet, einen besoffenen Obdachlosen in sein Auto zu laden und ihn schnurstracks in den nächstgelegensten Ort namens Znaim hinter der tschechischen Grenze zu fahren.
"Was isn da loous?"
Fragte er, während er seinen eigenen Augen nicht mehr trauen konnte, nachdem er am nächsten Tag am Znaimer Bahnhof aufwachte. Ab hier beginnt für Kallmann, der seines Zeichens ein an der Gesellschaft gescheiteter Dichter ist und zu allem Überfluss auch noch gänzlich dem übermäßigen Alkoholkonsum verfallen, eine Zeit der Selbstfindung. Dies geschieht über eindrucksvolle Bilder durch die verschneite Landschaft Tschechiens, auf dem Weg zurück in seine Heimat Österreich.
Währenddessen hat Sebastian die Lehrerin Pia kennengelernt, die ihn ganz besonders zu reizen scheint, und konnte mit ihr einige schöne Augenblicke verleben. Bis, ja bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Tschechiengeschichte ans Tageslicht kommt. Angewidert von der puren Idee des hinterhältigen Streichs, versucht Pia zusammen mit einer Freundin Kallmann in Tschechien aufzusuchen und zu retten.
Die schauspielerische Umsetzung aller Personen lässt wirklich nicht viel zu wünschen übrig. Autor und Regisseur Glawogger schafft es, die Eigenschaften, die die einzelnen Charaktere unterscheidet, dem Zuschauer nicht nur plump vor die Füße zu werfen, sondern mit sehr viel Liebe zum Detail nahe zu bringen.
Fazit
Slumming ist ein teilweise amüsanter teilweise traurig anmutender Film über verschiedene Schicksale und wie sie aufeinander einwirken. Zu empfehlen für jeden der Fan von nachdenklichem Kino und etwas anspruchsvolleren Storylines ist.
walle Bilder © Alpha Medienkontor
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Slumming |
| Land/Jahr: | Österreich/Schweiz 2006 |
| Genre: | Komödie |
| Regie: | Michael Glawogger |
| Drehbuch: | Michael Glawogger |
| Musik: | Peter von Siebenthal, Daniel Jakob |
| Studio: | Alpha Medienkontor |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 100 min. |
| Deutschlandstart: | 19.04.2007 |
| Internetseiten: |




