Filmkritik zu Black Book

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1944, die Jüdin Rachel Stein lebt untergetaucht in den von Nazideutschland besetzten Niederlanden. Sie ist abgeschottet von ihrer Familie, die sich irgendwo anders versteckt, bis sie eines Tages bei einem Rettungsversuch über die belgische Grenze auf ihre Familie trifft, diese allerdings auch bei dieser Aktion verliert. Alle Juden außer Rachel werden erschossen.
Sie verschwindet wiederum im Untergrund und schließt sich einem Widerstand an. Dabei trifft sie während einer Zugfahrt auf den hochrangigen deutschen Offizier Müntze. Da beide sichtlich voneinander angetan sind, schleust sie sich für den Widerstand unter dem Namen Ellis in das Hauptquartier der Deutschen ein, wo auch Müntze agiert, um Informationen zu sammeln und die Pläne von Offizieren abzuhören.
Da ungeschickterweise einige Leute des Widerstandes gefangengenommen wurden, wird eine Befreiungsaktion geplant, bei der Ellis eine Hauptrolle spielen wird. Doch alles kommt anders als gedacht, und die Befreiung der Niederlande durch die Alliierten Truppen, die alle Nazis inhaftieren werden, steht ebenso kurz bevor.

Nach einer wahren Begebenheit inszeniert Paul Verhoeven ("Basic Instinct") einen Kriegsthriller, welchen er zusammen mit Gerard Soeteman schon vor 30 Jahren drehen wollte, und nun endlich fertig stellen konnte.

Die Versetzung in eine grausame und wirre Zeit von vor über 50 Jahren gelingt dem Regisseur einfach nur sehr gut. Dass das Drehbuch zum Film aus dem wahren Leben stammt, ist umso trauriger. Denn Verrat, Intrigen, Hass und Skrupelosigkeit werden den Zuschauern definitiv nicht vorenthalten. Auch das Spiel zwischen den deutschen Offizieren - wer wirklich durch und durch ein Nazi ist, oder wer die Sinnlosigkeit des Krieges erkannt hat - wird gut eingeleitet und auch bis zum Ende durchgezogen. Das einzige Manko, das der Film hat, ist das zum Ende hin etwas undurchsichtige Spiel der Parteien. Wer nun schon von Anfang an intrigierte und dann aber doch auf einer anderen Seite stand, bleibt nur bei genauestem Beobachten zu sagen.

Fazit
Ein Film, wie nur wenige, über den Leidensweg und die Verluste einer Frau unter der Herrschaft der Nazis und wie diese mit aller Kraft versucht sich ihnen entgegenzustellen. /ww

alle Bilder © Warner


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:Zwartboek
Land/Jahr:Niederlande/Belgien/Deutschland 2006
Genre:Thriller, Kriegsfilm, Drama
Regie:Paul Verhoeven
Drehbuch:Paul Verhoeven, Gerard Soeteman
Musik:Anne Dudley
Studio:Warner
Länge:142 min.
Deutschlandstart:10.05.2007
Internetseiten:

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Schauspieler und Rollen

Carice van Houten Carice van Houten
als "Rachel Stein, Ellis de Vries"
Sebastian Koch Sebastian Koch
als "Ludwig Müntze"
Thom Hoffman Thom Hoffman
als "Hans Akkermans"
Christian Berkel Christian Berkel
als "General Käutner"
Waldemar Kobus Waldemar Kobus
als "Günther Franken"
Derek de Lint Derek de Lint
als "Gerben Kuipers"

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