Filmkritik zu Der Solist
Einsame Begabung
Nichts ist umsonst. Nathaniel Ayers hat eine ausergewöhnliche Begabung mit nahezu jeder Art von Instrument umzugehen, doch diese Fähigkeiten kommen zu dem Preis einer gesunden Psyche. Nathaniel entwickelte sich erst normal, ging auf eine hochangesehene Musikschule, doch dann hielt er dem Druck nicht mehr Stand, hörte Stimmen und landete über ein paar sehr kurze Umwege als Obdachloser auf den Straßen von Los Angeles. Dort musiziert er nun täglich viele Stunden lang auf einer dreisaitigen Geige und geriet in Vergessenheit. Als Steve Lopez, ein Kolumnist der L.A. Times, auf der Suche nach einer neuen Geschichte ist, läuft er Nathaniel über den Weg und schnell wird klar, dass Nathaniels Geschichte Wert ist erzählt zu werden.Freundschaft
Steve und Nathaniel werden Freunde, auch wenn Steve das im ersten Moment noch nicht ganz recht ist, denn er hat in Nathaniel nur eine Geschichte für seine Arbeit gesehen. Seine Kolumne bewegt jedoch die Leser, Nathaniel bekommt ein Instrument gespendet und der Bürgermeister wird nochmals auf die Missstände in Los Angeles aufmerksam gemacht, die auch als Hauptstadt der Obdachlosen gilt. Der Film wirft einige interessante Fragen auf. Steve hilft Nathaniel von der Straße in eine Wohnung, doch ist Nathaniel am Ende des Films wirklich glücklicher als vorher? Was braucht ein Mensch wirklich um glücklich zu sein? Ist es ein hochbezahlter Job und ein Haus oder ist man vielleicht sogar besser dran keine dieser Verlangen zu haben und sich in der Musik zu verlieren? Anfangs scheint es zumindest so, dass Nathaniel trotz seiner Situation nicht weniger glücklich ist als Steve, der einen festen Job und ein Haus hat.Oscarreif
Jamie Foxx hat als Nathaniel eine Performance abgelegt, die ihm eine Nominierung für den Oscar einbringen könnte. Aber auch die anderen Rollen waren exzellent besetzt, Robert Downey Jr. gibt als Journalist eine ebenso gute Vorstellung ab wie Catherine Keener als seine Ex-Frau und Kollegin bei der L.A. Times.Fazit
Der Solist überzeugt durch exzellente Schauspieler und eine bewegende Hintergrundgeschichte. Dem Film fehlt es an einigen Stellen jedoch am nötigen Schwung um den Zuschauer richtig mitzunehmen. Insgesamt jedoch empfehlenswert.
dalle Bilder © Universal
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | The Soloist |
| Land/Jahr: | Großbritannien/USA 2009 |
| Genre: | Drama, Biographie, Musikfilm |
| Regie: | Joe Wright |
| Drehbuch: | Susannah Grant, Steve Lopez |
| Musik: | Dario Marianelli |
| Studio: | Universal |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 117 min. |
| Body Count: | 1 |
| Deutschlandstart: | 10.12.2009 |
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