Filmkritik zu True Lies - Wahre Lügen
2 Identitäten
Harry Tasker ist Geheimagent wie er im Buche steht. Eloquent und schlagkräftig verfolgt der Muskelprotz in seinem aktuellen Auftrag eine terroristische Gruppierung aus dem Nahen Osten, die angeblich plant, einen Atomsprengkopf in die USA zu schmuggeln.
Vor seiner Familie gibt Harry den engagierten Handelsvertreter. Durch seine geheime Identität wird er jedoch häufiger von familiären Terminen abgehalten und weckt damit nicht gerade Vertrauen bei seinen Liebsten. Seine Frau Helen, gelangweilt von diesem eintönigen Ehedasein und nichtsahnend von Harrys aufregendem Spionageleben, fängt eine Affäre mit Simon an. Dieser führt auch ein Doppelleben, allerdings auf eine etwas andere Weise. Als Autohändler verdient er sein täglich Brot. Um Frauen herumzukriegen gibt der Schwerenöter jedoch vor Geheimagent zu sein. Darauf springen gerade solche Mauerblümchen wie Helen an.
Harry bekommt zufällig diese heimliche Bekanntschaft mit, statt Helen jedoch zur Rede zu stellen, nutzt er die Spionagemöglichkeiten seiner Organisation, um seine Frau zu überwachen und auszuspionieren, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die erwähnten Terroristen für Harry und seine Familie interessieren.
Story & Schauspieler
Mit innovativer Technologie, verschiedenen, actionreichen Verfolgungsjagden und coolen Sprüchen sind zumindest schon mal die Grundsteine für Actionfans gelegt. Hinzu kommt eine ausgefeilte Story, mit der es James Cameron schafft, den Zuschauer über 2 Stunden lang spannend zu unterhalten. Nicht nur Arnold Schwarzenegger, der in die Rolle passt, wie kaum ein anderer, macht seine Sache in jeder Hinsicht gut. Vom professionellen Killer bis hin zum gebrochenen Ehemann reichen hier die Facetten. Auch alle anderen Darsteller bringen ihre schauspielerische Leistung voll zum Einsatz und passen komplett in das Konzept. Sei es Jamie Lee Curtis, die sich von einem Augenblick zum anderen aus der Hausfrau in einen sexy Vamp verwandelt. Oder Tom Arnold, der den plappermäuligen, immer gut gelaunten, nichtsdestoweniger kompetenten Kollegen von Harry mimt. Oder Art Malik, der den größenwahnsinnigen Terroristen verkörpert. Oder oder oder.
Nur der Realismus bleibt hier und da etwas auf der Strecke, wie die Unmengen an Terroristen, die blind in den offenen Schusswechsel rennen, oder die Düsenjet-Szenen. Solcherlei Einlagen dürften für nicht so actionbegeistertes Publikum eher für etwas Augenrollen sorgen.
Fazit
Ein Actionklassiker, den man sich immer und immer wieder anschauen kann. True Lies bleibt bis zum Ende hin spannend und unterhaltsam.
walle Bilder © Kinowelt
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | True Lies |
| Land/Jahr: | USA 1994 |
| Genre: | Action, Komödie |
| Regie: | James Cameron |
| Drehbuch: | Claude Zidi, Simon Michaël, Didier Kaminka, James Cameron |
| Musik: | Brad Fiedel |
| Studio: | Kinowelt |
| Länge: | 141 min. |
| Deutschlandstart: | 18.08.1994 |
| Script zum Film: |
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