Filmkritik zu Immortal

Immortal Immortal Immortal
Von fliegenden Pyramiden und anderen Hirngespinsten

Im Jahr 2095 gibt es zwei Arten von Lebewesen auf der Erde, die Menschen und die Mutanten. Mutanten sind solche, die künstliche Organe, Gliedmaßen etc. haben und auch dementsprechend merkwürdig aussehen.
Horus, ein Gott mit Vogelkopf, muss, um seine Unsterblichkeit zu sichern einen göttlichen Nachkommen zeugen. Dies geht nur innerhalb von einer zeitlich begrenzten Frist und auch die "Wirtin" muss wohl überlegt sein, also schlüpft der muskulöse Gott in den Verbrecher Nikopol, der noch einen "echten", heißt natürlichen Körper hat. Nun findet der mit dem Gott befallene Nikopol die Auserwählte Jill, die als einzige die Fähigkeit hat göttliche Nachkommen zu zeugen.
Hört sich alles verwirrend und komisch an? Ja, das ist es auch und dabei habe ich noch nicht mal die Hälfte der Handlungsstränge angesprochen. Ist eigentlich auch nicht nötig, da diese (wie auch die Haupthandlung) belanglos sind.

Animation und Realität

Neben ca. drei echten Schauspielern, ist die Welt von 2095 mit zahlreichen Animationen dargestellt. Die Computercharaktere sehen dabei zum großen Teil sogar schlechter aus, als in aktuellen Computerspielen wie Half-Life2 oder Far Cry!
Ganz schlimm sind auch die Explosionen, die aussehen wie von 1995, das ist an vielen Stellen einfach nur eine Zumutung. Wahrlich, der Aufwand, mit der die Stadt New York, in der die Geschichte spielt, umgesetzt wurde muss gigantisch gewesen sein: Fliegende Autos in mehreren Ebenen à la das fünfte Element und futuristisch anmutende Gebäude sollen der Zukunftsstadt eine Atmosphäre verleihen, aber wenn nichts zusammenpasst nützt das alles nichts.

Auf den Punkt

Lange Rede kurzer Sinn, der Film ist grottenschlecht. Eine absolut öde Handlung mit Handlungssträngen, die gar nicht zusammenpassen und zum Teil völlig belanglos erscheinen, Charaktere ohne Tiefe, eine kalte Atmosphäre und richtig schlechte Dialoge machen den Film zu Garanten für einen tiefen gesunden Schlaf im Kinosessel.


Fazit
Niemandem zu empfehlen, weder Animationsfilmfreaks noch Science Fiction Anhänger. Der Film ist ermüdend und in so ziemlich keinen Belangen sehenswert. /dd

alle Bilder © Tiberius


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Immortel ad vitam
Land/Jahr:Frankreich/UK 2004
Genre:Science Fiction
Regie:Enki Bilal
Drehbuch:Enki Bilal, Serge Lehman
Musik:Goran Vejvoda, Sigur Ros, Venus
Studio:Tiberius
FSK:
ab 12
Länge:103 min.
Deutschlandstart:26.05.2005
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Schauspieler und Rollen

Thomas Pollard Thomas Pollard
als "John"
Linda Hardy Linda Hardy
als "Jill"
Thomas Kretschmann Thomas Kretschmann
als "Nikopol"
Charlotte Rampling Charlotte Rampling
als "Dr. Elma Turner"

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