Filmkritik zu Party Animals
Der Langzeitstudent und die Reporterin
Van Wilder studiert bereits seit 14 Semestern (7 Jahren) an dem amerikanischen "Coolidge College". Die Studiengebühren wurden bisher von seinem reichen Vater gezahlt, doch da nicht absehbar ist, dass Van mit seinem Studium fertig wird, lässt sein Vater die Überweisungen für die Gebühren einfrieren. Van ist durch sein offenes und unkompliziertes Auftreten schon zu so etwas wie eine Art Institution an der Universität geworden, was einem von Anfang an auch damit klar gemacht wird, dass er sich einen Assistenten zulegt, der seinen Terminkalender für ihn organisieren soll. Da er schon immer die richtige Anlaufstelle war, wenn es darum ging bei wohltätigen Zwecken mitzuwirken oder Partys zu organisieren, nutzt er ab sofort diese Fähigkeit, um die nun fehlenden Studiengebühren bezahlen zu können.
Gwen arbeitet als studentische Redakteurin beim "Liberator". Für die Hochschulzeitschrift wird sie von ihrem Redakteur dazu verdonnert, einen Artikel über Van zu schreiben. Das allerdings stört bald ihren Freund Richard, den Vorsitzenden der "Delta Iota Kappa" Verbindung, einem gut betuchten Schnösel, der natürlich auch Beisitzender im Studentenrat ist.
Ryan Reynolds spielt seinen Part leider nur mittelmäßig. Sein Charakter wirkt nicht sehr authentisch, sondern stets etwas zu aufgesetzt. Leider kommen da von ihm zu wenige Witze hervor, um das wieder wettmachen zu können. Tara Reid spielt die Rolle der investigativen Journalistin da schon sehr viel besser. Auch mit einigen, wenigen Facetten an Emotionen weiß sie zu überzeugen. Der Plot ist ansonsten nicht sehr viel tiefgängier, als dass Van mit sich im Unklaren ist, ob er nun sein Studium beendet und endlich erwachsen wird oder noch ein paar Jahre dranhängt und weiterhin faullenzt. Ansonsten bedient sich der Film an unendlich vielen 08/15 Witzen und amerikanischen Klischees, nicht nur über das Bildungssystem.
Fazit
Party Animals ist eine typische amerikanische Teenie-Komödie. Ein leider zu mittelmäßiges Konzept um gut zu sein. Anschaubar, mehr aber auch nicht.
walle Bilder © Constantin
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Van Wilder |
| Land/Jahr: | USA/Deutschland 2002 |
| Genre: | Komödie |
| Regie: | Walt Becker |
| Drehbuch: | Brent Goldberg, David Wagner |
| Musik: | David Lawrence |
| Studio: | Constantin |
| Deutschlandstart: | 25.07.2002 |
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