Filmkritik zu Robin Hood
Für die Armen
Nachdem der Krieg gegen die Franzosen durch den Tod des englischen Königs Richard Löwenherz einen herben Schlag erleidet, lässt der begnadete Bogenschütze Robin Longstride den Krieg hinter sich und kehrt nach England zurück. Er findet den Weg nach Nottingham, welches jedoch durch Korruption und durch einen brutalen Sheriff ausgebeutet wird. Robin's Gesuch ist es jedoch nur, das Schwert von Sir Robert Loxley, welcher durch einen Hinterhalt getötet wurde, seinem Vater zu bringen. Dort trifft Robin jedoch die nun verwitwete Lady Marion, welche von ihrem Vater dazu gedrängt wird, Robin als ihren zurückgekehrten Ehemann Robert Loxley auszugeben.Währenddessen besteigt der inkompetente und junge Bruder von Richard Löwenherz den Thron. Was er jedoch nicht bemerkt ist, dass der verräterische Godfrey sich mit den Franzosen verbündet hat, und insgeheim einen Feldzug gegen das eigene Land startet. Außgerechnet Robin Longstride und seine Kumpanen sind jene, welche das verstrittene Land nun wieder verbünden und zu einem Sieg gegen die Franzosen führen wollen.
Prequel
Während alle anderen bisher erschienenen Robin Hood-Filme sich auf das Leben im Wald des sogenannten gesetzlosen Diebes bezogen, hat sich Ridley Scott auf die Entstehung der Legende fixiert. Und mit Erfolg. Trotz einem schon etwas in die Jahre gekommenen Russel Crowe spielt er die für seinen Charakter sehr gut passende Rolle stets überzeugend. Auch die anderen Darsteller wie etwa Cate Blanchett, William Hurt oder Max von Sydow sind nur einige Namen, die erwähnenswerte Leistungen ablieferten. Ganz leichte Parallelen zu "Gladiator" sind beim gleichen Regisseur und Hauptdarsteller natürlich zu verstehen, fallen aber so gut wie nicht auf. Vor allem für diejenigen, die sich mit der Entstehung von Robin Hood's Figur nicht auskennen, ist der Film sehr interessant, da er die Gründe sehr detailliert und gut inszeniert darstellt. Abgerundet mit einem schönen, sehr treffendem Soundtrack und guten Dialogen ist "Robin Hood" ein sehenswerter Film. Einzig die etwas gehetzt wirkende Liebes-entwicklung zwischen Robin Longstride und Lady Marion wirkt etwas gezwungen. Und die Schlachtszenen sind zwar dezent und nicht so chaotisch inszeniert wie bei manch anderem Film, können jedoch nicht mit Epen wie Braveheart oder Troja mithalten.
Fazit
"Robin Hood" ist ein gelungenes Prequel zu der eigentlichen Robin Hood-Legende mit einer guten Story, guten Darstellern und einem viel raueren Robin Hood als etwa Kevin Kostner.
palle Bilder © Universal Pictures Germany
Cinefreaks Wertung:
IMDB Wertung:
MetaCritic Wertung:
Neuigkeiten zum Film
Fakten
| Originaltitel: | Robin of Sherwood |
| Land/Jahr: | USA 2010 |
| Genre: | Fantasy, Abenteuer |
| Regie: | Ridley Scott |
| Drehbuch: | Brian Helgeland, Ethan Reiff, Cyrus Voris |
| Musik: | Marc Streitenfeld |
| Studio: | Universal Pictures Germany |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 148 min. |
| Deutschlandstart: | 13.05.2010 |
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