Filmkritik zu Planet Terror
Ein Planet voller Irrer
Ein neues Virus dreht auf der Erde seine Runden und verwandelt alle, mit denen es in Berührung kommt, in deformierte Monster welche Lust auf Menschenfleisch haben. Dies wird natürlich erst bemerkt, als das Krankenhaus einer amerikanischen Kleinstadt mit Kranken nur so überfüllt wird, welche gar nicht gut aussehen und deren Zustand sich nicht gerade verbessert. Unter den Verletzten befindet sich auch die GoGo-Tänzerin Cherry, der bei einem Überfall der Zombies ein Bein abgerissen wurde. Mit im Schlepptau: Ihr ehemaliger Lebensgefährte Wray, welcher sich gut gegen die Irren zu wehren weiß. Mit der Krankenschwester Dakota Block und anderen Überlebenden schlagen sie sich durch die Monsterhorden und versuchen zu überleben. Auf ihrem Weg treffen sie Lt. Muldoon und seine Soldaten, welche selbst infiziert sind, aber einen Weg gefunden haben, es zu überlisten.Grindhouse
Der Gegenpart zu Quentin Tarantino's Death Proof ist weitaus blutiger, actionreicher, ekliger... und hat Gott sei Dank weniger Dialoge. Die Story ist standesgemäß sehr flach gehalten, die Charaktere ebenso, doch was soll's, es ist schließlich eine Hommage an den Trash der 70er und 80er Horrorfilme und da spielten eine ausgereifte Story und stark entwickelte Charaktere eine sehr untergeordnete Rolle. Was da mehr Gehör findet, sind Innovativität, schwarzer Humor und natürlich die Splatterszenen. Dies ist bei "Planet Terror" ohne Frage gut in Szene gesetzt. Und Rodriguez' Einfallsreichtum sind auch kaum Grenzen gesetzt, siehe Cherry's MG-Beinprotese, Wray ballernd auf dem Minibike etc.Cast
Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg ok, doch keiner sticht richtig hervor. Rose McGowan als Cherry gibt sich sichtlich Mühe, bleibt im Endeffekt jedoch "nur" durchschnittlich, wie auch ihr männlicher Gegenpart Freddy Rodriguez. Das sich hassende Ärzte-Ehepaar Block sticht da etwas mehr hervor, wenn auch ihr gemeinsamer Auftritt leider recht kurz ist. Bruce Willis ist als Bösewicht wie immer cool, doch auch bei ihm besteht das Problem des zu kurzen Auftritts. Wie Rodriguez in "Death Proof" eine kleine Rolle spielte, übernimmt Quentin Tarantino in "Planet Terror" einen kleinen Part als mutierender, ekliger Soldat und kann durchaus überzeugen.Fazit
"Planet Terror" kommt im direkten Vergleich zu "Death Proof" etwas besser weg und ist eindeutig geeigneter für das Mainstream Publikum. Für einen unterhaltenden Abend ist auf jeden Fall gesorgt.
palle Bilder © Senator
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Planet Terror |
| Land/Jahr: | USA 2007 |
| Genre: | Horror |
| Regie: | Robert Rodriguez |
| Drehbuch: | Robert Rodriguez |
| Musik: | Robert Rodriguez |
| Studio: | Senator |
| FSK: | ab 18 |
| Länge: | 105 min. |
| Body Count: | 139 |
| Deutschlandstart: | 02.10.2007 |
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