Filmkritik zu 10.000 B.C.
Rettungsaktion durch die antike Welt
Ca 10.000 Jahre vor Christus lebt ein kleiner Stamm abseits der anderen Zivilisation in einer verschneiten Berggegend und überlebt durch die Mammut-Jagd. Der junge Jäger D'leh will sich in der Rangordnung nach oben arbeiten, um seine Jugendliebe Evolet zur Frau zu nehmen. Bei der ersten Jagd des neuen Jahres will er sich beweisen und seinen Mut zur Schau stellen, indem er das Mammut tötet. Dies gelingt ihm auch und er wird zum neuen Anführer gewählt, doch im Prinzip tötete sich der Leitmammut selbst. Seine Schuldgefühle plagen ihn derart, dass er die Leitung wieder an Tic'Tic, seinem Ziehvater zurückgibt. Damit gibt er auch das Recht weg, Evolet zur Frau zu nehmen.
Als ein Großteil des Stammes mitsamt Evolet jedoch von einer Horde brutaler Sklavenjäger gefangengenommen und verschleppt wird, bekommt D'leh noch einmal die Chance zu zeigen, dass er kein Verlierer ist. Mitsamt Tic'Tic und wenigen anderen macht er sich los, um Evolet zu retten...
Kassenschlager? oder doch nicht
Wie von Roland Emmerich gewohnt und auch in den Trailern gezeigt, sollte man mit "10.000 BC" einen gewaltigen und im Gedächtnis hängenbleibenden Blockbuster vorgesetzt bekommen. Und obwohl der Film gut ist, bleibt eine kleine Enttäuschung doch nicht aus, der Film wurde extrem angekündigt, um im Endeffekt dann "nur gut" zu sein. Das Problem ist, dass es in "10.000 BC" einfach nichts noch nicht Gesehenes gibt. Die gesamte Last des Films ruht auf D'Lehs Schultern und während sich der Ort des Geschehens von zugeschneiten Bergen zu glühenden Wüstenhügeln verändert, plätschert die Story so vor sich hin. Die Schauspieler können auch nicht überzeugen, was zu einem Großteil an den faden Dialogen und den teilweise dürftigen Synchronstimmen liegt.
Was man dem Film jedoch gut anrechnen kann sind die Landschaften, die während der Reise von D'leh gezeigt werden. Die Schneelandschaften erinnern zwar stark an "Herr der Ringe" und die Pyramiden rufen Szenen aus "Apocalypto" ins Gedächntnis, aber so etwas lässt sich bei überschneidenen Themen schwer auseinanderhalten.
Fazit
Im Endeffekt ist "10.000 BC" ein trotz seiner Schwächen noch schaubarer Film, welchen man aber nicht gesehen haben muss.
palle Bilder © Warner
Cinefreaks Wertung:
Neuigkeiten zum Film
Fakten
| Originaltitel: | 10000 B.C. |
| Land/Jahr: | USA 2008 |
| Genre: | Abenteuer |
| Regie: | Roland Emmerich |
| Drehbuch: | Roland Emmerich, Harald Kloser |
| Musik: | Harald Kloser, Thomas Wander |
| Studio: | Warner |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 109 min. |
| Deutschlandstart: | 06.03.2008 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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