Filmkritik zu 96 Hours

96 Hours 96 Hours 96 Hours
Drehen wir mal den Spieß um!
Der ehemalige CIA-Topagent Bryan Mills ist in den vorzeitigen Ruhestand gegangen und ist nach Los Angeles gezogen um seiner 17-jährigen Tochter Kim näher zu sein und mit ihr Zeit zu verbringen. Sein Job kostete ihn seine Ehe und nun möchte er die verlorenen Jahre, in denen er seine Tochter wenig sah, wieder gutmachen. Doch seine Ex-Frau Leonore und ihr neuer, überaus reicher Mann machen ihm das nicht leicht. Als Kim mit einer Freundin eine Europareise antreten will, ist Bryan zuerst dagegen, denn er kennt die Welt und ihre dunklen Seiten mehr als nur gut. Doch er stimmt widerwillig ein, um seiner Tochter zu zeigen, dass er ihr vertraut.

Kaum in Paris angekommen werden die beiden Mädchen von einer osteuropäischen Bande entführt welche es sich zum Geschäft gemacht haben, junge Touristen zu entführen und sie als Prostituierte zu verkaufen. Bryan fliegt nach Paris mit dem Ziel Kim zu retten, mit welchen Mitteln auch immer, doch es bleiben ihm erfahrungsgemäß nur 96 Stunden bis von Kim keine Spur mehr übrig ist...

Ohne Kompromisse
Bryan Mills hat in seiner langen Laufbahn einiges gelernt und erlebt, was ihn dazu bringt, zu dem Anführer am Telefon folgenden Satz zu sagen:

"Ich weiß nicht wer sie sind. Ich weiß nicht was sie wollen. Falls sie auf Lösegeld aus sind, kann ich Ihnen versichern ich habe kein Geld. Aber was ich habe, sind einige ganz besondere Fähigkeiten. Fähigkeiten die ich mir im laufe vieler Jahre angeeignet habe. Fähigkeiten durch die ich für Typen wie sie zum Albtraum werde. Wenn sie meine Tochter jetzt freilassen, ist die Sache erledigt. Ich werd keine Jagd auf sie machen. Aber wenn nicht, werde ich sie jagen... ich werde sie finden... und ich werde sie töten."

Das spiegelt alles wieder was Bryan Mills ist und worum es im Film geht. Er geht für seine Tochter über Leichen. Zu Beginn des Films ein liebender und fürsorglicher Vater, wird er im späteren Teil des Films zu einer eiskalten und unaufhaltsamen Tötungsmaschine und tötet dabei mehr Menschen als Jason Vorhees durchschnittlich in einem der vielen "Freitag der 13." Teile. Doch Regisseur Pierre Morel übertreibt es nicht und macht Bryan unmenschlich, seine Figur hat jahrelange Erfahrung, oft den Überraschungseffekt auf seiner Seite und ist zu allem entschlossen.

Liam Neeson liefert mit dieser Rolle eine der besten Leistungen seiner Karriere ab. Als wäre er für diese Rolle geboren, fegt er wie eine Ein-Mann-Armee durch Paris und lässt keinen Stein auf dem anderen, die Konsequenzen sind ihm dabei egal. Alle anderen Schauspieler neben ihm sehen nur aus wie Lückenfüller, Maggie Grace als die 17-jährige Tochter überzeugt, obwohl ihr Verhalten für ein Mädchen ihres Alters manchmal etwas zu kindisch erscheint.


Fazit
"96 Hours" ist ein überaus sehenswerter Film, den man als Thriller- und Actionfreund auf jeden Fall gesehen haben sollte. /pp

alle Bilder © Fox


Cinefreaks Wertung:


 

Neuigkeiten zum Film

Fakten

Originaltitel:Taken
Land/Jahr:Frankreich 2008
Genre:Action, Thriller
Regie:Pierre Morel
Drehbuch:Luc Besson, Robert Mark Kamen
Studio:Fox
FSK:
ab 16
Länge:93 min.
  Body Count:29
Deutschlandstart:19.02.2009
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

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Schauspieler und Rollen

Liam Neeson Liam Neeson
als "Bryan"
Maggie Grace Maggie Grace
als "Kim"
Famke Janssen Famke Janssen
als "Lenore"
Xander Berkeley Xander Berkeley
als "Stuart"
Katie Cassidy Katie Cassidy
als "Amanda"
Nicolas Giraud Nicolas Giraud
als "Peter"
Olivier Rabourdin Olivier Rabourdin
als "Jean Claude"

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