Filmkritik zu Hotel Ruanda
Ruandas Schindler
Hotel Ruanda' align='right'> 1994 spielten sich in Ruanda schreckliche Szenen des Völkermordes ab, als sich die Hutu (Name des Volkstammes) für die jahrelange Unterdrückung durch die Tutsi (Volksstamm) an diesen rächen wollen. Ziel der Hutu ist es jeden Tutsi zu töten. Mit simpelsten Macheten starten sie ein Massaker, bei dem die in Ruanda stationierten UN-Truppen nur zusehen können, da sie erstens keine Kampferlaubnis haben und nur für die Erhaltung, nicht aber für die Schaffung des Friedens zuständig seien. Auch die korrupte Polizei würde sich lieber raushalten, beziehungsweise sich auf die Seite der Hutu schlagen.
Paul Rusesabagina ist der Hotelmanager eines vier Sterne Hotels in Kigali (der Hauptstadt Ruandas), dem "Hôtel des Mille Collines". Ohne es wirklich zu wollen, verwandelt Paul die Oase der Ruhe in ein Flüchtlingslager für Hutu und Tutsi. Immer mehr Menschen, nimmt er in den längst überfüllten Zimmern auf, immer in der Hoffnung, die Stimmung im Land würde sich bald beruhigen. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. Die belgischen Blauhelme, die noch zum Schutz des Hotels da waren, sowie alle "Weißen"-Gäste ziehen ab - ein unverkennbares Zeichen für eine Verschärfung der Lage...
Filmisch...
...gibt es einige Punkte zu beanstanden. Szenen die den Zuschauer mitleiden lassen sollen, wirken oft hölzern, unfertig und steif. Ein paar, eigentlich typisch amerikanische Reden sind zu geschwollen und haben sich so bestimmt nicht zugetragen - das kratzt leicht an der Glaubwürdigkeit des im ganzen sehr authentischen Films.
Einen weiteren Punkt bekommt der Film für die Musik abgezogen. Nicht dass diese nicht gut gewesen wäre, es ist vielmehr wie sie eingesetzt wurde. Der Film versucht durch mal dramatische, mal überschwängliche Musik die Gefühle des Zuschauers an den falschen Stellen zu steuern. Die Musik sagt förmlich "Das hier ist traurig, bitte weinen Sie jetzt" und das ist gänzlich unaktzeptabel.
Wiederum ein Pluspunkt geht an Wycleff Jean für sein berührendes Lied über Ruanda mit dem Kinderchor im Hintergrund.
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Hotel Ruanda' align='right'> 1994 spielten sich in Ruanda schreckliche Szenen des Völkermordes ab, als sich die Hutu (Name des Volkstammes) für die jahrelange Unterdrückung durch die Tutsi (Volksstamm) an diesen rächen wollen. Ziel der Hutu ist es jeden Tutsi zu töten. Mit simpelsten Macheten starten sie ein Massaker, bei dem die in Ruanda stationierten UN-Truppen nur zusehen können, da sie erstens keine Kampferlaubnis haben und nur für die Erhaltung, nicht aber für die Schaffung des Friedens zuständig seien. Auch die korrupte Polizei würde sich lieber raushalten, beziehungsweise sich auf die Seite der Hutu schlagen.
Paul Rusesabagina ist der Hotelmanager eines vier Sterne Hotels in Kigali (der Hauptstadt Ruandas), dem "Hôtel des Mille Collines". Ohne es wirklich zu wollen, verwandelt Paul die Oase der Ruhe in ein Flüchtlingslager für Hutu und Tutsi. Immer mehr Menschen, nimmt er in den längst überfüllten Zimmern auf, immer in der Hoffnung, die Stimmung im Land würde sich bald beruhigen. Doch leider ist das Gegenteil der Fall. Die belgischen Blauhelme, die noch zum Schutz des Hotels da waren, sowie alle "Weißen"-Gäste ziehen ab - ein unverkennbares Zeichen für eine Verschärfung der Lage...
Filmisch...
...gibt es einige Punkte zu beanstanden. Szenen die den Zuschauer mitleiden lassen sollen, wirken oft hölzern, unfertig und steif. Ein paar, eigentlich typisch amerikanische Reden sind zu geschwollen und haben sich so bestimmt nicht zugetragen - das kratzt leicht an der Glaubwürdigkeit des im ganzen sehr authentischen Films.
Einen weiteren Punkt bekommt der Film für die Musik abgezogen. Nicht dass diese nicht gut gewesen wäre, es ist vielmehr wie sie eingesetzt wurde. Der Film versucht durch mal dramatische, mal überschwängliche Musik die Gefühle des Zuschauers an den falschen Stellen zu steuern. Die Musik sagt förmlich "Das hier ist traurig, bitte weinen Sie jetzt" und das ist gänzlich unaktzeptabel.
Wiederum ein Pluspunkt geht an Wycleff Jean für sein berührendes Lied über Ruanda mit dem Kinderchor im Hintergrund.
Hotel Ruanda'>
Fazit
Hotel Ruanda ist ein Film, den man gesehen haben sollte, allein schon der geschichtlichen Ereignisse wegen. Die Schauspieler sind gut und nehmen einen mit, in die wahre Geschichte eines afrikanischen Heldens der knapp 1300 Menschen Zuflucht vor dem sicheren Tod, den schätzungsweise eine Million Menschen in diesem Völkermord sterben mussten, gegeben hat.
dalle Bilder © Tobis
Cinefreaks Wertung:
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Fakten
| Originaltitel: | Hotel Rwanda |
| Land/Jahr: | UK/Südafrika/Italien 2004 |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Terry George |
| Drehbuch: | Keir Pearson, Terry George |
| Musik: | Andrea Guerra, Rupert Gregson-Williams, Afro Celt |
| Studio: | Tobis |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 121 min. |
| Budget: | 17 |
| Deutschlandstart: | 07.04.2005 |
| Internetseiten: | |
| Trailer(High/Low): | / |
| Script zum Film: |
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