Filmkritik zu Was Frauen wollen
Gedankenlesen
Welcher Mann wäre nicht gerne erfolgreich gutaussehend und von den
Frauen umworben? Nick Marshall ist so ein Typ. Ein Bild von einem
Mann, wie ihn seine Ex-Frau selbst beschreibt. In der Werbekanzlei,
in der er arbeitet, soll er sogar zum neuen Creative Director ernannt
werden, bis sein Boss ihm gesteht, für den sich wandelnden Markt eine
bessere Besetzung für diese Position zu haben. Die hübsche, talentierte
und erfahrene Darcy Maguire. Unter ihr muss Nick nun arbeiten und sich für Frauenprodukte Werbe-Ideen einfallen lassen. Dass das Nick zu schaffen macht und er Darcy so schnell wie möglich von seinem Posten verjagen will,
dürfte klar sein. Noch schlimmer ist jedoch, als er nach einer Nacht des
Herumprobierens mit den besagten neuen Frauenprodukten, aufwacht und
plötzlich hören kann, was Frauen denken.Ein Fluch? Oder ein Segen?
Oder beides? Anfangs ist Nick gar nicht davon begeistert, doch nach einer
kurzen Therapiesitzung schlägt seine Einstellung um und er versucht diese
"Gabe" für sich zu nutzen. Denn was wäre effektiver, als die Gedanken von
seiner neuen Vorgesetzten zu kennen, um sie bestmöglich sabotieren zu können?Dass er sich bei der Zusammenarbeit mit Darcy in sie verliebt, wirft natürlich Probleme auf, die er allerdings erst sehr spät wirklich begreift und zu lösen versucht.
Regisseurin Nancy Meyers schafft trotz des möglichen Kitschs oder anbahnenden Romantik immer wieder die Kurve zu kriegen und hält den Film spannend. Die Nebenplots in "Was Frauen wollen" kommen auch nicht zu kurz und sind meiner Meinung nach ebenso einfallsreich eingeflochten wie unterhaltend. So sagt zum Beispiel das Verhältnis zu seiner Tochter sehr viel über Nicks soziale, bzw. familiäre Beziehungsfähigkeit aus. Er findet keinen richtigen Draht zu ihr - verständlich, wenn man sich 15 Jahre lang nicht um sie kümmert. So wie den Nebenplot der sarkastischen Aktensortiererin Erin, deren Gedanken Nick bald Sorgen bereiten.
Mel Gibsons Gesichtsausdrücke, vor allem die des Überraschtseins, sind echt klasse. Die beste Szene ist wohl, in der er von Lola gefragt wird, ob er schwul sei. Erstklassig!
Der Film ist zudem zum größten Teil mit wunderbarer, passender Jazz-Musik unterlegt und wechselt ab und an zu moderneren Songs, die von Alanis Morissette bis zu Christina Aguilera reichen.
Fazit
Was Frauen wirklich wollen, wird man(n) nach den 2 Stunden dieses Films natürlich immer noch nicht wissen, aber man hat zumindest eine sehr lustige
Komödie gesehen, die wirklich durchgängig unterhaltend ist.
walle Bilder © Buena Vista
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | What Women Want |
| Land/Jahr: | USA 2000 |
| Genre: | Komödie |
| Regie: | Nancy Meyers |
| Drehbuch: | Josh Goldsmith, Cathy Yuspa, Diane Drake |
| Musik: | Alan Silvestri |
| Studio: | Buena Vista |
| FSK: | ab 6 |
| Länge: | 121 min. |
| Deutschlandstart: | 15.02.2001 |
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