Filmkritik zu Die Wutprobe
Der Verrückte und der Irre
Daves Leben verläuft seiner Meinung nach eigentlich ganz gut. Er hat eine hübsche Freundin, die ihn liebt, eine tolle Wohnung und einen Job, in dem Aufstiegschancen bestehen. Jedoch ist er der typische Ja-Sager und steckt alles ohne ein Wort zu sagen ein, was dem Film zufolge größtenteils auf ein seelisches Trauma in seiner Jugend zurückzuführen ist. Dieses Verhalten, alles in sich hineinzufressen, kann dennoch zu einem Problem werden. Nach einem Flug wird er zur Zwangstherapie verurteilt, weil er einen tätigen Angriff auf eine Stewardess verübt haben soll.
Die ursprünglich veranschlagten 20 Stunden Aggressionsbewältigungstherapie werden nach einem weiteren tätigen Angriff seitens Dave von seinem Psychiater Dr. Buddy Rydell auf eine radikale Rund-um-die-Uhr-Therapie erhöht. Dabei zieht nicht nur der Doc bei ihm ein, sondern begleitet ihn auch zur Arbeit und überall sonst hin.
Die ganze Zeit versucht Buddy, Dave aus der Ruhe zu bringen. Dabei verfolgt er seine ganz eigene Therapie, die auf einem Stufenprogramm aufbaut. Wer dabei von beiden in Wirklichkeit der Verrückte ist, weiß man als Zuschauer nicht auf den ersten Blick einzuschätzen.
Das Ende, bzw. die Zusammenhänge, die auf das Ende hinzusteuern, sind leider zu leicht zu durchschauen. Die Wutprobe soll eigentlich eine Komödie sein. Hin und wieder kann man auch lachen. Die meisten Witze sind jedoch wenn überhaupt, dann zum Schmunzeln gedacht. Viele 08/15 Situationen, die es schon ewig häufig gegeben hat. Der Film wird damit mehr zu einem Drama, mit ein paar lustigen Einlagen.
Woody Harrelson als Prostituierte mit schweizer Akzent ist da wohl noch einer der Höhepunkte.
Fazit
Eine Komödie mit Adam Sandler und Jack Nicholson, die nicht wirklich witzig ist. Die Story ist nichts Besonderes und somit der Film nicht sehenswert. Reiner Zeitvertreib.
walle Bilder © Columbia Tristar
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Anger Management |
| Land/Jahr: | USA 2003 |
| Genre: | Komödie |
| Regie: | Peter Segal |
| Drehbuch: | David Dorfman |
| Studio: | Columbia Tristar |
| Deutschlandstart: | 08.05.2003 |
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