Filmkritik zu Die Legende von Beowulf
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Nordischer Schlächter
Die Legende von Beowulf ist das älteste Versepos welches in englischer Sprache verfasst wurde. Die Geschichte wurde über jahrtausende erzählt, übersetzt und verbreitet. Als Regisseur Robert Zemeckis die Geschichte in altenglischer Sprache als Pflichtlektüre während seiner Schulzeit lesen musste, konnte er dem Epos nichts abgewinnen. Alles schien wirr, unverständlich und unattraktiv, doch als er dann, viele Jahre später, das Drehbuch von Neil Gaiman und Roger Avary in die Hände bekam war er voll und ganz begeistert von der Tiefe der Gechichte und der Charaktere.
Story
Ein kleines nordisches Königsreich wird von dem Dämon Grendel tyrannisiert, welcher regelmäßig bei Festen auftaucht und auf brutalste Weise die Bewohner zerreist. Nach einem erneutem Zuschlagen der Bestie beschließt König Hrothgar ein Kopfgeld auf das Monster auszusetzen. Kurz darauf taucht der Hühne Beowulf mit seinen mutigen Kämpfern auf um das Ungetüm zu besiegen und sich den Ruhm dafür einzustreichen...
Technik
Animationsfilme hatten bis auf ganz wenige Ausnahmen bis jetzt immer knuffige Tiere als Hauptprotagonisten und waren ordentlich bunt. In Beowulf wurde die CGI Technik exzessiv eingesetzt und die Charaktere mit motion capturing Techniken in Szene gesetzt. Die Gesichter von Anthony Hopkins, Ray Winstone, Angelina Jolie etc. wurden digital auf die 3D Modelle gezaubert und wirken sehr wirklichkeitsnah.Also anstelle einen Realfilm mit CGI aufzuwerten ist Robert Zemeckis den ganzen Weg digital gegangen und tat sehr gut daran. Szenen die normalerweise Monate dauern konnten in gut einer Woche abgedreht werden, da die Schauspieler nicht geschminkt werden mussten, die Beleuchtung nicht umgestellt werden musste und die Sets einfach nur aus einer Leinwand bestanden. Der Rest entstand im Reich der Bits und Bytes.

3D
Als einer der wenigen "normalen" Kinofilme liegt die Legende von Beowulf in digital und 3D vor. Wer also ein Kino in der Nähe hat welches den Film in 3D (mit Polarisationsbrillen) vorführt, dem sei geraten sich diese Vorstellung nicht entgehen zu lassen.
Cast
| Wiglaf | Brendan Gleeson |
| Grendel | Crispin Glover |
| Beowulf | Ray Winstone |
| Grendels Mutter | Angelina Jolie |
| König Hrothgar | Anthony Hopkins |
| Königin Wealthow | Robin Wright Penn |
| Unferth | John Malkovich |
| Ursula | Alison Lohman |
| Olaf | Chris Coppola |
| Estrith | Charlotte Salt |
| Garmund | Greg Ellis |
Eigenschaften
- exzellente Schauspieler
- dichte Atmosphäre
- brutal
- schöne Landschaft
- hervorragende Animationen
- gute story
Fazit
Beowulf ist ein durchweg toller, innovativer Fantasyfilm mit großartigen Schauspielern und einer uralten und bewährten Geschichte.
dalle Bilder © Warner
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Wertung
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Kommentare
Sehr gut fand ich an der Digitalisierung neben den Feuer- und Wassereffekten, dass bei den Charakteren im Motion Capturing Verfahren die Bewegungen so detailgetreu übernommen wurden, dass man wirklich hätte sagen können, welcher Schauspieler dahintersteckt (auch ohne die Figur detailliert gemodelt und texturiert zu sehen), einfach klasse. Zur Hintergrundgeschichte fiel mir beim Hören des Filmtitels nicht viel ein, aber ich war gefasst auf eine Heldensaga, die daraufhin allerdings nur teilweise auch so gezeigt wurde. Was zusätzlich beigemischt war: Dass selbst ein Held seine Schwächen hat, was mich anfangs störte (Held != Schwächen), aber im Endeffekt eine gut ausgewogene Mischung gab.
























