Filmkritik zu Das Meer in mir
Tiefe
Das Meer in mir' align='left'> Die Geschichte um Ramón Sempredro ist eine wahre, die sich so wirklich in Spanien zugetragen hat. Ramón ist ein lebensfroher Mann, als er mit 19 eine Weltreise als Arbeiter bei der Marine macht. Doch an diese Zeit erinnert er sich weniger gern, denn sie lag vor dem Punkt, der sein Leben für immer verändern sollte. Immernoch ein junger Mann, springt Ramón mit dem Kopf voran in viel zu flaches Gewässer und bricht sich das Genick. Er ist nicht tot, aber halsabwärts Gelähmt. Die nächsten 26 Jahre verbringt er im Bett, gepflegt von der Familie seines Bruders, doch nichts wünscht er sich sehnlicher als den Tod. Da Euthanasie in Spanien verboten ist und er sich nicht selbst umbringen kann, versucht er nun juristisch eine Legitimation zu erringen. Die Anwältin Julia nimmt den Fall an und beginnt mit Ramón über sein Leben und sein Wunsch zu sterben zu reden. Ramón selbst war es dabei wichtig, dass seine juristische Vertretung selbst an einer degenerativen Erkrankung leidet, um auch nur halbwegs seine Situation nachvollziehen zu können.
Auf und Ab
In den Monaten in denen sich Ramón immer wieder mit Julia unterhält, meint man fast er bekomme wieder Lust am Leben, doch genau in diesen Momenten zerstreut er die Illusion mit seinem tiefen Wunsch nach dem Tod. Ramón ist ein intelligenter Mann, unzählige Gedichte stapeln sich auf seinem Dachboden, geschrieben hat er sie mit dem Mund.
Der Film baut eine starke Atmosphäre auf, nicht zuletzt, weil fast das gesamte Geschehen im kleinen Haus seines Bruders spielt. Der Alltag lebt, Dinge verändern sich, Ramón allerdings bleibt wie und wo er ist.
Ramón möchte die Unwürde in seinem Leben offensichtlich machen, um diesen Standpunkt noch zu untermauern lässt er sich fast nackt im Bett liegend Filmen. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit hat er damit gewonnen, nur noch nicht die der Gerichte. Obwohl das Leben von Ramón grausam sein muss, verfällt der Film nicht in Depression, nein, erst das Auf und Ab der Gefühle zwischen Verzweiflung, Liebe und eiserner Entschlossenheit machen den Emotionscocktail für den Zuschauer schmackhaft.
Schauspielkunst auf Spanisch
Unglaublich sind die Schauspieler, von denen jeder seine Rolle wahrhaftig authentisch spielt. Jeder der Charaktere hat seine eigenen Gefühle, Empfindungen, Wünsche und Hoffnungen, die im Laufe des Films Stück für Stück offenbart werden.
Wunderschöne Bilder, kräftige Musik
Das Meer in mir' align='right'> Die Szenen sind meisterhaft zusammengeschnitten, die Wünsche Ramóns laufen, ja gar fliegen zu können, wurden beispiellos mit atemberaubenden Kamerafahrten umgesetzt und frischen den Film an genau den richtigen Stellen auf, an denen die Traurigkeit des unscheinbaren Bauernhauses zu überwiegen droht.
Alejandro Amenábar wollte nichts dem Zufall überlassen und kümmerte sich neben Regie und Drehbuch auch noch um die Musik des Films, und wie die beiden anderen Aufgaben, schafft er auch diese zu bewältigen. Die Musik ist mal melancholisch, mal kraftvoll lebensbejahend, aber durchweg wunderschön.
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Das Meer in mir' align='left'> Die Geschichte um Ramón Sempredro ist eine wahre, die sich so wirklich in Spanien zugetragen hat. Ramón ist ein lebensfroher Mann, als er mit 19 eine Weltreise als Arbeiter bei der Marine macht. Doch an diese Zeit erinnert er sich weniger gern, denn sie lag vor dem Punkt, der sein Leben für immer verändern sollte. Immernoch ein junger Mann, springt Ramón mit dem Kopf voran in viel zu flaches Gewässer und bricht sich das Genick. Er ist nicht tot, aber halsabwärts Gelähmt. Die nächsten 26 Jahre verbringt er im Bett, gepflegt von der Familie seines Bruders, doch nichts wünscht er sich sehnlicher als den Tod. Da Euthanasie in Spanien verboten ist und er sich nicht selbst umbringen kann, versucht er nun juristisch eine Legitimation zu erringen. Die Anwältin Julia nimmt den Fall an und beginnt mit Ramón über sein Leben und sein Wunsch zu sterben zu reden. Ramón selbst war es dabei wichtig, dass seine juristische Vertretung selbst an einer degenerativen Erkrankung leidet, um auch nur halbwegs seine Situation nachvollziehen zu können.
Auf und Ab
In den Monaten in denen sich Ramón immer wieder mit Julia unterhält, meint man fast er bekomme wieder Lust am Leben, doch genau in diesen Momenten zerstreut er die Illusion mit seinem tiefen Wunsch nach dem Tod. Ramón ist ein intelligenter Mann, unzählige Gedichte stapeln sich auf seinem Dachboden, geschrieben hat er sie mit dem Mund.
Der Film baut eine starke Atmosphäre auf, nicht zuletzt, weil fast das gesamte Geschehen im kleinen Haus seines Bruders spielt. Der Alltag lebt, Dinge verändern sich, Ramón allerdings bleibt wie und wo er ist.
Ramón möchte die Unwürde in seinem Leben offensichtlich machen, um diesen Standpunkt noch zu untermauern lässt er sich fast nackt im Bett liegend Filmen. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit hat er damit gewonnen, nur noch nicht die der Gerichte. Obwohl das Leben von Ramón grausam sein muss, verfällt der Film nicht in Depression, nein, erst das Auf und Ab der Gefühle zwischen Verzweiflung, Liebe und eiserner Entschlossenheit machen den Emotionscocktail für den Zuschauer schmackhaft.
Schauspielkunst auf Spanisch
Unglaublich sind die Schauspieler, von denen jeder seine Rolle wahrhaftig authentisch spielt. Jeder der Charaktere hat seine eigenen Gefühle, Empfindungen, Wünsche und Hoffnungen, die im Laufe des Films Stück für Stück offenbart werden.
Wunderschöne Bilder, kräftige Musik
Das Meer in mir' align='right'> Die Szenen sind meisterhaft zusammengeschnitten, die Wünsche Ramóns laufen, ja gar fliegen zu können, wurden beispiellos mit atemberaubenden Kamerafahrten umgesetzt und frischen den Film an genau den richtigen Stellen auf, an denen die Traurigkeit des unscheinbaren Bauernhauses zu überwiegen droht.
Alejandro Amenábar wollte nichts dem Zufall überlassen und kümmerte sich neben Regie und Drehbuch auch noch um die Musik des Films, und wie die beiden anderen Aufgaben, schafft er auch diese zu bewältigen. Die Musik ist mal melancholisch, mal kraftvoll lebensbejahend, aber durchweg wunderschön.
Das Meer in mir'>
Fazit
Es gibt es noch, das große Kino. Filme bei denen man weinen kann, ohne sich durch übertrieben schnulzige Hollywoodszenen danach schämen zu müssen. Filme bei denen alles zueinander passt, die Schauspieler großartig agieren, die Musik den Zuschauer mitnimmt und man ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Der Film folgt einem Takt, der dem Schlag eines Herzens gleicht. Mal schnell und dann wieder langsamer, jedoch immer mitten ins Herz.
dalle Bilder © Tobis
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Mar adentro |
| Land/Jahr: | Spanien/Frankreich/Italien 2004 |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Alejandro Amenábar |
| Drehbuch: | Alejandro Amenábar |
| Musik: | Alejandro Amenábar |
| Studio: | Tobis |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 126 min. |
| Awards/Preise: | 62. Golden Globe - für den besten fremdsprachigen Film 61. Internationale Filmfestspiele in Venedig - silberner Löwe,großer Preis der Jury, Coppa Volpi als bester Darsteller 77. Oscar Verleihung - für den besten fremdsprachigen Film |
| Deutschlandstart: | 10.03.2005 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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