Filmkritik zu Garden State
Aus dem Leben gegriffen
Andrew Largeman, ein mäßig erfolgreicher Schauspieler hält sich mit Gelegenheitsjob über Wasser und sein Leben trottet vor sich hin. Als seine Mutter überraschend verstirbt, reist er zurück in sein Heimatörtchen, aus dem er vor 9 Jahren wegzog. Nun muss er sich seinem Vater stellen, den er seither ignorierte. Auch die Begegnung mit seinen Schulfreunden von früher lassen Erinnerung aufkommen. Sein Kumpel Mark, der inzwischen als Totengräber arbeitet, nimmt ihn gleich mit auf Tour und zeigt ihm, was aus Garden State geworden ist.
Large, Andrew's Spitzname, lernt die ungewöhnliche und interessante Sam kennen, welche ihn aus seinem emotionalen Engpass holt, in dem er seit über 9 Jahren lebt. Sein Vater ist gleichzeitig sein Psychiater und verordnete ihm starke Medikamente, die jegliche Gefühlsschwankungen unmöglich machen. Für seine Zeit in Garden State jedoch hat Large die Medikamente abgesetzt und so beginnt er, wieder etwas zu fühlen. Mithilfe von Sam und seinen alten Freunden kann Large das Vergangene hinter sich lassen und nach vorne blicken. Und so langsam aber sicher beginnt er sich für Sam näher zu interessieren...
Zach Braff's Wunderstreich
Zu seinen Zeiten in "Scrubs" hätte niemand gedacht, dass Zach Braff mit seiner aktuellen Rolle unterfordert war. Währenddessen bastelte er heimlich am Drehbuch zu "Garden State". Als er damit fertig war, wollte er sogar selber noch Regie führen und die Hauptrolle übernehmen. So eine Aktion könnte, vor allem bei einem Newcomer, sehr schnell in die Hose gehen. Zach Braff jedoch meisterte die Herausforderung und was als Endprodukt rauskam, war ein überraschend realistischer und sehr guter Film.
Verschiedene faszinierende Charaktere und das Leben selbst steht im Mittelpunkt des Films. Bei einigen Szenen denkt man sogar: "Hey, so lief das bei mir auch schon mal ab!" Das ist einer der Stärken des Films. Keine übertriebenen Hollywoodeffekte oder Dialoge, sondern normale Probleme und Szenen des täglichen Lebens. Leider gibt es jedoch auch Dialoge und Szenen, die zu philosophisch ausgetragen werden und somit den Realismus wieder etwas dämpfen. Und der in Romantikszenen allseits gefürchtete "Kitschteufel" hat auch hier seine Spuren hinterlassen, wenn auch schwach.
Die Schauspieler wissen ebenfalls zu überzeugen. Zach Braff stellt den anfangs beklemmten Large sehr gut dar, welcher aber später nur so von seinen Gefühlen überschüttet wird und Natalie Portman spielt ein "Mädchen von nebenan", welche jedoch eine notorische Lügnerin und auch sonst etwas ungewöhnlich ist, jedoch ihren Gefühlen immer freien Lauf lässt. Peter Sarsgaard ist Mark und schwer einzuschätzen. Man weiß nie richtig, was er denkt und so lässt er die Zuschauer bezogen auf seine Figur im Dunkeln tappen. Ian Holm, den wohl jeder als "Bilbo Beutlin" aus Herr der Ringe kennt, spielt hier den Vater von Large. Er hält sich den ganzen Film über sehr zurück und man sieht nur sehr wenige Szenen mit ihm. Diese jedoch wissen zu überzeugen und der Part als nachtragender und enttäuschter Vater kommt gut rüber.
p
Andrew Largeman, ein mäßig erfolgreicher Schauspieler hält sich mit Gelegenheitsjob über Wasser und sein Leben trottet vor sich hin. Als seine Mutter überraschend verstirbt, reist er zurück in sein Heimatörtchen, aus dem er vor 9 Jahren wegzog. Nun muss er sich seinem Vater stellen, den er seither ignorierte. Auch die Begegnung mit seinen Schulfreunden von früher lassen Erinnerung aufkommen. Sein Kumpel Mark, der inzwischen als Totengräber arbeitet, nimmt ihn gleich mit auf Tour und zeigt ihm, was aus Garden State geworden ist.
Large, Andrew's Spitzname, lernt die ungewöhnliche und interessante Sam kennen, welche ihn aus seinem emotionalen Engpass holt, in dem er seit über 9 Jahren lebt. Sein Vater ist gleichzeitig sein Psychiater und verordnete ihm starke Medikamente, die jegliche Gefühlsschwankungen unmöglich machen. Für seine Zeit in Garden State jedoch hat Large die Medikamente abgesetzt und so beginnt er, wieder etwas zu fühlen. Mithilfe von Sam und seinen alten Freunden kann Large das Vergangene hinter sich lassen und nach vorne blicken. Und so langsam aber sicher beginnt er sich für Sam näher zu interessieren...
Zach Braff's Wunderstreich
Zu seinen Zeiten in "Scrubs" hätte niemand gedacht, dass Zach Braff mit seiner aktuellen Rolle unterfordert war. Währenddessen bastelte er heimlich am Drehbuch zu "Garden State". Als er damit fertig war, wollte er sogar selber noch Regie führen und die Hauptrolle übernehmen. So eine Aktion könnte, vor allem bei einem Newcomer, sehr schnell in die Hose gehen. Zach Braff jedoch meisterte die Herausforderung und was als Endprodukt rauskam, war ein überraschend realistischer und sehr guter Film.
Verschiedene faszinierende Charaktere und das Leben selbst steht im Mittelpunkt des Films. Bei einigen Szenen denkt man sogar: "Hey, so lief das bei mir auch schon mal ab!" Das ist einer der Stärken des Films. Keine übertriebenen Hollywoodeffekte oder Dialoge, sondern normale Probleme und Szenen des täglichen Lebens. Leider gibt es jedoch auch Dialoge und Szenen, die zu philosophisch ausgetragen werden und somit den Realismus wieder etwas dämpfen. Und der in Romantikszenen allseits gefürchtete "Kitschteufel" hat auch hier seine Spuren hinterlassen, wenn auch schwach.
Die Schauspieler wissen ebenfalls zu überzeugen. Zach Braff stellt den anfangs beklemmten Large sehr gut dar, welcher aber später nur so von seinen Gefühlen überschüttet wird und Natalie Portman spielt ein "Mädchen von nebenan", welche jedoch eine notorische Lügnerin und auch sonst etwas ungewöhnlich ist, jedoch ihren Gefühlen immer freien Lauf lässt. Peter Sarsgaard ist Mark und schwer einzuschätzen. Man weiß nie richtig, was er denkt und so lässt er die Zuschauer bezogen auf seine Figur im Dunkeln tappen. Ian Holm, den wohl jeder als "Bilbo Beutlin" aus Herr der Ringe kennt, spielt hier den Vater von Large. Er hält sich den ganzen Film über sehr zurück und man sieht nur sehr wenige Szenen mit ihm. Diese jedoch wissen zu überzeugen und der Part als nachtragender und enttäuschter Vater kommt gut rüber.
Fazit
Ein sehr guter Film, der mit einer guten, wenn auch etwas skurrilen Story, sehr überzeugenden Schauspielern und mit einem abwechslungsreichen, passenden Soundtrack glänzt.
palle Bilder © Buena Vista
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Garden State |
| Land/Jahr: | USA 2003 |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Zach Braff |
| Drehbuch: | Zach Braff |
| Musik: | Chad Fisher |
| Studio: | Buena Vista |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 102 min. |
| Deutschlandstart: | 26.05.2005 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
| Script zum Film: |
Produkte
Schauspieler und Rollen
YouTube Videos zu Garden State
mehr












