Filmkritik zu Keine Halben Sachen (2) - Jetzt Erst Recht

Profikiller mit Putzfimmel

Wir sehen einen Bungalow in Mexiko. Die Frau von Jimmy Tudeski, der Tulpe, einem Profikiller, kommt gerade von einem Auftrag nach Hause. Jill betritt das Haus und sieht ihren Mann in voller Putzmontur das Haus saugen. Der einst kaltblütige Killer ist nun zum Hausmann und Hühnerzüchter mutiert und nervt damit seine Frau, die davon träumt, im Profikillergeschäft den großen Durchbruch zu landen. Doch leider gingen ihre bisherigen Jobs immer schief.

In der Zwischenzeit kommt Lazlo Gogolak wieder aus dem Gefängnis, in das er vor ein paar Jahren von Jimmy gesteckt worden war. Er ist wieder auf freiem Fuß und ihm lüstet es nach blutiger Rache, denn sein Lieblingssohn Yanni wurde ebenfalls von Jimmy umgebracht.

Oz, ein eher erfolgloser Zahnarzt, lebt mit Jimmy's Exfrau, Cynthia, zusammen und führt ein normales Leben. Er hat Jimmy vor ein paar Jahren geholfen unterzutauchen, indem er seinen Mord inszeniert, doch seitdem wurde ihm der Kontakt zu Jimmy verboten. Bis zu dem Tag, als Cynthia von Lazlo entführt wird. Lazlo ist sich sicher, dass "die Tulpe" noch nicht verblüht ist und will durch den Zahnarzt seine Spur wieder aufnehmen.

Oz ruft Jimmy an und bittet ihn um Hilfe, doch dieser verbietet Oz ausdrücklich noch einmal mit ihm Kontakt aufzunehmen und sagt, dass ihm egal ist, was mit Oz' Frau passiert. Doch als Oz trotzdem zu Jimmy kommt, wird er erstmal mit einem Kugelhagel in Empfang genommen. Jimmy bezeichnet Oz als Verräter und da hat er guten Grund dazu, denn Oz hat Lazlo und seine Gangster direkt zu den Tudeskis geführt. Doch das Trio kann entkommen und flüchtet zurück nach Los Angeles.
Dort angekommen läuft ihnen ein weiterer Sohn von Lazlo über den Weg, den sie mal eben selber entführen und nun bessere Chancen haben, Cynthia zurückzubekommen. In dieser Zeit erfährt Jill auch von Jimmy's Glücksbringer, den er noch immer von seiner Ex Cynthia hat. Jimmy weigert sich jedoch hartnäckig, den Glücksbringer abzulegen und bedroht sogar Jill.

Bei einem Angriff eines von Lazlo angeheuerten Killers geht jedoch dummerweise Lazlo's Sohn drauf und nun steht es wieder schlecht, Oz' Frau lebend aus der Sache rauszubekommen. Bei einem weiteren Streit zwischen Jimmy und Jill verlässt Jill Jimmy und auch Jimmy macht sich daraufhin aus dem Staub, dass nun Oz wieder auf sich selbst verlassen muss. Oz fährt zurück zu seiner Praxis und erzählt seiner Sekretärin all seine Sorgen. Bald daraufhin kommt Jimmy und ist wieder bereit, Oz zu helfen. Doch sie beide werden von seiner Sekretärin betäubt und zu Lazlo gebracht. Es stellt sich heraus, dass die Sekretärin von Oz die Schwester von einem Opfer war, das von Jimmy früher umgebracht worden war.

Nun sind Cynthia, Jimmy und Oz in Lazlo's Gewalt und nur Jill ist nun noch auf freiem Fuß. Diese hat anscheinend schon mitbekommen, dass Jimmy und Oz nun auch in Lazlo's Gewalt sind und macht sich auf, sie zu retten… Wie und ob sie schaffen wird, Jimmy und die anderen zu retten wird hier nicht verraten.


Cast

Bruce Willis hat schon in früheren Komödien bewiesen, dass er auch komisch sein kann. Seine Rolle verkörpert zwar hier mehr den schwarzen und kühlen Humor und es gab auch ein paar düstere Szenen, aber trotzdem hat er hier eine sehr gute Leistung abgegeben, so wie man es von einem klasse Schauspieler gewohnt ist.

Amanda Peet überrascht mit einer sehr guten Darstellung. Obwohl sie nicht sehr bekannt ist, steht ihre Leistung der von Bruce in nichts nach und auch traurige Szenen hat sie sehr gut gemeistert.

Matthew Perry überzeugt in der Rolle des nichts ahnenden Zahnarztes vollkommen. Es ist einfach eine wahre Freude, zuzusehen, wie er sich über die hoffnungslose Situation ärgert oder wie er nach und nach schnallt, was da vor ihm gespielt wird. Seine urlustige Gestik und Mimik unterstützten solche Szenen ungemein.

Kevin Pollak mimt den alten, mafiosoähnlichen Gangsterboss auch sehr gut. Obwohl er gut zu der Rolle passt und die Körperhaltung und Bewegungen einwandfrei spielt, kommt er nicht sehr Angst einflößend rüber, wobei sich hier die Frage stellt, ob er überhaupt Angst einflößend sein sollte.
Fazit
Obwohl Jimmy die Tulpe ein Profikiller ist, sterben in dem Film nicht viele Leute. Es ist sozusagen eine Actionkomödie für die ganze Familie ohne große Gewaltdarstellung. Die gute Mischung zwischen Action, Humor und spurenhafter Tragödie macht den Film zu einem guten Kinoerlebnis. Auch Natasha Henstrigde, die zwar nicht sehr oft im Film zu sehen ist, bringt eine gute Leistung und sollte daher nicht unerwähnt bleiben. Die Story ist zwar etwas fade, doch die guten Schauspieler machen dies locker wett. /pp

alle Bilder © Concorde


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:The Whole Ten Yards
Land/Jahr:USA 2004
Genre:Action, Komödie
Regie:Howard Deutch
Drehbuch:Mitchell Kapner
Musik:Randy Edelman
Studio:Concorde
FSK:
ab 12
Länge:99 min.
Deutschlandstart:09.09.2004
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

Produkte

Schauspieler und Rollen

Amanda Peet Amanda Peet
als "Jill"
Bruce Willis Bruce Willis
als "Jimmy"
Kevin Pollak Kevin Pollak
als "Lazlo"
Natasha Henstridge Natasha Henstridge
als "Cynthia"

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