Filmkritik zu Wolfman
Das ist doch zum jaulen...
Lawrence Talbot stammt aus einem adligen Hause, möchte aber mit seiner Familie relativ wenig zu tun haben. Seine Mutter starb, als er ein Kind war, und sein Vater gab ihn wenig später in ein Heim. Mittlerweile ist er ein erfolgreicher Theaterschauspieler, muss jedoch wieder gezwungenermaßen in seine einstige Heimat Blackmoor zurück, als sein Bruder zerfleischt aufgefunden wird. Auf der Suche nach dem Mörder macht er eine "unheimliche Begegnung" mit schwerwiegenden Folgen.Vorprogrammierte Probleme
"Wolfman" sollte eigentlich der beste Werwolffilm aller Zeiten werden. Mit derartigen Schauspielern und einem Budget von über 100 Millionen Dollar wäre das auch mehr als möglich gewesen. Doch bereits vor und auch nach den Dreharbeiten gab es Probleme. Regiewechsel noch vor Drehbeginn, Chaos auf dem Schneidtisch und ein zweifacher Austausch des Soundtracks. Das weist doch auf eine super Organisation hin.
"Wolfman" schlägt von Anfang an ein rasches Tempo ein, um nicht langweilig zu werden, übertreibt es aber teilweise. Die erste Verwandlung findet bereits im ersten Drittel des Films statt und nimmt den Wind für einen spannenden Mittelteil aus den Segeln. Mit Benicio del Toro und Sir Anthony Hopkins waren hohe Erwartungen an die Schauspielerischen Leistungen gestellt, diese werden jedoch enttäuscht. Anthony Hopkins leiert seine Texte mehr oder weniger gelangweilt ab und bleibt relativ blass. Ebenso Benicio del Toro. Seine Figur ist dramatisch und niedergeschlagen, aber langweilig. Und während den wichtigen Stellen im Film versteckt er sich sowieso hinter der Werwolfmaske. Hugo Weaving als Ermittler des Scotland Yard ist der einzige, der seiner Rolle überhaupt Tiefe und Charisma einhauchen kann.
Klischeelastig
Die Story ist so vorhersehbar und frei von Überraschungen, wie überhaupt möglich. Man hätte auch nur den Trailer schauen können und hätte 90% des Films gesehen. Es gibt weiterhin viele Lücken, die nicht aufgeklärt werden, z.B. wieso Lawrence Talbot früher schon einmal in einer Nervenheilanstalt gewesen war und und und.klick für SPOILER
Fazit
"Wolfman" hätte mit einer besseren Planung und einem sinnvollen Drehbuch ein sehr guter Film werden können. Das Endergebnis ist jedoch nur ein durchschnittlicher, fast überflüssiger Film. Schade.
palle Bilder © Universal
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | The Wolfman |
| Land/Jahr: | USA 2010 |
| Genre: | Horror, Thriller |
| Regie: | Joe Johnston |
| Drehbuch: | Andrew Kevin Walker |
| Musik: | Danny Elfman |
| Studio: | Universal |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 102 min. |
| Budget: | 100 |
| Deutschlandstart: | 11.02.2010 |
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