Filmkritik zu Knowing
Ungeahnte Aussichten
1959 malen Schüler zur Einweihungsfeier einer Grundschule Bilder davon, wie sie sich die Welt in 50 Jahren vorstellen. Die Bilder werden in eine Zeitkapsel gelegt und im Boden verschlossen. 2009, genau 50 Jahre später wird die Zeitkapsel an die Oberfläche geholt, geöffnet und die Bilder an die heutigen Schüler verteilt. Während die meisten Schüler Bilder von Raumschiffen oder futuristischen Gebäuden sehen, bekommt Caleb Koestler ein Blatt Papier voller Zahlen. Sein Vater Ted, ein Astrophysikprofessor, denkt sich dabei zu Anfang nichts besonderes, doch er erkennt darin bald einen Zahlencode. Ein Code, welcher das Datum, den Ort und die Zahl der Todesopfer von Katastrophen oder Anschlägen in den letzten 50 Jahren wiedergibt. 3 Katastrophen stehen noch an, doch er stößt zuerst auf Ungläubigkeit bei seinem Kollegen. Erst als 2 Katastrophen eintreten, die er voraussagte, kann er auch Diana, die Tochter des Mädchens, welches 1959 die Zahlencodes aufschrieb, überreden, ihm zu helfen um die letzte anstehende Katastrophe zu verhindern.Parallelen zu heutigen Wahrsagern
Einige Hellseher haben vor etlichen Jahren heutige und noch kommende Katastrophen vorrausgesehen, unter anderem soll Nostradamus den Angriff auf die Twin Tower oder den Mauerfall vorausgesehen haben. Andere Hellseher sahen im Jahre 2000 das Ende der Welt voraus, doch nichts ist passiert, während immer noch viele Theorien um das Ende der Welt im Jahre 2012 ihr Unwesen treiben. Sicher sein kann man sich zumindest nicht, ganz im Gegenteil zu der Zahlencode Liste im Film. Dort sind chronologisch alle Katastrophen bis auf die letzte Zahl richtig vorrausgesagt, und da ist es nicht verwunderlich, dass Nicolas Cage's Filmfigur da Muffensausen bekommt. Ein skuriler Zufall: In einem Albtraum sieht Caleb, wie ein großes Buschfeuer aus dem Wald sich auf das Haus zubewegt. Gedreht wurde der Film in Melbourne Ende 2008, nur wenige Wochen vor den verheerenden Buschbränden.Während der Film zu Anfang recht ruhig und gelassen beginnt, baut sich mit der Zeit eine beklemmende Atmosphäre auf, je weiter die Story vorangeht und je öfter die unheimlichen bleichen Typen ins Bild kommen, denn sie werden offensichtlich von Ted und seinem Sohn Caleb angezogen. Die Spannung erreicht schlussendlich ihren Höhepunkt in den finalen, apokalyptischen Szenen, getrübt wird das Bild aber von dem unheimlich starken religiösen Einfluss, den der Film am Ende auf die Zuschauer auszuüben versucht. Das wäre so nicht nötig gewesen und hätte man für alle Nicht-Christen dieser Welt schmackhafter machen können.
Fazit
"Knowing" ist ein sehr spannender Mystery-Thriller, welchen man sich ruhig anschauen kann, vor allem wenn man Nicolas Cage Fan ist.
palle Bilder © Concorde
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | Knowing |
| Land/Jahr: | USA 2008 |
| Genre: | Thriller, Action |
| Regie: | Alex Proyas |
| Drehbuch: | Ryne Douglas Pearson, Juliet Snowden, Stiles White, Stuart Hazeldine |
| Musik: | Marco Beltrami |
| Studio: | Concorde |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 122 min. |
| Deutschlandstart: | 09.04.2009 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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