Filmkritik zu Street Fighter: The Legend of Chun-Li

Street Fighter: The Legend of Chun-Li Street Fighter: The Legend of Chun-Li Street Fighter: The Legend of Chun-Li
Handlung
Die Handlung in "Street Fighter - The Legend of Chun-Li" dreht sich vorwiegend um den Mafiaboss Bison, der Chun-Lis einflussreichen Vater kidnappt, sowie natürlich um Chun-Li selber, die fortwährend in dem Glauben leben muss, dass ihr Vater tot sei und daraufhin auf Rache aus ist.
Durch eine etwas merkwürdige Prozedur hat Bison vor einiger Zeit all sein Gutes, bzw. sein Mitgefühl auf sein ungeborenes Kind übertragen. Dass Bison, der nun Boss seiner Mafiaorganisation Shadaloo ist, größenwahnsinnig und gefühlskalt ist, merkt man spätestens als er nun jegliche Mafiabosse ermorden lässt, die in genau dem Stadtteil von Bangkok die Vorherrschaft haben, in dem er aufgewachsen ist und das er nun allein besitzen möchte.
Auf diese grausame Massenmeuchelei wird natürlich auch die thailändische Polizei aufmerksam, angeführt von der taffen Maya Sunee. Ihr zur Seite wird der Interpol-Agent Charlie Nash gestellt, der sich schon seit geraumer Zeit an Bisons Versen geheftet hat.
Durch eine uralte Schriftrolle begibt sich Chun-Li auf nach Bangkok, ständig beobachtet von der Spinnennetz Organisation, die von Gen gegründet wurde. Gen wiederum war ein alter Gefährte von Bison, der sich ihm jedoch vor geraumer Zeit entgegenstellte und nun mit seiner gegründeten Organisation versucht Gutes zu tun. Von ihm trainiert und mit neuen Fähigkeiten ausgestattet, hat Chun-Li bald die Macht gegen Bison anzutreten.

Computerspieladaption
Ob die Geschichte um Chun-Li einfach nicht mehr hergibt oder sie nur falsch erzählt wurde, lässt sich nur schwer sagen. Meiner Meinung nach ist die Erzählweise nicht gut gelungen, sowie die gecasteten Schauspieler sind bis auf wenige Ausnahmen fehlplatziert. Neal McDonough als blonder Bison, der zwar die Skrupellosigkeit gut widergeben kann, mit seinen Spezialkräften aber weit unter seinem eigentlichen charakterlichen Niveau bleibt, ist im Ganzen gesehen nicht der ideale Bösewicht. Chris Klein als Interpol-Agent Charlie Nash dient im Film eigentlich nur als Lückenfüller, seine Dialoge geben meist nur das Offensichtliche wieder. Zusammen mit seiner Partnerin Detective Maya Sunee - zwischen beiden muss es natürlich knistern - dienen beide nur als Chun-Lis Abwehrschirm gegen Dutzende mit Maschinenpistolen bewaffnete Killer aus Bisons Reihen.
Der Film zielt auch recht stark auf den einen finalen Showdown hin, der prinzipiell von Anfang an erwartet werden kann.
klick für SPOILER 

Eine weitere Spieleverfilmung, die nicht richtig klappen will. Wenn sich "Street Fighter - The Legend of Chun Li" lediglich mit einem einzigen Film messen müsste, dann würde man vielleicht "Streetfighter - Die entscheidende Schlacht" mit Jean-Claude Van Damme als Colonel Guile nehmen. Aber dieser Film ist relativ leicht zu schlagen, denn dort war die Handlung recht flach, die Charakterdarstellung auch nicht wirklich tief und die schauspielerischen Leistungen blieben alle auf recht durchschnittlichem Niveau, von den Spezialeffekten mal ganz zu schweigen. Hier kann "Street Fighter - The Legend of Chun-Li" also eine höhere Platzierung absahnen.

Die musikalische Untermalung ist an einigen Stellen auch merkwürdig gewählt, wie zum Beispiel die Trommelwirbel, die jedesmal wenn Chun-Li die uralte Schriftrolle öffnet, erscheinen. Oder ähnliche Stellen.
Die geschätzten 50 Mio. US-Dollar Filmbudget konnte der Film an den Kinokassen nicht annähernd einspielen; verständlich, denn er bleibt nach den aufgezählten Mängeln auch deutlich unter seinen Möglichkeiten.
Fazit
Für Leute, die noch recht wenige Actionfilme gesehen haben, könnte dieser Film einige neue Kampfszenen parat halten. Jedoch selbst Street Fighter Fans sollten diesen Film eher meiden, denn Ingame-Moves oder Combos sind so gut wie gar nicht zu sehen. Chris Klein als Charlie Nash tut nichts außer gut auszusehen, Bison benutzt keinen einzigen seiner eigentlich mächtigen Moves, lediglich Chun-Li kratzt an ihren Fähigkeiten, z.B. der Tritttechnik, oder ihrem Kikoken. Alles in allem ein Film aus dem Actiongenre, der nicht weiter im Gedächtnis bleiben wird. /ww

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Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Street Fighter: The Legend of Chun Li
Land/Jahr:USA/Japan 2009
Genre:Action, Science Fiction
Regie:Andrzej Bartkowiak
Drehbuch:Justin Marks
Länge:96 min.
Budget:50
Deutschlandstart:25.02.2009
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

Produkte

Schauspieler und Rollen

Kristin Kreuk Kristin Kreuk
als "Chun-Li"
Chris Klein Chris Klein
als "Charlie Nash"
Neal McDonough Neal McDonough
als "Bison"
Taboo Taboo
als "Vega"
Robin Shou Robin Shou
als "Gen"
Moon Bloodgood Moon Bloodgood
als "Detective Maya Sunee"

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