Filmkritik zu Catwoman

Patience Phillips, schusselige Designerin eines großen Kosmetikkonzerns, bekommt eines Tages unerwarteten Besuch von einer Katze. Sie rettet diese seltene, ägyptische Mau von einem Fenstersims. Ihr Arbeitgeber rührt in diesen Tagen die Werbetrommel für ein neues, revolutionäres Produkt, das die Haut des Anwenders nicht nur glatter macht, sondern den Alterungsprozess sogar umzukehren scheint. Was noch niemand weiß, das Präparat ist hoch gefährlich, einmal angewendet muss es ewig benutzt werden, sonst wird die Haut um ein vielfaches spröder und rissiger und schreckliche Narben sind das Resultat.
Als Patience einen Entwurf spät Abends noch in der Firma abgeben will, verläuft sie sich und bekommt dabei ein Gespräch über das Schönheitsprodukt mit, worauf eine Verfolgsungsjagd mit tödlichem Ausgang folgt. Hätte da Patience nicht vorher noch die ägyptische Gottheit gerettet, wäre sie jetzt wahrhaftig tot, ist sie aber glücklicherweise nicht. Reinkarniert und mit neuen Katzenkräften ausgestattet, entwickelt sie sich schon bald zu einer Mischung aus Diva und Vamp. Dass das Verbrechen an ihr vergolten und die Produktion der Schönheitscreme verhindert werden muss, ist ab jetzt beschlossene Sache.

Halle Berry in einem sexy Lack & Lederkostüm macht, so unglaubwürdig das auch klingen mag, leider noch keinen exzellenten, abendfüllenden Blockbuster aus. Leider treten zu oft schon fast lächerlich herbeigeführte Zufälle auf. Situationen, die unrealistisch sind und im normalen Leben so nie ablaufen würden und man nur ein Augenrollen dafür übrig haben kann. Dazu gesellen sich die häufig unbrauchbaren Dialoge, gemischt mit den etwas zu stereotyp geratenen Charakteren wie z.B. Sharon Stones. Obwohl Stone bekanntlich eine hervorragende Schauspielerin ist, ist sie mit der Rolle der Laurel Hedare als Bösewicht wohl eher unterfordert: schon nach dem ersten Auftreten sollte klar sein, dass sie und ihr Mann nur noch auf dem Papier eine Ehe führen. Anspielungen werden dem Zuschauer jedoch fast den gesamten Film über um die Ohren gehauen.
Es wird zudem merklich viel auf Special Effects gesetzt in der Hoffnung, dass es den Film aufwerten möge, allerdings wären diese an einigen Stellen gar nicht mal nötig gewesen.
Es lässt sich aber noch etwas Gutes über den Film sagen, dass Catwoman keine Superheldin im eigentlichen Sinne ist und zwingend weder Gutes noch Böses tut, sondern von beidem etwas in sich birgt. Der Film driftet in diesem Punkt nicht ab, sondern hält sich daran.
Fazit
Catwoman ist eine Comicverfilmung unter vielen, die in der Hoffnung auf Profit einfach gedreht werden musste. Nicht zu empfehlen. /ww

alle Bilder © Warner


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Catwoman
Land/Jahr:USA/Australien 2004
Genre:Actionfilm
Regie:Pitof
Drehbuch:Bob Kane, Theresa Rebeck
Studio:Warner
Länge:99 min.
Deutschlandstart:17.08.2004
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

Produkte

Schauspieler und Rollen

Halle Berry Halle Berry
als "Patience Phillips, Catwoman"
Benjamin Bratt Benjamin Bratt
als "Tom Lone"
Sharon Stone Sharon Stone
als "Laurel Hedare"
Lambert Wilson Lambert Wilson
als "George Hedare"
Alex Borstein Alex Borstein
als "Sally"
Peter Wingfield Peter Wingfield
als "Dr. Ivan Slavicky"

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