Filmkritik zu Riddick - Chroniken eines Kriegers

Ein Riddick flog übers Kuckucksnest

Was braucht man für ein Action Spektakel? Klar, einen Superhelden und einen Bösewicht; am besten gleich eine ganze Armee von Bösewichten. Letztere fliegt im Weltraum von Planet zu Planet, um diesen zu unterjochen und möglichst viele Einwohner in den ihrigen Glauben zu konvertieren. Klingt nach Borg, nennt sich jedoch Necromonger. Angeführt werden sie vom Lord Marshall, der deshalb der Anführer ist, weil er das Underworth gesehen hat, bzw. da war. Eigentlich weiß der Zuschauer nicht genau, was das Underworth ist, die Necromonger vermutlich auch nicht, aber sie folgen ihrem Lord Marshall auch nur deshalb, weil er ihnen sonst ihre Seele stehlen würde, denn diese Kraft hat er aus dem Underworth mitgebracht.
Der "Superheld", der eigentlich nicht von Grund auf gutmütig ist, heißt Riddick und ist einer der letzten Überlebenden der Furianer. Eine überaus widerspänstige und vermutlich auch kriegerische Rasse. Seitdem die Necromonger die Furianer nahezu ausgelöscht haben, ist Riddick auf der Flucht vor ihnen und auch vor Kopfgeldjägern, "Merks" genannt.

Der Film beginnt damit, dass Riddick Imam besucht, ein alter Bekannter, da er annimmt, dass sein Aufenthaltsort von ihm an Kopfgeldjäger verraten wurde. - Damit schließt "Riddick, Chroniken eines Kriegers" 5 Jahre nach dem Vorgänger "Pitchblack" an. Obwohl man diesen nicht zwingend gesehen haben muss, hilft es, bestimmte Beziehungen besser einzuordnen. Beispielsweise auch die zu Kyra. Denn diese ist auf "Krematoria" eingesperrt, ein Hochsicherheitsgefängnis, auf einem recht sonnennahen Planeten. - Da Imams Planet gerade von den Necromongern angegriffen wird, flieht Riddick und lässt sich von den Merks nach Krematoria verfrachten, um Kyra wiederzusehen.

In "Riddick" geht es hoch her, Verfolgungsjagden sind durchweg spannend inszeniert, was auch durch sehr gute Spezialeffekte unterstützt wird.
Der Plot ist ein wenig unübersichtlich und macht an vielen Stellen auch mal keinen Sinn. Zudem weiß man schon kurz nach dem Vorstellen beider Parteien, wie der Film ausgeht.
Dass Gedanken von Riddick durch eine innere Stimme gesprochen werden müssen und nicht durch das Handeln alleine herübergebracht werden, lässt den Film eher stümperhaft wirken. Und nach dem 7.ten mal Augenschutzbrille abnehmen und wieder aufsetzen, weil die Augen von Riddick helles Licht nicht so gut vertragen, wird diese Handlung auch etwas nervtötend.

Fazit
Riddick, ein Überlebenskünstler weil Muskelprotz, mit großer Klappe, hinter der sich allerdings auch etwas verbirgt. Ein guter Actionfilm in Science Fiction-Manier, der so seine kleinen Macken hat. Wer darüber aber hinweg sehen kann, ist hier dennoch gut beraten. Für Vin Diesel Fans auf jedenfall ein Muss. /ww

alle Bilder © UIP


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:The Chronicles of Riddick
Land/Jahr:USA 2004
Genre:Action, Science Fiction
Regie:David Twohy
Drehbuch:Jim Wheat, Ken Wheat, David Twohy
Musik:Graeme Revell
Studio:UIP
Deutschlandstart:02.09.2004
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

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Schauspieler und Rollen

Vin Diesel Vin Diesel
als "Riddick"
Colm Feore Colm Feore
als "Lord Marshal"
Thandie Newton Thandie Newton
als "Dame Vaako"
Judi Dench Judi Dench
als "Aereon"
Karl Urban Karl Urban
als "Vaako"
Alexa Davalos Alexa Davalos
als "Kyra"
Nick Chinlund Nick Chinlund
als "Toombs"

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