Filmkritik zu Ben X
Ben lebt in Belgien. Jedenfalls offiziell. Eigentlich lebt er nämlich in seiner eigenen kleinen Welt. Er ist Autist, erst in spätester Kindheit hat man bei ihm das Asperber Syndrom festgestellt. Menschen, mit dieser "Krankheit" sind meist höchst intelligent, kommen aber mit ihrem sozialen Umfeld überhaupt nicht zurecht. So auch Ben. Von seiner Mutter wird er tagtäglich zu einer ganz normalen Schule geschickt. Er soll ja etwas lernen. Dass jedoch jeder Tag für ihn eine Tortour ist und er von seinen Mitschülern bis aufs Äußerste schikaniert wird, davon weiß niemand.
Ist Ben nach einem anstrengenden und für ihn verwirrenden Schultag endlich wieder zu Hause, zieht er sich in sein Zimmer zurück und spielt das Onlinespiel Arch Lord, zusammen mit seiner Onlinefreundin, die sich in diesem Spiel den Nicknamen Scarlite gegeben hat. Es entwickelt sich zwischen ihr und BenX so etwas wie eine innige Freundschaft und schon bald will sie Ben besuchen kommen. Doch das ist noch lange nicht sein einziges Problem.
Um gleich eine Wertung vorweg zu nehmen, "Ben X" ist ein vom Ansatz her gut gemachter Film. Immer wieder werden Szenen aus Bens Sicht eingebaut, die stark mit seiner Fantasie einhergehen. Er sieht sich selber nämlich wie seinen Avatar im Onlinespiel. So ist eine Szene z.B. im Bad, wo er sich selbst wie einen Avatar einkleidet und die Haare zurechtmacht, etc. Dort kann der Film zumindest bei Leuten, die so eine Idee für innovativ halten, Punkte sammeln.
Die täglichen Probleme eines Autisten werden ganz gut umgesetzt. Das, was jedoch am Anfang noch gut gemacht ist, wird zum Ende hin immer nervtötender und irrealer. Das Ende selber ist so abstrus, dass nur noch ein fader Nachgeschmack bleibt.
Greg Timmermans spielt seine Rolle als Autist wirklich sehr gut. Die weiteren schauspielerischen Leistungen sind mittelmäßig bis gut.
Der eigentliche Skandal dürfte die Schikane in Bens Schulklasse sein, und vom Regisseur Nic Balthazar wie eine Art Aufruf an Lehrer und Eltern, sich mehr mit dem Leben ihrer Schützlinge zu beschäftigen.
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Ist Ben nach einem anstrengenden und für ihn verwirrenden Schultag endlich wieder zu Hause, zieht er sich in sein Zimmer zurück und spielt das Onlinespiel Arch Lord, zusammen mit seiner Onlinefreundin, die sich in diesem Spiel den Nicknamen Scarlite gegeben hat. Es entwickelt sich zwischen ihr und BenX so etwas wie eine innige Freundschaft und schon bald will sie Ben besuchen kommen. Doch das ist noch lange nicht sein einziges Problem.
Um gleich eine Wertung vorweg zu nehmen, "Ben X" ist ein vom Ansatz her gut gemachter Film. Immer wieder werden Szenen aus Bens Sicht eingebaut, die stark mit seiner Fantasie einhergehen. Er sieht sich selber nämlich wie seinen Avatar im Onlinespiel. So ist eine Szene z.B. im Bad, wo er sich selbst wie einen Avatar einkleidet und die Haare zurechtmacht, etc. Dort kann der Film zumindest bei Leuten, die so eine Idee für innovativ halten, Punkte sammeln.
Die täglichen Probleme eines Autisten werden ganz gut umgesetzt. Das, was jedoch am Anfang noch gut gemacht ist, wird zum Ende hin immer nervtötender und irrealer. Das Ende selber ist so abstrus, dass nur noch ein fader Nachgeschmack bleibt.
Greg Timmermans spielt seine Rolle als Autist wirklich sehr gut. Die weiteren schauspielerischen Leistungen sind mittelmäßig bis gut.
Der eigentliche Skandal dürfte die Schikane in Bens Schulklasse sein, und vom Regisseur Nic Balthazar wie eine Art Aufruf an Lehrer und Eltern, sich mehr mit dem Leben ihrer Schützlinge zu beschäftigen.
Fazit
Wenn die Story auch nicht wirklich funktionieren will, ist "BenX" vom Gros her ein gut gemachter Film, der an verschiedenen Stellen Elemente eines Fantasyfilms in sich vereint.
walle Bilder © Kinowelt
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Ben X |
| Land/Jahr: | Belgien 2007 |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Nic Balthazar |
| Drehbuch: | Nic Balthazar |
| Studio: | Kinowelt |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 90 min. |
| Deutschlandstart: | 08.05.2008 |
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