Filmkritik zu Kurzer Prozess - Righteous Kill
alte Haudegen
Die beiden in die Jahre gekommenen New Yorker Polizisten Turk und Rooster sind ein eingespieltes Team. Ihre Fälle lösen sie gewissenhaft schon seit vielen Jahren. Bis bei einer Gerichtsverhandlung ein offensichtlich schuldiger Vergewaltiger freigesprochen wird, und darauffolgend das Recht und die Ordnung durch die beiden Gesetzeshüter auf eine andere Weise in die eigenen Hände genommen wird als bisher. Turk, der bis dahin Roosters Vorbild war, entscheidet sich dazu, den Vergewaltiger hinter Schloss und Riegel zu bringen, indem er dem Schuldigen eine Tatwaffe unterjubelt.
Damit war der Streifzug gegen das Unrecht jedoch noch lange nicht vorbei. 13 weitere ungesühnte Straftäter werden mit ihrem eigenen Leben zur Rechenschaft gezogen. Dabei wird immer ein Gedicht am Tatort hinterlassen, um die ermittelnde Polizei auf einen Psychopaten zu lenken.
Die beiden Polizisten Perez und Riley, die im Gegensatz zu den alten Hasen eher Jungspunde sind, untersuchen eben diesen Fall, und bald wird ihnen klar, dass der Täter nur aus den eigenen Reihen stammen kann.
Schachspiel
Die Charaktere in Righteous Kill sind schon recht ausgefeilt. Turk ist eher der aufbrausende Teamleader, der oft schnell und unüberlegt handelt. Ganz im Gegensatz zu Rooster, der wie in einem Schachspiel seine Züge genauestens plant und seine Spielfiguren an die richtige Stelle platziert, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Ebenso die Nebendarsteller, wie die beiden ermittelnden Polizisten oder aber auch die Forensikerin Karen, die schon seit einiger Zeit mit Turk eine Liebesbeziehung hat, besitzen tiefgreifende Charaktereigenschaften.
Righteous Kill besticht jedoch nicht durch eine wahnsinnig innovative Story. Eigentlich kennt man solcherlei Geschichten bis auf wenige Details schon aus anderen ähnlichen Filmen. Wodurch Righteous Kill diesen Makel jedoch wieder wett machen kann, ist die Erzählweise, die den Zuschauer wunderbar lange in der Luft zappeln lässt.
Fazit
Ein Film über Gesetzeshüter, die auch mal anders das Gesetz in die richtige Bahn rücken. Mit sehr guten Schauspielern inszeniert Regisseur Jon Avnet ein bis zuletzt spannendes Kriminaldrama.
walle Bilder © Kinowelt
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Righteous Kill |
| Land/Jahr: | USA 2008 |
| Genre: | Thriller, Drama |
| Regie: | Jon Avnet |
| Drehbuch: | Russell Gewirtz |
| Musik: | Ed Shearmur |
| Studio: | Kinowelt |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 101 min. |
| Deutschlandstart: | 01.01.2009 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
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