Filmkritik zu Oben

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Ein Haus lernt fliegen
Carl Fredericksen träumt sein ganzes Leben davon mit seiner Frau viele Abenteuer zu erleben. Am liebsten würde er seinem Idol nacheifern und nach Südamerika fliegen, um die unerforschten Paradies-Fälle zu besuchen. Nach dem Tod seiner Frau entschließt er sich diese Pläne in die Tat umzusetzen. Unfreiwillig begleitet von dem blinden Passagier und Pfadfinder Russell fliegt er zusammen mit seinem Haus, welches durch Helium gefüllte Ballons schwebt, in sein wohl größtes Abenteuer.
Action-Animation
Es ist wieder soweit. Aus dem Hause Pixar und Disney kommt ein neuer Trickfilm der zwischen Kitsch und Komödie auch versucht das etwas ältere Publikum in die Kinos zu locken. Nach den großen Erfolgen von Wall-E und die Monster AG knüpft Pixar an seine detailverliebten, charakteristisch perfekt inszenierten und humorvollen Filme an, und versucht mit etwas mehr Action die heutigen Kinobesucher in's Staunen zu versetzen.

Action-Animation
Zu Beginn des Films wird das Leben des Carl Fredericksen und seiner Frau Ellie vom Kennenlernen bis zu Ellis Tod in detaillierter Kürze, wortlos vorgetragen und ruft zum Ende hin starke Emotionen beim Zuschauer hervor. Eher ernst anmutend sind die ersten zehn bis fünfzehn Minuten die in Traurigkeit, fast den Tränen nahe, den ersten Teil des Animationsfilms beschreiben. Doch das spiegelt nicht den eigentlichen Teil des Filmes wieder. Wagemutig macht sich Carl auf den Weg den Wunsch seiner verstorbenen Frau zu erfüllen und wird dabei unfreiwillig von dem blinden Passagier Russel begleitet. Russel ist ein Pfadfinder der eigentlich nur sein letztes fehlendes Abzeichen für seinen Schultergürtel bekommen möchte. Er wird als ein typisches naives Kind beschrieben, das alles und jeden auf Anhieb mag und sich für Carl als störend erweißt. Das Hauptaugenmerk des Filmes liegt aber auf Carl, was sich auch in der Detailtiefe der Modellierungen der Charaktere zeigt.


Katze! Zeig!
Sehr Action geladen startet nun die Reise nach Südamerika bis hin zum Wasserfall, dem eigentlichen Ziel der Reise. Stark kontrovers sind hierbei Inhalt und Methode. Der Inhalt, stark überzogen unrealistisch, mit vielen kitschigen für Kinder erschaffenen Bezügen, steht einem exzellenten trockenem Humor mit viel Action als Methodik des Erzählens gegenüber. Dieser starke Kontrast bildet einen, aber letztendlich auch den einzigen, negativen Kritikpunkt. Der Film ist sich hier unsicher, welche Zielgruppe er ansprechen möchte, und fächert sein Spektrum leider einfach zu weit auf. Die für Pixar eher unübliche Action in einem Animationsfilm bekommt ihm aber nicht schlecht. Action und Humor lassen sich seit eh und je gut miteinander verbinden. Dieser neue Schachzug geht in die richtige Richtung, und zeigt erneut das meisterhafte Können und die Dominanz von Pixar im Animationsgeschäft.


Der Film vor dem Film
Nicht fehlen darf bei einem Film von Pixar der Kurzfilm vor dem eigentlichen Film. Zu "Oben" gehört der Kurzfilm "Partly Cloudy", zu deutsch "Leicht Bewölkt". klick für SPOILER 
Fazit
Mit "Oben" zeigt Pixar wieder einmal was es kann. Ein humorvoller, emotionaler, verkitschter, actionreicher und detaillverliebter Animationsfilm, der viele Innovationen mit sich bringt. /wrwr

alle Bilder © Pixar


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Up
Land/Jahr:USA 2009
Genre:Animationsfilm
Regie:Pete Docter, Bob Peterson
Drehbuch:Bob Peterson
Studio:Pixar
FSK:
ab 0
Länge:96 min.
Deutschlandstart:17.09.2009
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

Produkte

Schauspieler und Rollen

Fred Maire Fred Maire
als "Carl Fredricksen"
Maximilian Belle Maximilian Belle
als "Russell"
Karlheinz Böhm Karlheinz Böhm
als "Charles Muntz"
Dirk Bach Dirk Bach
als "Dug"

Verbindungen

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Bildergalerie

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alle Bilder © Pixar Animation Studios

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