Filmkritik zu Lost in Translation

Totally Lost

Bob Harris, ehemals erfolgreicher Schauspieler jedoch nach wie vor bekannter Star aus den Staaten, wird für einen japanischen Whiskeyhersteller für eine $2 Mio. Promotiontour gebucht. Zeitgleich ist Charlotte mit ihrem Ehemann in Tokyo, der sie allerdings jobbedingt häufig alleine lassen muss. Dadurch verbringt sie viel Zeit auf ihrem Hotelzimmer, ist in der Stadt oder auf Erkundungstour auf dem Land. Nicht lange dauert es, und Bob und Charlotte treffen sich in der hoteleigenen Bar, wobei sie miteinander ins Gespräch kommen.

Japan wirkt auf so viele verschiedene Art und Weisen anders. Schon von Anfang an merkt man die intensive Befremdlichkeit, die auf die beiden Protagonisten einwirkt. Regisseurin Sofia Coppola fängt mit großartigen Bildkompositionen die Stimmungen in den verschiedenen Situationen ein. Zum Beispiel die klar zum Titel passende Szene, in der Bob mit dem anzupreisenden Whiskey in der Hand posieren soll und ihm dabei ein japanischer Fotograf Anweisungen auf japanisch gibt. Diese werden zwar übersetzt, was man aber schnell auch ohne Japanisch-Kenntnisse merkt ist, dass die Übersetzung nicht so ganz mit dem übereinstimmen kann, was man vom Fotografen zu hören bekommt.
Zudem wirkt auf Bob ein Wechsel aus 2 - 3 Stunden "Arbeit" am Tag und nächtlichen Fernsehsessions oder Clubtouren mit Charlotte ein. Man bekommt bald mit, dass der einzige Halt den beide haben, der jeweils andere ist.
Sicherlich fühlt Bob sich auch durch die Nähe zu Charlotte jünger. So entsteht zwischen beiden ein kleines Intermezzo der Gefühle, obwohl der innere Wunsch nach mehr mit Gewissheit vorhanden ist und es sogar bishin zu einer Art Eifersucht geht, wissen beide, dass es doch nicht mehr als dieses Zusammentreffen in Tokyo werden kann.

Bill Murray könnte sich hier quasi fast selbst spielen, natürlich nur mit einer ordentlichen Portion Midlife-Crisis hinzugefügt, um auf Bob Harris' Charakter zu kommen. Mit einer außergewöhnlich starken Mimik zieht er wieder mal jegliche Aufmerksamkeit auf sich. Dem kann nur Johansson entgegenwirken. Oft drücken beide auch ohne viel Worte das aus, was Einige nicht einmal in einem 10 Seiten Dialog hinbekommen..
Fazit
Lost in Translation ist ein großartiger Film mit ausdrucksstarken Bildern, großartigen Schauspielern und einem tollen, passenden Soundtrack. /ww

alle Bilder © Constantin


Cinefreaks Wertung:


 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:Lost in Translation
Land/Jahr:USA/Japan 2003
Genre:Drama
Regie:Sofia Coppola
Drehbuch:Sofia Coppola
Musik:Kevin Shields
Studio:Constantin
Länge:102 min.
Deutschlandstart:08.01.2004
Internetseiten:
Script zum Film:

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Schauspieler und Rollen

Scarlett Johansson Scarlett Johansson
als "Charlotte"
Bill Murray Bill Murray
als "Bob Harris"
Anna Faris Anna Faris
als "Kelly"

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