Filmkritik zu Halloween
Falsche Erziehung ist schlimm
Der zehnjährige Michael Myers wohnt in der amerikanischen Kleinstadt Haddonfield unter schwierigen Umständen auf, aber dass er deswegen seine halbe Familie umbringt, hätte keiner erwartet. Als seine Mutter nachts arbeiten ist, tötet er seinen Stiefvater, seine ältere Schwester und deren Freund. Nur seiner jüngeren Schwester Laurie tut er nichts. Er kommt in die Psychiatrie unter Aufsicht von Dr. Loomis, welcher sich um ihn kümmern soll, aber nicht durch die Barriere in seinem Kopf durchdringen kann. Etliche Jahre später ist der total verstörte Michael Myers zu einem Hühnen herangewachsen und ihm gelingt es auszubrechen. Und da seine Mutter sich vor Jahren das Leben genommen hat, ist seine einzige Verwandte seine jüngere Schwester Laurie, die sein neues Ziel darstellt.Schlächter ohne Gewissen
Rob Zombie macht da weiter wo John Carpenter aufhörte bzw. was er ausließ. Und das ist wie so ein gestörter Killer entsteht und ob er überhaupt so etwas wie Motive hat. Während jedoch in der ersten Stunde des Films, in der Michaels Entwicklung gezeigt wird, noch eine Story aufgebaut wird, wird der Film nach Michaels Flucht zum typischen Slasher. Hervorzuheben ist hier die Brutalität und das eiskalte Vorgehen vom Hauptdarsteller. Er tötet im Prinzip jeden, der sich ihn in den Weg stellt, selbst seine wenigen Bezugspersonen wie den Wärter, den er seit 15 Jahren kennt und welcher sich eigentlich immer gut um ihn kümmerte. Bemerkenswert ist außerdem die Darstellung als was man fast zweite Persönlichkeit nennen könnte, wenn Michael eine Maske aufsetzt, was sich sehr gut in der Szene seines ersten Mordes an einem Menschen widerspiegelt, als er im Wald einen Schüler umbringt.Sound und Schauspieler
Das ursprüngliche Theme wurde wieder übernommen und sorgt mit seiner markanten Melodie nachhaltig für eine starke Atmosphäre. Schauspielerisch gibt es keine Glanzleistungen, Tyler Mane kann unter dem Overall und der Maske nicht viel mehr machen, als seine körperlichen Leistungen zur Schau zu stellen. Daeg Faerch als der junge Michael Myers und Malcolm McDowell als Dr. Loomis bieten jedoch eine ganz gute Darstellung und ergänzen sich im ersten Teil des Films recht gut.Fazit
"Halloween" ist mit Sicherheit besser als die etlichen Sequels welche nach dem Original von 1978 folgten und die Inszenierung des jungen Michael Myers von Rob Zombie macht ihn zu dem besten seiner drei bisherigen Filme.
palle Bilder © Senator
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | Halloween |
| Land/Jahr: | USA 2007 |
| Genre: | Horror |
| Regie: | Rob Zombie |
| Drehbuch: | Rob Zombie |
| Musik: | Tyler Bates |
| Studio: | Senator |
| FSK: | ab 18 |
| Länge: | 110 min. |
| Deutschlandstart: | 25.10.2007 |
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