Filmkritik zu X-Men Origins: Wolverine
Die Herkunft der Kralle
Der junge James Howlett alias Logen wächst alleine mit seinem älteren Bruder Victor "Sabretooth" Creed auf und zusammen überstehen sie etliche Jahrzehnte des Krieges und beschützen sich gegenseitig. Über die Jahre hinweg findet Victor jedoch immer mehr Gefallen am Töten und bei einem Zwischenfall werden die beiden gefangengenommen und ihre wahre Identität offenbart sich. Oberst William Stryker überredet die beiden, sich einer Spezialeinheit unter seiner Leitung anzuschließen, die nur aus Mutanten besteht um gefährliche Aufträge zu erledigen, die das normale Militär überfordert. Bei einem Einsatz auf der Suche nach einem mysteriösen Material gerät die Sache außer Kontrolle und die Teammitglieder wollen Unschuldige hinrichten. Logan steigt aus und lebt von da an ein normales Leben als Holzfäller in den kanadischen Rocky Mountains wo er sich auch in die Lehrerin Kayla Silverfox verliebt. Doch Victor ist mittlerweile anscheinend vollkommen durchgedreht und beginnt eine Spur der Verwüstung durch das einstige Mutantenteam und tötet jeden, den er zu sehen bekommt. Auf der Suche nach seinem Bruder tötet er Kayla, was Logan's Gleichgewicht wieder zerstört und ihn nach Rache sinnen lässt. In seiner Wut lässt er sich von William Stryker das außerirdische Metall Adamantium in die Knochen spritzen, von dem Zeitpunkt an ist er unzerstörbar...
Anfang Top - Ende mittelmäßig
Die ersten 30 Minuten des Films sind gut gelungen, man erfährt, wie Wolverine aufwächst, wie er überhaupt zu seinem Namen kommt und woher er die eisernen Krallen bekommt, doch der Rest des Films ist mehr oder weniger nur Action-Spektakel mittlerer Klasse und mit für heutige Maßstäbe durchschnittlichen Special-Effects. Typisches Rache-Verhalten, was es schon in etlichen Filmen gibt und zwar nicht ganz ein Happy End, jedoch ein für den Zuschauer zufriedenstellendes Kettenglied, wo im kommenden zweiten Wolverine-Prequel angeknüpft werden kann.
Die im Film auftretenden Mutanten bleiben neben Wolverine und Sabretooth größtenteils sehr blass, vor allem der so hochgepriesene Auftritt des "Spielkarten-Magier" Mutanten Gambit. Sie werden alle nur kurz am Rande beleuchtet und da ist es einem auch recht egal, wenn Sabretooth sie zerlegt. Ryan Reynolds coole Rolle des Klingenmutanten und "Endgegner" kommt da etwas besser weg, sein Filmtod ist ganz witzig umgesetzt. Hugh Jackman's Darstellung des Wolverine ist sehr gut, zwar nicht zwingend von der schauspielerischen Leistung aber von der Leistung seiner Person hinsichtlich der Vorbereitung auf den Film. Er trainierte 1 Jahr lang 5 mal in der Woche 2 Stunden und stellte seine Ernährung drastisch um. Er verschlang jeden Tag 5000 Kalorien in Form von Fisch, Fleisch und Gemüse und stand um 4.00 Uhr auf um die erste Ration zu sich zu nehmen.
Fazit
"X-Men Origins: Wolverine" ist für X-Men Fans sicherlich ein sehenswerter Film, da man etwas mehr über Wolverine erfährt, aber einiges bleibt doch noch im Dunkeln verborgen. Da kann man ja auf den zweiten Teil gespannt sein.
palle Bilder © Fox
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | X-Men Origins: Wolverine |
| Land/Jahr: | USA 2009 |
| Genre: | Action, Science Fiction |
| Regie: | Gavin Hood |
| Drehbuch: | David Benioff, Len Wein |
| Studio: | Fox |
| FSK: | ab 16 |
| Länge: | 106 min. |
| Deutschlandstart: | 30.04.2009 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
| Script zum Film: |
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