Filmkritik zu Und täglich grüßt das Murmeltier

Ein Tag wie jeder andere
Phil Connors, Nachrichtensprecher fürs Wetter, wird von seinem Sender zum alljährlichen Murmeltiertagsfest in Punxsutawney geschickt, um von diesem Ereignis zu berichten. Das ist nun das vierte Jahr in Folge, dass er diese Reportage machen muss und so richtig Lust kommt bei dem Gedanken in die kalte Kleinstadt zu fahren nicht auf. So schnell wie möglich will Phil wieder von dort weg.
Leichter gesagt als getan, denn nachdem er am nächsten Tag den Bericht über das Murmeltierfestival im Kasten hat und Rita, Larry und er wieder aufbrechen um zurückzufahren, kommt ein Schneesturm auf, der alle Straßen unpassierbar macht. So ist Phil erst einmal gezwungen in dem Ort zu bleiben. Am nächsten Tag kommt es allerdings noch viel schlimmer, denn Phil bemerkt, dass der nächste Tag gar nicht angebrochen hat, es ist derselbe Tag wie gestern - Murmeltiertag.

Gefangen in dem kleinen Städtchen ist Phil zunächst geschockt von seinem Schicksal den selben Tag immer und immer wieder erleben zu müssen. Er weiß noch nicht so richtig damit umzugehen, bis zu dem Punkt an dem ihm klar wird, dass nichts was er anstellt Konsequenzen hat. So wird schon mal eine Polizeijagd veranstaltet, die im Gefängnis landet.
Das viel größere Ziel ist jedoch seine Produktionsleiterin Rita zu erobern und für sich zu gewinnen. Das versucht Phil eindrucksvoll, indem er einen perfekten Abend organisiert, und nach jedem Abend, bei dem etwas schief lief, diesen Fehler am nächsten Abend ausbessert. Dass dieses Vorhaben auf so eine Weise jedoch nie den gewünschten Effekt haben kann, dürfte wohl klar sein, und so versucht Phil nach einer tiefen Depression nicht sich für andere zu ändern, sondern sich für sich selbst zu ändern und all den Menschen in Punxsutawney zu helfen, die seine Hilfe benötigen.

Hintergrund
Sicherlich könnte man meinen, die Story sei recht geradlinig. Mann lernt Frau kennen, versucht sie zu erobern und bekommt sie am Ende auch. Diese Liebelei mit Rita wird allerdings im Verlauf des Films zur Nebensache, denn Phil muss nicht versuchen sie zu erobern, sondern sein Leben lebenswert machen. Dabei sieht der Zuschauer durch die verschiedenen Stufen von Depression, über Verhandlung bis hin zur Akzeptanz sehr gut, wie er vom zynischen Ekel zum liebenswerten und weisen Mitmenschen wird.
Wie häufig Phil wirklich den Murmeltiertag erlebt, wird im Film nicht richtig deutlich. Vom erlernen des Klavierspielens über Eisskulpturen erstellen bis hin zu der Kenntnis von jeder Person und jedem Ereignis des Städtchens dürften jedoch schon einige Jahre vergehen. Laut Regisseur Harold Ramis in etwa 10 Jahre.
Auch wird der Grund für die Zeitschleife nicht näher erläutert. Ist es eine kosmologische Fügung oder Schicksal oder ist der Grund letztendlich doch die Liebe von Rita zu erlangen oder ist etwa das Murmeltier daran Schuld, dass Tag für Tag seinen Schatten zur (Wetter-) vorhersage sieht?

Fazit
Und täglich grüßt das Murmeltier ist ein witziger Klassiker mit Bill Murray als Gefangener in einer Zeitschleife. Die sehr gute Story regt zudem auch ein wenig dazu an darüber nachzudenken, was man selber machen würde, wenn man ewig Zeit zur Verfügung hätte. /ww

alle Bilder © Columbia Tristar


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Groundhog Day
Land/Jahr:USA 1993
Genre:Komödie
Regie:Harold Ramis
Drehbuch:Danny Rubin, Harold Ramis
Musik:George Fenton
Studio:Columbia Tristar
FSK:
ab 12
Länge:97 min.
Deutschlandstart:29.04.1993
Script zum Film:

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Schauspieler und Rollen

Bill Murray Bill Murray
als "Phil Connors"
Chris Elliott Chris Elliott
als "Larry"
Stephen Tobolowsky Stephen Tobolowsky
als "Ned Ryerson"
Brian Doyle-Murray Brian Doyle-Murray
als "Buster Green"
Marita Geraghty Marita Geraghty
als "Nancy Taylor"
Angela Paton Angela Paton
als "Mrs. Lancaster"

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